Mitglied inaktiv
Was mir auffällt ist folgendes: Hier sind nur Frauen, keine Männer im Forum. Oder? Frauen beschäftigen sich viel mehr mit dem ganzen Thema, wollen mit anderen Erfahrungen austauschen. Männer bleiben mit dem ganzen Dilemma lieber allein. Dagei wäre es doch mal sehr interessant, sich auf diese anonyme Weise auch mit Männern auszutauschen. Bei uns liegt es an meinem Freund, dessen zu schlechte Spermienqualität- und -anzahl dafür zuständig ist, dass wir nicht schwanger werden. So habe ich mir immer erklärt, dass es ihm unangenehmer ist, z.B. mit Freunden darüber zu reden als mir. Ich funktioniere ja sozusagen, er nicht. Zu zweit können wir allerdings ganz gut darüber reden, aber er würde wohl nie mal mit mir zu einem Kiwu-Infoabend in unserer Kiwu-Praxis gehen und er schneidet das Thema von selbst auch nie an. Das bin immer ich. Als ich ihn irgendwann mal auf humorvolle Art gefragt habe (nachdem das Baby seiner Schwester ein paar Stunden von mir gehütet wurde), ob er denn wirklich ein Baby haben möchte und das wir es uns schliesslich genau überlegen können, war er sogar etwas genervt. Ich meinte die Frage eigentlich auch ernst, weil ich denke, wenn man ein Baby so genau planen muss und es nicht einfach so kommt, dann müssen es beide wirklich 200%ig wollen. Ich bin eigentlich fest davon überzeugt, dass er Kinder möchte, das hat er auch bereits gesagt und wir haben uns gemeinsam dazu entschlossen, in die Praxis zu gehen. Aber ein Leben mit Kind haben wir in dem Sinne nicht direkt geplant. Ich würde mir z.B. wünschen, dass das Kind auch für ihn (z.B. durch reduzierte Arbeitszeiten) einen grossen Teil seines Lebens einnimmt, das wir gemeinsam das Kind grossziehen und nicht in klassische Rollenbilder verfallen. Das haben wir auch alles diskutiert und trotzdem bleibt es seltsam vage. Außerdem weiss ich, das ihm der Beruf sehr wichtig ist. Der Punkt, auf den ich hinauswill ist: wenn ein Kind so geplant entsteht, muss man dann nicht auch das Danach realistisch planen? Aber wieweit kann man planen? Es gibt beim Kinderkriegen doch so viel Unvorhergesehenes. Was ich auf alle Fälle vermeiden will ist, dass wir uns hinterher darüber streiten, wer mit dem Kind wieviel Zeit verbringen wird. Nicht das wir uns falsch verstehen: ich wünsche mir ein Kind, es wird das Wichtigste auf der Welt für mich sein, wenn es tatsächlich entsteht, aber ich möchte z.B. auch weiter in meinem Beruf arbeiten und es dann nicht nur in fremde Hände wie Tagesmutter etc. abgeben, sondern es soll einen richtigen Papa haben. Irgendwie gibt es da einen Konflikt. Ich liebe meinen Freund, wir wollen ein Baby, aber es sieht so aus, als werde ich mich mehr um das Kind kümmern, als er, wenn es da ist. Soll man das akzeptieren, weil man so gerne ein Kind will? Das war jetzt ein Rundumschlag und ich bin gespannt, ob jemand verstanden hat, was ich mit meinen vielen, umständlichen Worten zu sagen versucht habe..
