Mitglied inaktiv
Hallo, kann mir jemand sagen, was Mönchspfeffer ist, was genau er bewirkt, wo man ihn bekommt und wie teuer er ist?? Vielen Dank im Voraus Anna3
Hallo Anna, Mönchspfeffer wird u.a. zur Zyklusregluslierung genommen und ist rein planzlich. Es gibt es in Tropfenform (soll ecklig schmecken) und in Tabletten rezeptfrei in der Apotheke. 60 Tabletten kosten so ca. 25 DM. Gib einfach mal Mönchspfeffer in der Suchmaschine ein. Es gibt eine Unmenge an Postings zu diesem Thema. Viel Spaß beim Stöbern ;-)) Iris
... aber "geklaut" von 9monate: Mönchspfeffer, auch Keuschlamm, Keuschbaum oder Abrahamstrauch genannt (Agnus castus) wird hauptsächlich gegen das prämenstruelle Syndrom (PMS) verabreicht. Die Früchte des Mönchspfeffer helfen sowohl gegen Reizbarkeit, depressive Verstimmungen, als auch gegen Akne und Spannungsgefühl in den Brüsten an den Tagen vor der Menstruation. Der Mönchspfeffer gehört heute zu den besonders häufig verschriebenen Pflanzenarzneien in der Frauenheilkunde. Das Wirkprinzip des Mönchspfeffer ist heute gut bekannt. Die Beschwerden des prämenstruellen Syndroms werden in den meisten Fällen durch ein Ansteigen des Prolaktin im Körper der Frau verursacht. Zusätzlich ist Streß ein häufiger Auslöser für eine erhöhte Hormonausschüttung. Wie wirkt Mönchspfeffer? Mönchspfeffer wirkt auf den Botenstoff Dopamin, der wiederum den Prolaktinspiegel senkt. Welcher Bestandteil des Mönchspfeffer diese Wirkung ausübt, ist unbekannt. Es wird vermutet, daß die wirksamen Bestandteile im Gesamtextrakt der Pflanzenfrüchte enthalten sind. Wann wird Mönchspfeffer empfohlen? Zur Zyklusregulierung bei unerfülltem Kinderwunsch, der durch Zyklus- und Follikelreifungsstörungen bedingt ist, wird Mönchspfeffer oftmals sehr erfolgreich angewendet, ebenso wie bei Prämenstruelle Beschwerden und Mastodynie. Mönchspfeffer gegen Fruchtbarkeitsstörungen? Eine Zulassung für die Indikation Fertilitätsstörungen (Fruchtbarkeitsstörungen) gibt es jedoch nicht. Die bisherigen Untersuchungen sind aber erfolgversprechend. In einer Placebo kontrollierten randomisierten Doppelblindstudie wurde die signifikante Wirkung eines Agnus castus - haltigen Medikamentes belegt. Besonders gut schnitt die Behandlung ab, wenn die Sterilität auf Amenorrhoe oder Corpus-luteum-Insuffizienz zurückzuführen war. Wann sollten Sie kein Mönchspfeffer einnehmen? Frauen in der Stillperiode sollten aber auf die Einnahme von Vitex agnus castus-Präparaten verzichten, da es zur Laktationshemmung und zum verfrühten Wiederauftreten der ovulatorischen Zyklen kommen kann. Wird Mönchspfeffer auch in der Homöopathie verwendet? Entsprechend dem homöopathischen Arzneimittelbild : Sexuelle Störungen bei Männern; Störung des Milchflusses; nervöse Verstimmungszustände. Unter dem prämenstruellen Syndrom ( PMS) leiden ca.40% aller Frauen im gebärfähigen Alter. 5-10% sind deswegen jeden Monat arbeitsunfähig. Zur Symptomatik des PMS gehören psychische und körperliche Symptome. Woher kommt der Name Mönchspfeffer? Die getrockneten reifen Früchte von Vitex agnus-castus besitzen, vor allem im Mittelmeerraum, eine lange Geschichte kultischer und arzneilicher Verwendung. In der mittelalterlichen Kirche erlangte der Mönchspfeffer (Keuschlammstrauch) eine besondere Bedeutung. Er sollte helfen, das von Nonnen und Mönchen gegebene Keuschheitsgelübde einzuhalten und die "unkeuschen Gelüste" zu bekämpfen. Männer wie Frauen trugen zur Dämpfung des Geschlechtstriebes aus Keuschlamm gefertigte Amulette. Der Mönchspfeffer wurde daher in jedem Klostergarten angebaut. Mit den kleinen nach Pfeffer riechenden und schmeckenden Früchten hat man in der Klosterküche gewürzt. Bei der medizinischen Verwendung finden sich wiederholt Hinweise auf "Unterleibsleidenden", Menstruationsstörungen sowie auf Verschreibungen als Emmenagogum und Laktagogum. - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - Im Übrigen gibt es Möpf als Agnolyt (Tropfen) und Agnucaston (Tabletten) rezeptfrei in jeder Apotheke. Agnucaston kostet ca 45 DM je 100 Stück. Sylke
Hallo Anna, Mönchspfeffer ist ein naturheilkundliches Medikament. Er soll zyklusregulierend wirken, wenn man ihn längere Zeit einnimmt, d. h. zu lange Zyklen können verkürzt werden und zu kurze Zyklen werden etwas verlängert. Das liegt daran, dass er leichten Gelbkörperhormonmangel (oft vorhanden bei zu kurzer 2. Zyklushälfte) ausgleichen kann und zugleich leicht östrogenisierend wirkt, was bei zu langen Zyklen hilfreich ist, da dies die Eizellreifung verbessern kann - alles in allem k a n n es sein, dass bei Zyklusunregelmäßigkeiten der Mönchspfeffer regulierend wirkt. Manchmal tritt auch keine Wirkung ein, oder der Zyklus kommt noch mehr durcheinander - das muß Frau halt ausprobieren. Es gibt verschiedene Mönchspfefferpräparate die rezeptfrei in der Apotheke zu bekommen sind. Die Kosten liegen meines Wissens bei ca. 20,-- DM (+/- 5,-- DM - je nach Präparat und Packungsgröße). Ich kenne zwei Präparate: Agnucaston (Kapseln) und Agnolyt (Tropfen). Mit dem Mönchspfeffer kann man jederzeit anfangen, man muß ihn allerdings mind. 3 Monate nehmen bis er anfängt zu wirken. Auch wenn die Präparate rezeptfrei zu bekommen sind, würde ich auf jeden Fall vor der Einnahme den Arzt darauf ansprechen. Bei regelmäßigen Zyklen z. B. macht die Einnahme wenig Sinn - es könnte sogar sein, dass der Mönchspfeffer hier mehr durcheinanderbringt. Also wie gesagt, besser den Doc fragen, ob die Einnahme evtl. was bringen könnte. Liebe Grüße PetraK