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Kiwu Klinik - ein schwerer Schritt oder Erleichterung?

Kiwu Klinik - ein schwerer Schritt oder Erleichterung?

Fanita

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Hallo zusammen, ich bin gerade an dem Punkt, an dem ich mich frage, wie es weitergehen soll. Ich bin 35 und habe leider noch keine Kinder. Versuchen es seit 1,5 Jahren intensiv. Hormone wurden bei mir schon gecheckt…alles ok. Ein ganz ungünstig sitzendes Myom in der Gebärmutter, welches mein ehemaliger FA 10 ÜZ übersehen hatte, wurde bereits operativ mittels Gebärmutterspiegelung entfernt. Ein Spermiogramm hat mein Mann auch schon hinter sich…war leider nicht so toll. Wir haben dann beschlossen, dass wir es trotzdem noch einige Monate versuchen, denn ohne das Myom stehen die Chancen ja besser (OP ist jetzt 5 Monate her) und ein Spermiogramm ist auch nur eine Momentaufnahme. Mein Mann hat mittlerweile einen neuen, stressfreieren Job und nimmt mittlerweile seit 5 Monaten Orthomol Fertil Plus. Aber noch immer hat sich nichts getan. Gerade heute sitze ich in einem seeeehr tiefen Loch und deswegen haben mein Mann und ich überlegt, ob wir nicht doch lieber mal einen Termin für ein Erstgespräch in einer Kiwu Praxis machen sollten. Ich sträube mich davor noch etwas, da das Ganze ja mit vielen Untersuchungen, Fahrerei und Kosten verbunden ist und man ja doch noch diesen „romantischen“ Wunsch hat, dass es so funktioniert…so wie bei gefühlt allen anderen auch. Wir versuchen es ohne Myom ja auch erst 4 ÜZ. Wer von euch ist diesen Schritt schon gegangen? Hattet ihr auch diese innere Blockade? Vielleicht kommt hier außerdem jemand aus dem Westen Nordrhein-Westfalens und hat schon gute Erfahrungen mit bestimmten Praxen oder Kliniken sammeln können? Wäre dankbar für jeden Tipp und eure Erfahrungen. Ganz lieben Dank!


Kiwunsch

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Antwort auf Beitrag von Fanita

Hey Fanita, ja ich verstehe dich, heute sitze ich ebenfalls in einem Loch. 1.5 Jahre Kinderwunsch, 1 Jahr hat es gedauert bis wir endlich die Diagnose hatten was los ist, es liegt nämlich an meinem Mann. Dann der Gang zur Kiwu, tatsächlich befreiend und man bekommt endlich geholfen und denkt es geht voran. Nun, 2 IUIs hinter uns , nächster Schritt künstliche Befruchtung... man sucht sich die Dinge im Leben nicht aus... würde nicht noch weiter Zeut verlieren an eurer Stelle!!! Alles Gute!


Bonnie

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Antwort auf Beitrag von Fanita

Hier auch: jahrelang Zeit verloren, dann Kiwu-Behandlung mit Erfolg. Ich finde das ergebnislose Warten deutlich belastender als die Besuche in der Kiwu-Praxis. Denn dann geht es wenigstens voran. Ein Myom verhindert eine Schwangerschaft übrigens nicht, kann sie aber natürlich etwas erschweren. Ich kenne mehrere Frauen mit großen (bis zu Grapefruit-Größe) Myomen, die schwanger geworden sind. Du solltest daher alle bisherigen Übungszyklen mitzählen, nicht nur die nach OP. Von daher würde ich jetzt nicht noch mehr Zeit verlieren. LG und *daumendrück*


Fanita

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Antwort auf Beitrag von Bonnie

Ganz lieben Dank für eure Antworten. Das bestärkt mich in unserer Entscheidung. Werden uns dann wohl direkt mal an eine Praxis wenden. Wie ihr schon sagt: dann geht es voran und man fühlt sich nicht mehr so hilflos. Mein Myom war leider schon ein Hindernis, da es ein submuköses war, d.h. es ragte in die Gebärmutterhöhle hinein und lag direkt unter der GB Schleimhaut. Die Lage ist ja leider sehr entscheidend dabei. Die submukösen kommen eher selten vor. Andere Myome werden ja oft auch gar nicht entfernt, da sie nicht groß stören. Die ÜZ mit Myom kann ich auch eh gar nicht ausblenden und zähle sie immer mit. Ich mach mir nur immer selbst Mut damit, wenn ich sage, dass das vielleicht DAS Hindernis war und es jetzt bestimmt in den nächsten 2-3 Monaten klappt.


Desiderius

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Antwort auf Beitrag von Fanita

Hallo :) Hier, ich war auch (bereits 2x) in der KiWu- Klinik Beim ersten Mal haben wir ebenfalls 1,5 Jahre probiert- erfolglos. Mein Gyn hat mich dann im Mai 2019 mit der Diagnose PCO in die KiWu- Klinik überwiesen. Keine 2 Monate später war ich nach Stimulation schwanger. Nach der Schwangerschaft haben wir es jetzt seit Januar 2021 wieder „alleine“ versucht. Ohne Erfolg. Im Juli den ersten Termin in der KiWu- Klinik. Ich wurde wieder stimuliert- 2 Zyklen später: schwanger. Beides Mal hatte ich „nur“ VZO. Also wie du siehst: es geht manchmal „schneller“ und je nach Diagnose wird auch eine andere Behandlung durchgeführt. Allerdings muss ich auch dazu sagen, dass ich bei uns das Problem bin (PCO und APS), während mein Mann ein super Spermiogramm hat. Um auf deine Frage zu kommen, ob der Schritt leicht fiel oder ich eine Blockade hatte: Mir fiel es anfangs sehr schwer! Trotz der Diagnose PCO hab ich noch 3 Monate gewartet. Einfach weil ich es nicht wahr haben wollte und auch diesem „romantischen Traum“ hinterher gerannt bin. Aber wie auch schon gesagt wurde: das monatliche negative Testen und warten ist zermürbender. Und irgendjemand hat mir mal gesagt: In dem Moment, in dem Du in eine KiWu- Klinik gehst, gibst du die „Arbeit“ schwanger zu werden ab. Natürlich musst du mitwirken (Termine für die Ultraschalluntersuchungen wahrnehmen, Medis pünktlich nehmen)- aber es ist nicht mehr deine „alleinige“ Aufgabe. Es ist die Aufgabe der KiWu- Klinik. Und die haben darin teils jahrelange Erfahrung! Dadurch, das man es auch abgibt, entspannt man sich, wird gelassener. Und wenn man nicht mehr diesen Druck verspürt, geht es manchmal auch leichter! Du kannst mich auch gerne anschreiben, wenn Du noch fragen hast. Ich komme ebenfalls aus NRW. Ich drück Dir die Daumen und hoffe, dass Du bald positiv testen kannst!


Fanita

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Antwort auf Beitrag von Desiderius

Liebe Desiderius, vielen, vielen Dank für deine ausführliche Rückmeldung. Das hat mir auch echt geholfen. Vor allem, dass mit dem Aufgeben der „Arbeit“ spricht mir gerade direkt aus der Seele. Ich fühle mich im Moment so erschöpft von den ständigen Gedanken und Enttäuschungen. Das Thema dominiert derzeit mein gesamtes Leben. Wie toll, dass es bei euch so schnell geklappt hat. Herzlichen Glückwunsch!!