Hallo Tin, ich verstehe, was Du meinst, ich hatte auch immer die Gedanken, bloss nicht ins Rollenklischee zu verfallen (in jeder Hinsicht) und auch arbeiten zu wollen. Nun ist es nunmal so, dass ich mit dem Studium noch nciht ganz fertig bin, er aber promoviert ist und eine gutbezahlte Stellung hat. Also: doch Rollenklischee. Dazu muss ich aber sagen, dass ich mir das garnicht mehr anders vorstellen kann. Ich kann mich schwer von meinem Kind trennen - jedenfalls fällt mir das nur leicht, wenn ich ihn in gute Hände weiss (das ist leider nur bei den SChwiegereltern in Berlin oder meinen Eltern ebenfalls dort der Fall, da wir aufgrund seines Berufes umziehen mussten). Eine Tagesmutter kommt für mich einfach nicht in Frage - ich hab zuviel Angst, dass sie nicht auf die Bedürfnisse meines Sohnes (17M) eingehen würde, was aber nicht heisst, dass ich ihm jeden Wunsch von den Augen ablese! Kurzum: die Hormone machen mit Dir das, was Du Dir nicht geträumt hast! Ich bin z.Z. die typische Mutter und Hausfrau (allerdings hört sich das schlimm an, manchmal ist es auch stinklangweilig, aber es gibt keine Alternative für mich, da es hier nichtmal einen Kiga gibt für Kids unter 3 Jahre!). Also wird er mit 3 in den Kiga kommen, ich mache mein Studium zu Ende (wonach ich mich auch sehne) und dann... oder es kommt vorher noch das gewünschte 2./3. Kind! Wir üben nämlich auch schon wieder seit 8-9 MOnaten! Also: ich denke, das pendelt sich alles ein. Ein paar Jahre auf den Beruf verzichten, wirst Du dann auch können - gib Deinem Baby einfach eeinen guten STart. Ein Leben als Hausfrau allein, das kann ich mir auch nicht vorstellen. Es ist nur begrenzt und daher auch schön! Grüsse Martine
Hallo Tin... Du hast recht, ich finde auch, daß sich die Frauen meistens damit beschäftigen, und die Männer....tja, sicher (denke ich) machen sie darüber auch Gedanken, aber Gefühle zeigen sie nicht immer. Mein Mann z.B. ist der liebster Mann, mit dem kann man darüber auch reden.....dennoch ist es aber so, daß er sich nicht so intensiv damit beschäftigt. Er denkt, ich soll mir nicht zu viele Gedanke machen, es wird schon klappen. Damit hat sich für ihn erledigt. Manchmal (aber selten)versteht er nicht, warum das so anstrengend ist, immer zum Arzt zu fahren (KIWU-Praxis und das ca 60 Km entfernt) und dann Hormonspritzen täglich, dann Utrogest-Tabletten, die Nebenwirkung haben, und wenn die Mens doch kommt, geht das Ganze wieder von vorne los. Frauen müssen das oft vieles durchmachen, die Männer nicht immer so, deshalb -so denke ich- "verstehen" die Männer das nicht immer. Die Frauen sind oft geduldiger als die Männer, z.B. habe ich erlebt, wie sich 3 Männer unabhängig in dem Warteraum über "Warterei" aufregen. Im stillen dachte ich, wir Frauen müssen ja oft stundenlang warten -ich z.B. oft bis zu 2 Std. ! Ich weiß, die Ärzte dort in der KIWU-Praxis machen wenig Pausen, manchmal sogar keine, weil die Leute draußen warten ! Man muß dafür Verständis haben. Es ist ja nicht einfach für uns Frauen, oder ? Mein Mann hat dafür viel Verständnis, ihm war es nicht peinlich, zu der Urologin gehen und anschließend seine Spermien abgeben zu müssen. Er weiß, das ist die normalste Sache. Nicht immer liegt es an Frauen, oft auch an Männer. Bei uns ist es so, es liegt an mir, nicht an meinem Mann. Und wegen Mutterrolle: Mein Mann würde so gerne Erziehungsurlaub machen und sich ums Baby kümmern, er würde das machen. Aber ich bin zur Zeit arbeitslos und er verdient gut, also wird es so sein, daß er auf Arbeit geht und ich mit dem Kind zu Hause bleiben werde. Sonst würden wir unsere Rolle tauschen. Ich bin froh, daß er so denkt. Tja, viele Grüße Conny
