Elternforum Erster Kinderwunsch

immer wieder dieser Gedanke - jetzt muß ich ihn mal loswerden...

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Hallo zusammen, vor einiger Zeit hatte ich eine "missed abortion". Das ist jetzt schon fast 2 Jahre her, aber inzwischen habe ich durch dieses und andere Foren sehr viel über Frauen mit den gleichen Erfahrungen gelesen. Mein Problem: ich kam damals in der 12. Woche zur Ärztin, wäre aber aufgrund des langen Zyklusses real erst in der 10. Woche gewesen. Sie machte einen Ultraschall und drehte den Monitor so, dass ich nichts sehen konnte. Dann hörte ich nur "nur noch ganz wenig gewachsen", "Sie müssen zur Auschabung", "Sie können noch viele Kinder haben", "Machen Sie erst einmal Ihr Studium zu Ende". Dann machte sie direkt einen Termin in einem ambulanten OP-Zentrum für mich, wohin ich mich am nächsten Tag begab. Es wurde kein Ultraschall gemacht, kein HCG-Wert bestimmt. Jetzt habe ich aber schon öfters gelesen, dass oftmals erst einmal abgewartet wird, die Entwicklung des HCG beobachtet wird und dann erst entschieden wird, ob ausgeschabt wird. Ich möchte im Grunde nicht anzweifeln, dass die Diagnose falsch war, aber heute passiert ja so manches (gesunde Brüste werden amputiert, usw.). Irgendwie werde ich dieses blöde Gefühl nicht los, was ist, wenn es nur an meinem Zyklus lag und ich einfach noch nicht in der 12. Woche war?? Oft habe ich auch schon gelesen, dass Babys als zu klein eingestuft wurden oder sich nicht bewegt haben, Mütter sich furchtbare Sorgen machten und ein anderer Arzt hat dann festgestellt, das alles O.K. ist??? Ich weiß, daß man jetzt sowieso nichts mehr ändern kann und Ihr mir auch nicht helfen könnt, aber ich mußte das jetzt einmal loswerden. Danke für Euer "Zulesen" Tanja


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Das mit dem Monitor umdrehen hat mein FA auch so gemacht, er meinte, er halte es nicht gut für mich, wenn ich das sehen würde, vorher so hübsch ein schlagendes Herz und dann war da eigentlich nur noch eine kugelrunde Masse (das letzte, was ich noch sehen konnte)- aber im KH wird eigentlich immer Blut abgenommen und die Diagnose geprüft- Da wollte man mir den US auch nicht zeigen, dann ging die Ärztin kurz was holen und dann habe ich natürlich gelinst, hatte sich schon alles wieder aufgelöst- Ich hatte am Anfang auch das Gefühl, der guckt ja gar nicht richtig nach- aber im KH wurde mir gesagt, er wäre ein absoluter Spitzen-Arzt, hat sich noch nie geirrt- er hatte sogar noch mit dem Doppler nachgesehen- Ich glaube, man will es einfach nur nicht richtig wahrhaben und sucht irgendwo einen Schuldigen- Vielleicht war bei Dir das Ergebnis auch so absolut eindeutig-


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Hallo Steffi, die Ärztin sagte, dass es "nicht genug gewachsen" ist. Das heißt ja, dass es noch ein wenig gewachsen ist. Im OP-Zentrum wurde kein Ultraschall gemacht und kein Blut untersucht, das ist ja mein Problem. Vom Kopf her ist mir die Sache auch klar, aber dieses komische Gefühl bleibt. Ich weiß eben nur, dass ich, wenn mir so etwas noch einmal passieren würde (hoffentlich nicht!!!) würde ich auf die Aufnahme in ein "richtiges" KH bestehen und auf weitere Untersuchungen (die Du ja hattest). Ich mußte diesen Gedanken einfach loswerden, demm darüber habe ich noch nicht einmal mit meinem Mann gesprochen. Danke für Deine Antwort, Tanja


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Ja, den Gedanken kann ich auch sehr gut verstehen, der FA hat bei mir am Anfang auch gesagt "nicht der Zeit entsprechend gewachsen", bzw. abgstorben- aber im Nachhinein weiß ich, daß dieser "Zellklumpen" sich schon zurückgebildet hatte und er mich nur schonen wollte- Aber hat sie denn nur etwas über die Größe gesagt, nicht über das Herz? Dann würde ich aber auch hoffen, daß Du nicht mehr bei dieser Ärztin warst- Außerdem solltest Du Deinem Mann ruhig von diesem Gedanken erzählen, vielleicht denkt er teilweise das gleiche, das hat mein Mann mir jedenfalls erzählt- Außerdem drücken ich die Daumen, daß uns sowas nie wieder passiert und es somit auch kein nächstes mal gibt- Grüß


