Mitglied inaktiv
Hallo... Ich weiß nicht wie ich anfangen soll... Ich hab ein Problem mit meiner Nachbarin. Wie ich gehört hab, hat sie und ihr Mann über Jahre versucht ein Kind zu bekommen. Sie hatte aber leider 5 Fehlgeburten und dann haben sie wohl den Kinderwunsch begraben. Nun ist es aber so, das sie auf unsere Kinder ganz extrem reagieren. Sie ignoriert sie und beschwert sich über den Lärm, den die Kinder beim Spielen, Laufen oder sonst wie machen... Ich kann den Schmerz nicht nachempfinden, da ich ja nun mit 2 Mädchen gesegnet bin. Trotzdem würde ich die Situation für uns alle gerne entschärfen. Ich dachte, hier könnten sich sicher einige gut in meine Nachbarin hineinversetzen und mir vielleicht einen Tipp geben... Vielen Dank und euch allen Toi Toi Toi... mamamita
Hallo, und da fragst du uns, die wir auch alle keine Kinder kriegen können? Entschuldige, dass ich etwas pikiert bin, aber so kommt mir das vor. Das schmerzt allerdings etwas... sag, kannst du DAS denn nachvollziehen? Was willst du denn von uns lesen? Dass es verdammt nochmal sauweh tut, wenn man sich sehnlichst Nachwuchs wünscht, aber keinen kriegt, und dass man um sich herum fast nur Leute trifft, die (oftmals sogar ungewollt) schwanger sind oder kleine Kinder haben? Ist doch klar, dass so eine "Ungerechtigkeit" weh tut, oder? Versuche dich reinzuversetzen, indem du dir vorstellst, deine beiden Mädels, mit denen du gesegnet bist, existierten nicht. Dann stell dir vor, deine Nachbarin hätte recht lebhafte Kinder, die dir den Schlaf raubten... Was willst du noch wissen???
Erstmal an Freyerin: Ich glaube nicht dass es einen Grund gibt so pampig zu reagieren. Sie wollte nur einen Rat haben und keine Vorwürfe. @ mamamita: Mit Sicherheit ist es für deine Nachbarin schwer, dass du zwei lebhafte Kinder hast und ihr Wunsch nicht in Erfüllung geht. Durch deine Kinder wird sie täglich daran erinnert. Hast du denn sonst recht guten Kontakt zu deiner Nachbarin gehabt? Ich würde vorschlagen. Setzte dich mit deiner Nachbarin zusammen und rede in Ruhe mit ihr. Vielleicht erklärst du ihr auch deine Lage und sprichst sie darauf an. Versucht eine gemeinsame Lösung zu finden. Schlage doch deiner Nachbarin auch vor, dass sie die Kinder gerne mal besuchen kann oder Kids auch mal zu ihr kommen kann. Wenn sie dazu bereit ist, ist der erste Schritt schon mal gemacht. Ihr werdet mit Sicherheit eine gemeinsame Lösung finden. Wenn nicht, hast du dein bestmögliches getan und brauchst kein schlechtes Gewissen mehr zu haben. Hoffe ich konnte dir etwas helfen. LG Frechmaus81
@Frechmaus: doch, ich denke schon, dass ich so reagieren darf. Ist übrigens weniger Richtung "pampig" als mehr provokativ gedacht, denn ich hoffe mal, dass sie sich nochmal meldet. Zur Erklärung: Worüber ich mich aufgeregt habe war das hier: "Ich kann den Schmerz nicht nachempfinden, da ich ja nun mit 2 Mädchen gesegnet bin." Genau das meine ich: warum kann man den Schmerz nicht nachvollziehen, wenn man ihn nicht selbst erlebt hat? Das ist für mich eine Frage des sich Hereinversetzens - wenn man dazu bereit ist, und daher auch meine Antwort, dass sie sich mal vorstellen solle, wie sich das für sie wohl anfühlen könnte. "Ich dachte, hier könnten sich sicher einige gut in meine Nachbarin hineinversetzen und mir vielleicht einen Tipp geben..." Das finde ich fast sogar unverschämt. Hier sind wirklich längst nicht alle schon jahrelang verzweifelt kinderlos mit mehrern FG, und selbst die, die es schon jahrelang versuchen, fühlen und reagieren nicht so wie die Nachbarin. Das ist ein Einzelfall, und so wie es hier geschrieben ist, finde ich es ganz schön verallgemeinert - und davon abgesehen sehr abschätzig ausgedrückt! So sehe ich das. Und so reagiere ich darauf. Jetzt warte ich auf eine Antwort von Mamamita...
Wenn ich Dich richtig verstehe, hast Du Deine Infos über die Nachbarin nur vom "Hörensagen". Das ist schon kein guter Ansatz. Ich weiß nur, dass Ignoranz oder Abstand eine Form von Selbstschutz sein können. Und den braucht sie eventuell. Aus meiner Sicht würde ich Dir empfehlen, dringend das Gespräch zu suchen und nur (!!!) die aktuelle Situation zu besprechen. Und darüber hinaus würde ich mich auch damit beschäftigen, ob Deine Kinder vielleicht mitunter wirklich die Grenzen des Zusammenlebens und deren "Regeln" überschreiten. Denn es gibt immer zwei Seiten in einer solchen Situation. Und zuerst versuche ich immer, mich selbst und mein Handeln zu hinterfragen. Du suchst im Moment nur auf der anderen Seite.
Ich möchte mich erst mal entschuldigen. Vielleicht hätte ich hier doch nicht meine Frage stellen sollen. Wenn ich jemanden verletzt haben sollte, möchte ich mich aufrichtig dafür entschuldigen. Ich möchte es mir allerdings nicht anmaßen zu sagen, ich könnte den Schmerz meiner Nachbarin nachempfinden. Ich war nie in dieser Situation. Jedoch ist es für mich nur schwer nachzuempfinden, wie man sich Kinder wünschen kann und dann gegen andere ist. Ich könnte jetzt noch mehr ausholen, nur würde ich hier sicherlich noch mehr Unmut säen. Und das möchte ich nicht. Ich wünsche euch allen, egal wie lange oder kurz ihr schon wartet, das ihr euer Baby bekommt. Jetzt wünsch ich nur noch ein schönes Restwochenende...