Hallo Martine, tja, ob es die Hormone sind, oder die Gesellschaft, das ist mir nicht ganz so klar. Ich glaube eigentlich auch, das die Mutter, gerade, wenn sie ihr Baby stillt, eine viel engere Beziehung zum Baby hat, als der Vater. Was mir aber auch auffällt ist, dass insbesondere in Deutschland die Mutter-Rolle so hervorgehoben wird. In anderen Ländern ist es viel normaler, wenn ein Kind in einen Ganztagskindergarten geht. In Deutschland werden Frauen, die ihr Kind "abgeben" (typisch negatives Wort für Kinderbetreuung) gleich als Rabenmutter angesehen. Du schreibst "ein paar Jahre auf den Beruf verzichten, wirst Du dann auch können". Das ist nicht so einfach bei mir, weil 3 Jahre aus meinem Beruf rauszusein, ganz das Aus bedeuten würde. Da ist dann so viel passiert in der Zwischenzeit, das man schnell den Anschluss verliert. Deine Geschichte hört sich auch so an, als hättest Du Dich ganz klar für Familie entschieden, wenn Ihr jetzt schon das 2. Kind plant. Falls es kommt, musst Du die Idee mit dem Studium ja wirklich aufgeben, weil Du dann ja wieder 3 Jahre zu Hause bleiben musst, wenn alles so bleibt, wie beim ersten Kind. Du sehnst Dich danach, Dein Studium zu Ende zu machen, aber Du planst Dein Leben nicht danach. Das ist genau das, was ich bisher auch immer gemacht habe. Eher nicht geplant und alles auf mich zukommen lassen. Ich glaube aber, das das falsch ist, weil man dann auf einmal in Umständen lebt, die man gar nicht so wollte und aus denen man dann auch nicht mehr so schnell herauskommt. Seit dem Sommer versuche ich, mein Leben bewusster zu gestalten. Obwohl wir jetzt ganz gezielt ein Kind mit der Kiwu-Praxis planen, habe ich meinen Job aufgegeben, um mir einen neuen zu suchen, der meine neue Lebensplanung berücksichtigt. Ich versuche, eine Teilzeitstelle zu finden und einen Job, der mir wirklich richtig Spass macht. Manchmal denke ich, das ist verrückt, dieses "Ich will alles", aber wenn man es nicht versucht, dann kann man auch nicht wissen, ob es geht und ob es einem überhaupt Spass macht. Und ich will mich auch nicht dafür schämen, obwohl, wenn es klappen würde, dann hätte ich ja unverschämtes Glück (jedenfalls in meinen Augen) Jedenfalls hat dieses Bewusste-Kind-planen auf einmal dazu geführt, dass ich auch andere Dinge stärker plane. Und manchmal habe ich den Verdacht, dass es auch damit zu tun haben könnte, das ich gewappnet sein will, für den Fall, wo es mit dem Kinderkriegen nicht klappt. Ich will nicht in ein schwarzes Loch fallen.
Hallo Teufel, vielleicht haben Sie ja recht die beiden. Mein Freund sagt auch immer, Dinge, die ich nicht beeinflussen kann, über die muss ich auch nicht stundenlang reden. Ich denke über manche Dinge stundenlang nach, frage einen Freund, der auch Arzt ist, zu allem möglichen aus. Männer können Dinge besser ausblenden. Sie verschliessen sie und holen sie bei Bedarf wieder hervor. Das gelingt mir einfach nicht. Dass Dein Mann Erziehungsurlaub machen würde, finde ich echt toll. Das würde meiner wohl nicht tun. Trotzdem liebe ich ihn und möchte ein Kind mit ihm. Falls wir dann wirklich eins bekommen, werde ich hier schwarz auf weiss berichten, wie es bei uns klappt. Übrigens: als ich neulich zu meinem Freund sagte, dass unser behandelnder Arzt Termine von 7 Uhr morgens bis 7 Uhr abends hat (ich hatte seinen Terminkalender zufällig gesehen), antwortete er nur: tja, die können halt nie genug bekommen, die Ärzte. So hatte ich das noch gar nicht gesehen, aber wahrscheinlich hat er sogar Recht damit. Also sollte man nicht jedesmal, wenn man so lange warten muss, Verständnis haben. P.S. Wie bist Du eigentlich auf den Namen Teufel gekommen? Im ersten Moment hab ich richtig ein bischen Angst gehabt und gedacht: jetzt schreibt mir ein Mann einen fiesen Beitrag.
