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IVF-nicht aufgeben

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Ich möchte hier allen ungewollt kinderlosen Mut machen,nicht aufzugeben. Wir haben 10 Jahre auf ein Baby gewartet.Nach etlichen Hormonbehandlungen und Arztbesuchen ( die teilweise mies behandelt haben) bin ich nach der 4.IVF schwanger geworden. Meine Tochter ist jetzt 1 Jahr jung.Ich weiß wie hart der Weg war und oft wollte ich aufgeben.Aber all das war es wert.Im Familien und Bekanntenkreis gab es kein Verständnis und nur blöde Sprüche(z.b.ihr macht was falsch, jeder wird schwanger) Das hat mich seelisch ziemlich runter gezogen. Falls hier jemand Interesse an ein Erfahrungsaustausch,Tip usw.hat, helfe ich gern weiter. Manuela


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Hallo Celina danke für deine netten Worte. Bevor bei mir es losging mit der IVF, weiß man ja selbst, das es beim ersten mal nicht gleich klappen kann. Aber trotzdem, wenn man die Nachricht vom Arzt dann erhält, ist man doch schon irgendwie ein bisschen geschockt. Über meinen Arzt kann ich zum Glück nur gutes berichten. Die ganzen Ärzte und Schwestern sind alle nett. Über meinen Familien- u. Bekanntenkreis gibt es zum Glück keine dummen Sprüchen, da einige auch selber wissen, wie es einem Zumute ist mit dem Thema Kinderwunsch. Auch viele die es nicht wissen, haben uns schon beneidet, das wir noch so viel Mut haben dieses durchzustehen. Aber solange noch nicht alles ausgeschöpft ist, geben mein Mann und ich nicht auf. Was ich aber dich noch gerne fragen wollte ist, wie hast du dich in der Zeit Verhalten, an dem Tag des Embryonentransfer bis zum Tag an dem du es Erfahren hast, ob du Schwanger bist oder nicht. Das würde mich mal nämlich interessieren. Manchmal mache ich mir schon Vorwürfe, das ich nicht eventuell doch mal des einen den schweren Wäschekorb oder Einkaufstaschen getragen habe. Vielleicht gibt es ja doch einen bestimmten hilfreichen Tipp, wie man es beim nächsten mal besser machen kann. Für heute will ich aber erst einmal zum Schluß kommen. Würde mich auf deine Antwort freuen. manuela


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Hallo Manuela,erst einmal ich heiße auch Manuela. Meine Kleine heißt Celina.Nun zu Deiner Frage.Die 10 Tage nach dem Transfer waren von allem die schlimmsten.Beim ersten Mal sagte mir Arzt ich soll mich normal verhalten(was auch immer das heißen mag).Ich wagte kaum irgendetwas zu tun,ständig stieg die Angst in mir hoch,dadurch könnte was schief gehen.Beim Autofahren wurde jeder Huckel zur Katasprohe.Nach der negativ Meldung gab ich meiner Einstellung die Schuld.Der Gedanke es könnten auch Drillinge werden war damals für mich noch ein Panikgedanke.Ich dachte immer eins wird sich einnisten.Und somit entschied ich mich gegen die anderen beiden.Die IVF ist beansprucht eben auch seelisch ganz schön. Im nachhinein, in einer neuen Klinik wurde mir gleich bei der Untersuchung gesagt, das konnte auch nicht klappen, da in meiner Gebärmutter ein Polyp war.Nach dem 2.ET versuchte ich auch möglichst wenig zu tun,was körperlich anstrengte. Aber nicht mehr so übertrieben wie beim 1.Mal.Der 3.Versuch brach alle Rekorde.Ich verrichtete Gartenarbeiten ohne Ende. Beim 4.Versuch lief es ganz anders.Da es der letzte Versuch für uns für uns sein sollte habe ich mich ein 3/4 Jahr vorher darauf vorbereitet.Zwar ist es eine Ansichtssache aber ich meine das das alles zusammen gehört. Ich habe meine ganze Lebeseinstellung geändert,darüber aber wenn Du möchtest ein anderes Mal. Jedenfalls sagte mir der Arzt er wolle den Transfer diesmal ein Tag später machen. Durch diesen einen Tag konnte er sehen, das die Zellteilung nicht ganz so war wie sie sein sollte (zeitablauf)So das wohl immer nach dem Transfer die Gebärmutterschleimhaut nicht so aufgebaut war,wie sie sein sollte.Ich hörte nur Zellteilung-zu langsam und für mich war klar,wieder nichts.Dadurch hatte ich die nächsten 10 Tage ein seelisches Tief wie nie zuvor.Der Doc sagte mir noch ich soll die nächsten Tage ein bißchen `krank`sein.Viel ausruhen,hinlegen und so. Habe ich auch brav gemacht.Die 10 Tage waren die Hölle.Die netten Arzthelferinnen konnten mich auch nicht aufbauen. Naja und 4 Stunden später die Topnachricht. Ich weiß,das ist kein Patentrezept und Garantie, aber versuch Dich nach dem ET möglicht viel auszuruhen,spazieren zu gehen und leichte Hausarbeit und so.Aber nicht Kisten schleppen und Fenster putzen oder sowas.Vieleicht gehört die Einstellung zur Sache aber doch dazu.Wie gesagt darüber mehr wenn Du möchtest. Ich muß jetzt leider erst mal schließen, bis demnächst Mauela


