Elternforum Erster Kinderwunsch

Sehnlicher KiWu, aber trotzdem solche Angst.....

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Hallo Ihr Lieben! Ich muß mir einfach mal was von der Seele schreiben. Vor einem Monat hatte ich eine Fehlgeburt (die dritte). Wir haben uns dieses Kind sehr gewünscht. Ich war auch sehr erleichtert darüber, daß es bereits beim zweiten Versuch geklappt hatte. (Für unseren Sohn haben wir über ein Jahr geübt.) Die Fehlgeburt war schon recht schwer zu verkraften, aber irgendwie hat es das Schicksal momentan mit uns nicht sehr gut gemeint. Erst hatten wir zwei Todesfälle in der Familie und dann haben wir eine Woche danach erfahren, daß meine Mutter Krebs hat. Sie hat eine schwere Operation jetzt hinter sich gebracht, aber nun fängt die Chemotherapie an. Die Sorge und Angst um meine Mutter hat mich die Fehlgeburt manchmal fast vergessen lassen. Nun habe ich meine Tage zum ersten Mal wieder bekommen und wir wollen nicht verhüten, sondern es drauf ankommen lassen. Ich würde mich unwahrscheinlich freuen, wenn ich wieder schwanger wäre. Ich glaube, Ihr könnt mich da gut verstehen. Es wird mir auch sicher helfen, den Verlust unseres Babys etwas besser zu verkraften. Andererseits habe ich auch Angst davor, wieder schwanger zu sein. Viele meinten nach der FG zu mir, daß wir ja noch so jung (30 und 27) seien, unser Sohn ja noch so klein (15 Monate) ist und wir ja noch sooo viel Zeit hätten. Ich befürchte jetzt auch, daß unsere Familie darauf vielleicht mit Unverständnis reagiert, weil ich vielleicht jetzt mehr für meine Mutter da sein sollte. (Wir wohnen zwei Häuser weiter.) Und dann habe ich natürlich große Angst davor, daß in einer neuen Schwangerschaft wieder etwas schief gehen könnte. Aber ich wünsche mir nunmal soooo sehr ein zweites Kind und zwar jetzt. Es ist furchtbar traurig, daß meine Mutter so krank ist, aber ich kann es ja leider nicht ändern. Vielleicht würde es ihr auch Kraft geben, wenn sie weiß, daß sie bald ein zweites Enkelkind hätte? Ich weiß es nicht, es ist so schwer. Und ich fühle mich so hin und her gerissen. Wir werden es jetzt einfach auf uns zukommen lassen und das Schicksal entscheiden lassen. Vielleicht ist das das Beste. Danke für`s Zuhören! Ines


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Hallo Ines, du mußt ja im monent einieges mitmachen-tut mir leid. Ich hatte zwar noch keine FG, wünsche mir aber auch sehnlichst nachwuchs. haben es schon 1x mit Insem. u. 2 x mit IVF versucht-leider negativ. Ich bin auch oft ziemlich traurig u. verzweifelt,aber seit ich vor 3 Wochen dieses forum entdeckt habe geht es mir viel besser!!!!! Es ist einfach so schön mit so vielen leuten zu "reden" die genau das gleiche mitmachen u. einen verstehen. Vielleicht ist es für dich wirklich das beste, wenn du dich erstmal auf deine mutter konz. Und dann-wirst du sehen-klappts manchmal wie von alleine, hört man doch oft, wenn man gar nicht dran glaubt.........! Und außerdem seid ihr wirklich noch so jung. Ich wünsch die viel kraft u.alles gute, Gruß Steffi!!


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Hallo Ines, ich glaube,Du kannst gut über Dich selber reflektieren und Du weißt eigentlich, wo Dein Weg lang geht. Du kannst ja ss sein und trotzdem für Deine Mutter da sein. Vielleicht hättest Du durch eine SS sogar mehr Kraft und Stärke übrig für Deine Mutter. Viel Glück,nach soviel Unglück muß es ja mal aufhören.hermana


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Wo Leben verlischt entsteht auch immer neues Lebens, und neues Leben spendet immer Kraft, so wie Blumen aus den Sonnenstrahlen ihre Kraft tanken! Es ist Dein Leben und wenn Ihr Euch jetzt ein Kind wuenscht, dann solltet Ihr es auch darauf ankommen lassen! Die Verwandtschaft kann euch schnurzt sein, wer sagt denn dass alle Verantwortung NUR auf Deinen Schultern zu liegen hat, NUR weil Du ihre Tochter bist? Deine Mutter hat mit Sicherheit noch Ihren Mann (der in 1. Linie fuer sie da sein muss, dann hat sie mit Sicherheit noch einen Bruder oder Schwester- in Sachen wie Krebs ist jeder gefordert- nicht nur die Kinder der Betroffenen. Ich arbeite in einer rennomierten Krebsklinik und weis wovon ich spreche! Vor allem waere Deine Schwangerschaft und die Geburt bzw. die Ankunft des Kleinen ein ideales Ablenkungsmanoever fuer Deine Mutter! Wenn Krebskranke eines auf keinen Fall sollen, dann ist es die Moeglichkeit sich selbst zu sehr mit Ihrer Krankheit zu sehen. Das naehrt dieses verfluchte Monster- der Krebs lebt von Kummer,von Wut und Depressionen, von Schmerz,von Verzweiflung und von Trauer-oder seelischer Stress- das ist es woraus ER seine Kraft zieht, das ist es was Ihn wachsen laesst. Das ist der Grund warum dieses Monster gerade in Pechstraehnen, in Trauerzeiten, in Problemzeiten auftaucht und ausbricht!!! Du kannst Ihr im Gegenteil nur helfen damit und vor allem auch dir, da es Dich von Deinem Kummer auch etwas ablenkt! Ich wuerde sagen, "GO for it"- alles kommt wie es kommen muss und zu der Ihm vorgesehenen Zeit- es liegt ohnehin nicht in unserer Hand sondern in der von "dem da oben"! Ich weis, das war jetzt mal wieder ellenlang und sentimental aber ich hoffe ich konnte Dir einbisschen helfen! Sei lieb gedrueckt und ich bin in Gedanken bei Dir, Deine Susi