Hallo Tin! Erst mal: Dass hier keine Männer sind, ist glaube ich, ein sich selbst verstärkender Prozess. Jeder Man, der hier reinschaut und sieht dass er "ganz alleine" ist wird vermutlich schnell wieder kehrt machen. Ich glaube weiterhin, viele Männer reden grundsätzlich nicht gerne darüber, wenn irgend etwas nicht funktioniert, nicht nur (aber dann natürlich ganz besonders), wenn es der eigene Körper ist. Was die Rollenklischees angeht, so kann ich dich sehr gut verstehen. Ich habe lange Diskussionen mit meinem Freund (jetzt Mann) darüber geführt, wie ernst und wichtig es mir ist, dass wir unser Kind wirklich gemeinsam großziehen. Dabei geht es mir nicht nur (aber auch) darum, dass unser Kind eine intensive Beziehung zu seinem Vater hat. Meine Schreckensvision: Ich den ganzen Tag zu Hause mit dem Kind und er im Büro und abends haben wir uns dann nichts mehr zu sagen, weil wir den Tag in völlig unterschiedlichen Welten verbracht haben. Deswegen wollte ich so bald wie möglich wieder arbeiten, am besten in Teilzeit. Und ich wollte, dass mein Mann seine Arbeitsstunden ebenfalls reduziert damit auch er jeden Entwicklungsschritt des Kindes direkt miterlebt und hinterher nicht nur aus meinen allabendlichen "Berichten" kennt. Tja, ich bin insofern mit meinen Diskussionen gescheitert, als dass er sich standhaft geweigert hat, überhaupt etwas zu planen. Nämlich genau mit dem Argument, dass man sowieso nie weiß, was die Zukunft für einen bereit hält. Ich war ziemlich oft ziemlich wütend auf ihn und fühlte mich erpresst. Meinem Mann ist seine Arbeit auch seeehr wichtig und ich dachte, der wird niemals seine beruflichen Ziele hintenanstellen. Wenn das Kind erst mal da ist, wirst doch du es sein, der sich kümmert. Ich dachte phasenweise sogar an Trennung, weil ich dachte, dass sich unsere Zukunftsmodelle einfach nicht miteinander vereinen lassen. Was soll ich sagen, letzten Endes hat er doch recht gehabt. Man kann die Zukunft nicht planen. Nicht nur beim Kinderkriegen geschieht Unvorhergesehenes. Mittlerweile sind wir ins Ausland gezogen (für 2 Jahre) und ich arbeite zur Zeit sowieso nicht. Ich hätte also bestens Zeit für ein Baby (wenns denn endlich mal klappen würde). Jetzt magst du denken: o.k., aber das wird bei mir ja nicht passieren - genau das hätte ich vor einem Jahr auch noch gedacht. Und es soll ja nur ein Beispiel sein, dass man wirklich nie weiß, was noch kommt. Ich lasse die Dinge jetzt etwas mehr auf mich zukommen und ich fühle mich wesentlich entspannter dabei. Unserer Beziehung hat das auch ziemlich gut getan. Ich liebe meinen Mann und ich weiß jetzt (zu etwas waren die vielen Diskussionen dann doch gut), dass er mich auch liebt und dass er sich wirklich ein Kind wünscht, vielleicht mehr noch als ich. Und er will mich ganz bestimmt nicht erpressen (s. oben). Und deswegen werden wir auch einen Weg finden, wenn es soweit ist. Und falls der dann wirklich so aussehen wird, dass ich den größten Teil der Kinderrziehung übernehme, dann weil das zu diesem Zeitpunkt eben die beste aller möglichen Lösungen für uns drei sein wird (uff, was für ein Satz). Das ist dann o.k..- Ich denke der Punkt ist, dass man anfängt als "wir" zu denken und dann eine gute Balance findet zwischen dem, was am besten für die Familie (dem "wir") ist und dem was am besten für das Individuum ist. Dann verschwindet das Gefühl, dass man "etwas akzeptieren" oder gar aufgeben muss. Man bastelt statt dessen zusammen an einer gemeinsamen Zukunft. Ich hoffe du verstehst in etwa, was ich sagen will. Ich kam mir beim posten noch nie so umständlich vor wie dieses Mal! Ist aber auch ein kompliziertes Thema, dafür sehr spannend! Liebe Grüße, Dojo
Hallo Dojo, schön, dass Du das Thema auch spannend findest. Erst habe ich gedacht, von solchen, etwas weiter hergeholten Themen will hier keiner etwas wissen. Ich finde es super spannend, was andere Frauen während dieser geplanten Kinderzeit so denken. Bei mir gab es - wie bei Dir - auch auf einmal diese Phase des "Wir-Denkens". Das hast Du ganz toll ausgedrückt. Ich glaube, ich habe, auch wenn ich in einer langjährigen Beziehung lebe, oft nur an mich gedacht: ich will unabhängig sein (beruflich, geldlich). Mit dem Kiwu kam dann die Überlegung, wie das gehen soll. Dann kam die Einsicht, dass mein Freund nicht in der Kindererziehung aufgehen würde, obwohl er gerne Kinder haben will und sich auch auf ein Leben mit Kindern einrichten wird. Dass ich aber auf alle Fälle mehr als meinen Beruf brauche, nämlich z.B. eine intensivere Beziehung zu Kindern. Teilzeit zu arbeiten und trotzdem unsere sehr teuere Wohnung zu behalten (er zahlt halt einfach mehr als ich) wurde dann auf einmal vorstellbar. Guck aber auch mal, was ich Martine als Reply (Re: Männer und der Kiwu) zu diesem Thema geschrieben habe. Bist Du denn jetzt im Ausland auch in einer Kiwu-Praxis? Hoffe, alles läuft gut bei Euch.
