Mitglied inaktiv
Hallo ich heisse Regula und bin aus St. Gallen in der Schweiz. Es ist sehr interessant wie viele in diesem Forum schreiben. Ich habe erst heute von dieser Seite erfahren. Ich bin in zweiter Ehe verheiratet seit 1 1/2 Jahren und habe zwei Mädchen (15 und 17 Jahre alt). Mein Mann und ich wünschen uns noch ein gemeinsames Kind, was auch letztes Jahr geklappt hat. Ich wurde schwanger. Es hat alles super geklappt bis ich in der 32. Woche war und erfahren habe, dass bei unserer Tochter die linke Herzhälfte fehlt. Das schreckliche Resultat war, dass sie keine Ueberlebenschancen hatte. Ich musste sie noch 4 Wochen austragen. In diesem Monat war sie besonders aktiv. In der 37. Woche haben sie bei mir die Geburt eingeleitet, was 3 Tage dauerte und dann habe ich sie geboren in einer Stunde. Sie war so schön. Es war so schwer für uns, als sie nach 36 Stunden gestorben ist. Seit 4 Monaten probiere ich nun wieder schwanger zu werden, aber es klappt einfach nicht. Ich weiss schon, dass es wahrscheinlich an meiner Psyche liegt, aber das hilft mir auch nicht weiter. Und mit der Geduld ist das halt so eine Sache. Wünsche euch allen einen schönen Tag und auch viel Glück beim Schwanger werden. Gruss Regula
Liebe Regula! Es war sicherlich eine schwere Zeit und ein großer Verlust für Euch. Ich weiß auch gar nicht, was ich sagen soll. Ich habe aber einen Tipp für Dich. Versuch es doch mal mit Fußreflexzonenmassage. Das kann eine eventuelle innere Blockade lösen. Ich wünsche Dir viel Glück und eine baldige Schwangerschaft. Liebe Grüße Lotzi
Ich habe letztes Jahr ein Kind in der 17. SSW verloren, und das war schon die Härte; aber 37. SSW ist die Oberhärte, vorallem, weil Ihr das Kind auch noch lebendig erleben konntet. Ich kann mir vorstellen, dass das eine grausame Zeit für Euch war, die Ihr nie vergessen werdet. Wie lange ist die Entbindung jetzt her? Vielleicht ist Dein Körper einfach noch nicht bereit eine neue SS zu empfangen. Mir wurde damals eine Wartezeit von mind. 6 Monaten empfohlen. Ich wurde dann auch pünktlichst wieder schwanger, verlor das Kind aber in der 7.SSW. War vielleicht doch noch zu früh?! Ich würde es nicht allzu sehr auf die Psyche schieben. Natürlich spielt die in unserem Zyklus eine Rolle, aber es gibt ja nicht nur Mütter, die ungewollt schwanger geworden sind. Ich denke der größte Teil der Mütter hatte auch einen Kinderwunsch. Wenn es in zwei Monaten immernoch nicht geklappt hat, wende Dich doch mal an eine KiWu-Praxis. Die scheinen dort richtig fit zu sein, jedenfalls höre ich das bei den anderen hier im Forum so raus. Alles Gute und viel Glück! Jenny
Mein Gott, jetzt muß ich erst mal schlucken. Werde heute nacht sicher an Dich denken. Sei mir nicht böse, wenn ich so schreibe,aber das ist hart.hermana
Liebe Regula das ist das erste Mal, dass ich antworte. Ich habe von meiner Freundin von diesem Beitrag erfahren und schreibe Dir nun (obwohl ich alles andere als ein grosser Schreiber bin). Ich selbst wohne in Zürich. Zunächst einmal möchte ich Dir sagen, wie leid mir tut, was Dir widerfahren ist. Der Schock, das Nichtbegreifen und der Wunsch, das Glück und die Vorfreude auf ein Baby nochmals erfahren zu dürfen, sind mir sehr vertraut. Wir haben unsere kleine Tochter Sasha Anfang Februar in der 27. SSW verloren. Unsere Kleine hatte einen sehr starken Befund von Hydrocephalus (Wasserkopf). Die Diagnose kam aus heiterem Himmel durch US (Fruchtwassertest normal). Da wir in der Schwangerschaft noch nicht die 27. Woche passiert hatten, standen wir vor dem Entscheid, die Schwangerschaft abzubrechen oder aber das Kindchen auszutragen mit der Aussicht auf Tod oder schwersten Behinderungen. Da diese Krankheit nur aufgrund von Operationen und lebenslangen künstlichen Hilfsmitteln überlebt werden kann, haben wir uns für den Schwangerschaftsabbruch entschieden. Es war der schrecklichste Entscheid useres Lebens. Wir haben 3 Jahre lang auf dieses Baby gewartet. Es war unsere erste Schwangerschaft und wir waren unendlich glücklich. Ob ich je wieder schwanger werde, weiss ich nicht. Und das Psychische, von dem Du schreibst, kommt bei mir natürlich auch dazu. Seit Februar helfe ich mir mit verschiedenen Dingen. Ich denke, Du wirst ähnliches tun, dennoch sage ich Dir, was ich so mache: - Ich werde nächste Woche eine Selbsthilfegruppe aufsuchen - In St. Gallen gibt es auch eine Selbsthilfegruppe Thema "glücklose Schwangerschaft" - Annette Staub 071 841 84 07 - Wir haben das Buch "Gute Hoffnung, jähes Ende" von Hannah Lothrop gelesen - Es gibt die Internetseite "www.engelskinder.de" oder ".ch" Einen Tip für die neue Schwangerschaft kann ich Dir auch nicht geben, da ich in Sachen Fruchtbarkeit kein Vorbild bin. Ich hoffe, mein Beitrag hat Dir dennoch ein wenig geholfen. Zumindest kann ich Deine Gefühle über Deine verlorene Tochter sehr gut nachempfinden. Alles Gute und Du bist nicht ganz allein Nadia