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Hallo Manuela, danke für deine netten Worte. Wenn ich so lese, wie du dich bei der letzten IVF verhalten hast, muß ich sagen auch wenn ich zu Hause bin, habe ich wirklich noch etwas zu viel getan. Selbst sogar Fensterputzen habe ich erldigt,zwar etwas im langsamen Tempo aber wenn das vielleicht auch zu viel war, mache ich mir ja jetzt eventuell noch vorwürfe. Aber am besten jetzt positiv denken und beim zweiten mal anders machen. Gerade das andere habe ich gedacht, wenn ich mich zu viel ausruhe ist es garnicht gut und das es eher schief gehen kann als sich zu schonen. Also Kisten schleppen habe ich in der Zeit nicht gemacht, selbst die ganzen Einkaufstaschen hat mein Mann alles selber getragen bis auf einmal. Zur Zeit wird bei uns nämlich die Außenfassade am Haus neu gestrichen und da wollte ich eigentlich mitstreichen, durfte aber von meiner guten Schwiegermutter aus nicht mitmachen. Ich hab auch ein bisschen Angst, wenn es Drillinge bei mir werden könnte. Aber deswegen bräuchte ich mir eigentlich keine Sorgen machen, denn meine Eltern und Schwiegereltern wohnen mit uns in einem Ort, Unterstützung hätten wir genug und wegen Platzmangel bräuchten wir auch keineSorgen machen. Wir wohnen bei meinen Schwiegereltern mit im Haus, zahlen keine Miete sondern nur unsere Betriebskosten. Aber mir ist es lieber wenn es beim ersten Kind nur eins wäre. Da hat man mehr Zeit um sich intensiver mit dem Kind zu beschäftigen, bei Zwilligen würde es auch noch gehen, aber bei Drillingen ... Bitte teile mir mal deine neue Lebenseinstellung mit, würde mich wirklich mal interessieren. Bei mir war der Transfer nicht zwei Tage später sondern 3 Tage, aber da ging es nicht anders. Denn am 19. 4. war die Follikelpunktion und am 22. 4. der Transfer, denn am 21. 4. ging es nicht da Karfreitag war. Und mein Arzt sagt mir sogar auch noch das 3 Tage besser sind als zwei. Jetzt muß ich auch erst einmal zum Schluß kommen. Vielleicht finde ich heute Abend wieder Zeit. Bis zur nächsten nachricht Manuela.