Hi Tin, ja, ich dachte das ja auch alles nicht (ich gelte eigentlich als Feministin!). Egal, es kommt wie es kommt. Ich habe mehrere Frauen getroffen, die ein oder mehrere Kinder haben, und jede sagte mir, dass es nicht geplant war und wenn man es planen würde, dann wäre eigentlich nie der Zeitpunkt da! Nun habt Ihr (ich irgendwie auch) andere Probleme - eben mit dem SChwangerwerden ansich - aber so ist es! Ich hätte jetzt auch noch kein Kind, wäre wahrscheinlich dabei, zu promovieren und würde immernoch in Berlin (schluchz, meine Heimat) wohnen und nebenbei arbeiten gehen! Was ich schade finde ist, dass ich wohl nie in der Forschung werde arbeiten können (zu lange studiert inkl. Urlaubssemester bzw. der Erziehungsurlaub), und deswegen wäre ein Aus nicht unbedingt tragisch. An und für sich ist natürlich auch in meinem zukünftigen Beruf eine Auszeit von kurzer Zeit (weniger als 3 Jahren) das Ende einer Karriere, da zuviel Neuerforschtes hinzukommt! Ich kann es Dir nicht so schnell erklären, was ich damit meine, aber mit Sicherheit ist an unserem Zustand nicht die GEsellschaft daran Schuld, sondern einfach der Fakt, dass mein Mann arbeiten geht, während ich nur gejobbt habe und studiere! Also kann ich leider nicht viel Geld dazu beitragen, um eine Familie zu ernähren! Ich verstehe Dich vollkommen, aber die Hormone machen doch einiges aus! Ich fahre z.Z. kein Motorrad mehr, weil ich a) nicht dazu komme und b) hätte ich ständig Angst, dass mir was passiert und: was wird aus dem Kleinen, der an mir hängt? Sicher würde er irgendwann das Trauma verarbeitet haben, aber es geht mir viel mehr um den Moment! Deswegen will ich meinen Sohn auch nicht in den Ganztagskiga stecken - abgesehen davon gibt es hier in Hanau noch nciht mal die Möglichkeit, ihn unter drei Jahren überhaupt halbtags unterzubringen!!! Und: mein Studium mache ich auf jeden Fall zu Ende, da mich das auch sehr belastet und wenn es so sein sollte, dass mein Sohn schon mit 2 Jahren gut ohne mich für den halben Tag klarkäme, dann würde ich mir auch eine Tagesmutter suchen. Ich hab mich viel mit dem Thema beschäftigt, die Kinder zu früh "abzugeben" zu früh abzustillen.... ICH werde das nicht tun, weil ich denke, dass sie davon profitieren (Buch von LLL: wir stillen noch). Sicher werden die anderen Kinder keine Serientäter, aber den besseren Start haben sie nicht. Das führt jetzt auch zu weit. Ich will Dir bloss sagen, dass Dojo REcht hat. Es kommt alles anders als man denkt! Und zum Thema Mann: ja, da kann ich Dir auch noch schnell eine Anekdote erzählen: am Freitag hab ich erfahren, dass meine Freundin schwanger ist. Sie hat auch schon ein Kind von knapp 2 Jahren. Natürlich gönne ich ihr das, aber es hat mich auch tierisch runtergezogen. Wir üben schon eine Weile und bei ihr: plopp und sie ist schwanger. In meinem Umfeld sind einige Frauen schwanger und das ganze Drumherum, das wir hier auch noch haben (Ärger mit Vermieter wegen SChimmel in Wohnung), hat mir am Sonntag einfach den Rest gegeben. ICh fing an beim Spiel wie ein Spielverderber die Karten hinzuschmeissen und musste heulen. Er konnte sich überhaupt nicht vorstellen,dass mich das so belastet und meinte natürlich nur, dass er dazu nichts mehr sagen könne und ich wäre doch schon einmal schwanger gewesen und werde es irgendwann schon wieder... Dieses blöde Gelaber, das ich in dem Moment garnicht hören will, sondern einfach mal nur seine ARme bräuchte, um mich dort auszuheulen und Zuspruch zu bekommen, statt dieser dämlichen Fakten... Naja, nach dem STreit war das Geheule ja auch befreiend, aber 2 andere Freundinnen bestätigten mir das unsensible Verhalten von ihren Männer auch.... aber nicht, weil die Männer es so wollen, sondern weil sie einfach nicht wissen, was wir fühlen und in dem Moment brauchen! So, nun muss ich mich mal um meinen Sohn kümmern, der hier gerade die CDs auspackt *grummel* Viel Glück dann noch bei Euren Versuchen Martine