Mitglied inaktiv
Sorry, meine Frage "Absetzen der Pille, schwanger erst nach 6 Monaten" beinhaltet auch dieses Thema, aber vielleicht hat es nicht direkt viele angesprochen: Also mein Mann ist Amerikaner, will Kinder, hat aber Angst dass er für immer in Deutschland bleiben muss wegen des Babies. Er möchte (und das habe ich ihm sozusagen versprochen) nämlich in ein paar Jahren wieder in die Staaten ziehen. Ich war erst dagegen, aber bis dahin haben wir genug gespart um uns dort etwas aufzubauen. Allerdings, dass habe ich ihm auch gesagt, weiss ich nicht, wie die Situation dann wirklich aussieht in 5-6 Jahren. Wir werden sehen. Für uns steht fest, dass wir bald ein Baby haben wollen. Der Zeitpunkt spielt also keine Rolle. Es ist eben das Land in dem das Kind geboren und die erste Zeit aufwachsen wird. Wie kann ich ihn besser auf die Situation vorbereiten, ohne dass er direkt traurig ist, weil er dauernd daran denkt, dass er das Baby dann nicht mit anderen (seinen Freunden, seiner Familie) ausser "nur" mit mir und meiner Familie teilen darf. Seine Mutter möchte z. B. auch, dass wir zurückkommen, aber sie hat dort schon 3 Enkelkinder. Da ich die Älteste bin, hat meine Mutter noch keine anderen Enkel. Unser Baby wäre das erste und es würde ihr das Herz brechen, wenn sie die Schwangerschaft und die erste Zeit nach der Geburt nicht miterleben könnte. Ich werde wohl viel Unterstützung und Verständnis brauchen während der Schwangerschaft und habe Angst von der Betrübheit meines Mannes mit hinuntergezogen zu werden (auch wenn sich das jetzt egoistisch anhört). Wie kann ich ihn aufmuntern und überhaupt, steckt irgendjemand von Euch in einer ähnlichen Situation? Ich freue mich so sehr darauf endlich schwanger werden zu können, aber es macht mich echt fertig, dass er so darunter leidet. Eure Steph
Hallo Steph, ich bin seit 1992 mit einem Amerikaner verheiratet und drei Monate nach der Hochzeit in die USA mit ihm. Wir haben seit Januar 2000 einen Sohn. Mein Mann war als Soldat in Deutschland stationiert und wir mussten in die USA zurueck. Es war am Anfang sehr schwierig fuer mich, vor allem weil wir weit weg von seiner als auch meiner Familie waren. Jetzt im Nachhinein stelle ich aber fest, dass es ganz gut so war, weit vom Schuss zu leben, da kann uns wenigsten niemand dazwischen funken. Zu Deiner Frage...das ist nicht so leicht. Spricht Dein Mann deutsch, fuehlt er sich in Deutschland irgendwie ausgeschlossen? Ich kann nur sagen, dass man sich hier in den USA durch viel Arbeit schon mehr aufbauen kann als in Deutschland (Haus, etc.) aber das sozial Netz hier ist nicht toll. Mein Mann ist z. Zt. arbeitslos, d.h. momentan hat er wieder einen Nebenjob, aber es ist verdammt hart. Hier gibt es keine Almosen wie in Deutschland. Du musst auch bedenken dass es hier keinen Mutterschutzurlaub oder bezahlten Erziehungsurlaub gibt, ich musste 6 Wochen nach der Geburt (Kaiserschnitt!) wieder 40-50 Stunden pro Woche in die ARbeit. Ausserdem hat doch Deine Schwiegermutter schon drei Enkel bei sich, jetzt sind Deine Eltern mal dran. Und: in Amerika gibt es im Durchschnitt nur zwei Wochen bezahlten Urlaub, in Deutschland sechs Wochen, d.h. ihr koenntet von Deutschland aus einfacher in den USA Urlaub machen als umgekehrt. Ich wuerde in Deutschland bleiben, ihr wisst gar nicht, wie gut ihr es habt! Einmal im Jahr Urlaub hier langt bestimmt. Ich hoffe, ich konnte Dir ein paar Anregungen geben. Melde Dich mal und lass uns wissen, wie ihr euch entschieden habt. Gruss aus dem wunderschoenen Seattle, Linda
Hallo Linda, mich würde ja generell so interessieren, wie Du Dich so eingelebt hast. Ich habe für 13 Monate in Minnesota gelebt, wo ich meinen jetzigen Mann kennenlernte. Ich würde ja nach Amiland ziehen trotz einiger Dinge, die mir in diesem Land nicht gefallen, aber das ist wohl in jedem Land so. Erstens bin manchmal so enttäuscht, dass mein Mann so "amerikanisch" ist und sein Land für das beste auf Erden hält (er will die Dinge z.B. nicht sehen, die Du schon in Deiner Antwort-mail beschrieben hast gar nicht sehen oder zählt tausend Sachen auf, die die Nachteile angeblich wieder ausgleichen). So lange er diese Einstellung hat, bin ich einfach nicht bereit dorthin zu ziehen (wenn Du verstehst, was ich meine). Und zweitens kann ich das meinen Eltern (und mir selbst) nicht antun. Wir haben so ein tolles Verhältnis zueinander, viele Leute würden mich für verrückt erklären, wenn ich das hergeben würde. Um das herauszufinden, musste ich immerhin erstmal für ein ganzes Jahr in die USA. Naja, so bin ich also in einem ständigen Kampf mit mir selbst und finde keine Lösung. Letztendlich kann mir ja leider keiner die Entscheidung abnehmen, aber es würde mir schon helfen einige (gute wie auch schlechte) Erfahrungen von Dir zu hören. Da fällt mir ein: habt Ihr eigentlich eine Nanny oder wer passt auf Euren Sohn auf, wenn Ihr arbeiten geht? Hast Du in Washington auch deutsche Freund/innen? Erzähl mir einfach alles was Dir so einfällt, ich würde mich echt drüber freuen!!! Alles Liebe, Deine Steph P.S. Ich war dieses Jahr im Mai in Seattle und finde, dass es noch eine der schöneren Großstädte Amerikas. Am besten gefallen hat mir allerdings die olympische Halbinsel und der Regenwald. Du bist echt zu beneiden.