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Hallo Manuela,hier bin ich wieder.Das bei Dir der Transfer wegen Feiertag anders gelegt wurde ist natürlich nicht grad toll.Allerdings machen das die meisten Kliniken so.Bei unserer ist das nicht so.Da ist immer an jedem Feiertag ein Team.Zwar nur für ein paar Stunden,z.b.für die Ultraschalluntersuchungen oder aber für Punktion oder Transfer. Die folgenden Sätze bringen Dich hoffentlich nicht zum schmunzeln,mir zumindest hat das ganze so oder so geholfen. Da ich nun nicht schwanger wurde und ich damit irgendwie klarkommen mußte eben kinderlos zu bleiben habe ich mich intensiver mit meinem Sport beschäftigt.Und zwar Tai Chi.Das tut Seele und Körper gleichmaßen gut.Dadurch wird man innerlich ruhig und ausgeglichener.Dazu kommt,das mein Chiropraktiker auch die traditionelle Chinesiche Medizin vertritt und ich mit ihm über mein Problem geredet habe. In der TCM wird anders behandelt als in der westlichen Medizin.Ich habe schon immer Kreislaufprobleme und kalte Füße u.Hände. Er hat mir eine Diagnose erstellt,nach der TCM sind z.B.meine Probleme mit dem Kreislauf auch in Verbindung mit der Kinderlosigkeit.Da die inneren Organe ebenso `kalt`sind und sich deshalb nichts einnisten kann.Wenn man das so schreibt hört sich das sehr komisch an,aber setzt man sich damit auseinander,klingt das logisch. Jedenfalls habe ich meine Ernährung auf sein Raten umgestellt.Alles was den Körper auskühlt habe ich vermieden (Z.B.Milchprodukte,Südfrüchte ) Auch die Zeiten wann man Essen sollte habe ich geändert.Es war nicht zu glauben,nach 4 Wochen sagte mir mein Mann du hast ja garkeine kalten Füße mehr. Er stand dem ganzen sehr verhalten gegenüber und meinte immer nur,wenn du meinst das es dir hilft. Nun war auch er überzeugt.Zwar mußte auch er jetzt andere Kochgewohnheiten hinnehmen aber er ließ es über sich ergehen. Zu all dem kommt, ich habe immer 51-52 Kilo gewogen. Da wir uns August/September zur nächsten IVF ausgeguckt haben, habe ich mir noch 5 Kilos angefressen. Warum? Um einfach eine bessere Grundlage zu haben.Einige Ärzte sagen, das gerade die schlanken oder die dicken Probleme haben. Und durch meinen Hang zum Tai Chi wurde ich (bin ich) innerlich ruhiger.Das ganze Problem war nicht mehr der Mittelpunkt. Dadurch habe ich gelernt,es geht auch so weiter. Wir haben uns zwar oft gesagt, diesmal ist es das letzte Mal,aber ich war innerlich nicht bereit.Nach den Fehlschlägen wollte ich immer gleich wieder. Ich kann es zwar nicht 100% sagen, aber ich war soweit das ich nicht mehr gewollt hätte.Diese Erkenntnis ist sehr wichtig gewesen. Ich habe auch nach außen endlich sagen können,wir können keine Kinder bekommen.Vorher habe ich gesagt, wir wollen nicht.Nur um blöde Fragen aus dem Weg zugehen. Ich wollte nicht mehr von einem Zyklus zum nächsten leben.Von der Belastung in der Partnerschaft mal abgesehen.Nach 10 Jahren auch verständlich. Nur mal so eine Nebenwirkung vom Tai Chi, vorher bin ich schnell aus der Haut gefahren und habe mich über kleine Dinge aufgeregt und regelrecht Streit gesucht. Seit ca.2 Jahren habe ich so gut wie garnicht mehr gestritten, weil ich einfach keinen Sinn mehr darin sehe und sage das ist die Sache nicht wert. Mag man über die TCM denken was man will, als ich schwanger wurde, mußte ich ja nun mehr oder weniger wieder Milchprodukte und so zu mir nehmen.Fakt ist kalte Füße,Hände mein Kreislauf schwächelt. Aber da ich nicht mehr stille,werde ich die Sachen wieder weglassen. Mein Frauenarzt hat mir auch schon Monate vor der IVF geraten, Vitamintabletten zunehmen (Multivitol oder so) und Folsäure.Dadurch wird der Körper vitaminmäßig vorbereitet.Wichtig für die spätere Versorgung. Ob das nun alles dazu beigetragen hat, wer weiß.Ich zumindest bin davon überzeugt. Wäre ich nicht schwanger geworden und wir hätten wirklich kein Versuch mehr unternommen (ich bin schon 35 Jahre) es wäre immer eine Wehmut geblieben. Manchmal denke ich wie es ohne Kind wäre,man gibt ne Menge auf und ohne Kind ist vieles einfacher, aber ich möchte die Kleine keine Minute missen. Und die Erfahrung Schwangerschaft,Geburt und das aufwachsen der Kleinen, ich würde all das ganze wieder auf mich nehmen.Und sogar noch mehr. Aber geplant ist nur die Kleine.Vieleicht klappt es ja doch noch mal ohne Hilfe. Ich möchte eigentlich kein zweites,weil ich die Liebe zu ihr nicht teilen möchte. Ich glaube das ganze wird zu lang,ich mache erstmal schluß. Bis dann Manuela


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Hallo Manuela, habe jetzt erst deine Mail "gefunden" und habe dadurch wieder neue Anregungen. Ich bin 36 und wir versuchen seit über 4 Jahren schwanger zu werden. Was du geschrieben hast über TCM etc. interessiert mich sehr. Kannst du mal näher erklären, was ich an meiner Ernährung umstellen muß bzw. kann? Weshalb wird zu anderen Tageszeiten gegessen? Ich weiß soooo wenig darüber, bin aber total interessiert. Fände ich klasse, wenn du mir antwortest. Liebe Grüße von Franzi