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Bei mir wars so, dass der FA sehr ausführlich mit uns darüber gesprochen hat, nachdem er keine Herzaktivitäten mehr feststellen konnte. Er hat uns direkt in KH überwiesen, wo nochmals sehr ausführliche Untersuchungen gemacht wurden. Selbst danach wollten die Ärzte nichts übereilen, und haben erst eine Woche später ausgeschabt. Auch wenn diese Woche echt grausam war, war ich schlussendlich froh, dass nicht übereilt gehandelt und ein gesundes, nur zu kleines Baby entfernt wurde. Danach wurde vom FA das HCG wöchentlich überprüft, bis es wieder auf null war.


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Hallo Tanja. Dies passt jetzt nicht umbedingt zum Thema FG aber zum Thema FA und Schwangerschaft: Eine Freunding von mir war schwanger und hat von ihrem FA nach einer Fruchtwasseruntersuchung gesagt bekommen, daß Sie ein Kind mit Down-Syndrom bekommen wird, sie also das Recht gehabt hätte, abzutreiben. Das hat sie aber nicht getan, weil sie es nicht konnte, schließlich ist es ihr Kind. Bei der Geburt hat sich dann herausgestellt, daß ihr Kind kerngesund und ohne irgendeine Behinderung ist. Meine Freundin war natürlich stinksauer auf ihren Arzt und hat den natürlich nie wieder aufgesucht. Natürlich kann es immer Fehldiagnosen geben, aber manchmal glaube ich, daß FA mit schwangeren Frauen umgehen, wie ander mit ihren Produkten auf dem Fließband. Sie haben eine Routine darin und irren ist menschlich, andererseits haben sie auch entsprechen viel Erfahrung diesbezüglich. Es ist also nicht immer leicht zu sagen ob der FA alles so gewissenhaft macht, vielleicht ist es besser, wenn man volles Vertrauen in den Arzt hat. Gruß Tine


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Liebe Tanja! Hatte letztes Jahr auch eine mA.(9.SSW). Bei mir wurde direkt nach dem Bild, was sich auf dem US zeigte (Embryo nicht gewachsen), Blut gezogen, zwecks Überprüfung HCG. Ich hab auch nicht auf den Monitor schauen können. Im KH wurden auch noch mehrere Untersuchungen, auch US, gemacht. Trotz schlechtem HCG. Machen die immer. Aber die Diagnose war eindeutig. Wahrscheinlich hat es Deine Ärztin sofort erkannt, dass kein Leben mehr da war und wollte Dir ein Bild ersparen, welches ewig in Deinem Kopf rumgeistern würde. Versuch es, als einen Art liebgemeinten Schutz Dir gegenüber, zu sehen. Du wirst das Geschehene nicht rückgängig machen können. Wenn Du Dir aber nicht sicher bist, ob es die richtige Ärztin für Dich ist, such Dir einen anderen FA. Vielleicht fühlst Du Dich dann wieder sicherer aufgehoben und Dein Vertrauen in diesen Arzt wird bestimmt ein Anderes sein, als in Deine jetztige FÄ. Alles Liebe Cathi (PS: Wir sind diesen Monat wieder fleißig am Üben:-)


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Ich kann gut verstehen, daß du solche Gedanken hast. Ich hatte zwar bisher noch keine FG, aber als ich in der 6. SSW war, bekam ich leichte Blutungen und bin voller Angst ins nächste Krhs. gefahren um es abzuklären. Beim US stellte die diensthabende Ärztin fest, daß keine Fetalen Anzeichen zu sehen seien und ich eine Ausschabung bekommen müsse. Was glaubst Du, wie fertig ich war...5 Tage vorher hatte mein FA mir noch gesagt, daß alles i.O. sei. Und dann so was. Und auch das HCG war nicht so angestiegen, wie die Docs im Krhs sich das vorgestellt hatten. Um es kurz zu machen...ich war 5 Tage stationär und mit den Nerven total am Boden. Jeden Tag Blutabnahme, jeden Tag US. Und die Zeichen standen schlecht - lt. der Ärzte. Sie haben mir keine Hoffnung gemacht. Und ich habe so geweint wie noch nie in meinem Leben. Naja, ich habe aber einer Ausschabung nicht zugestimmt und bin zwei tage nach der Entlassung zu meinem FA gegangen...und prompt war das Baby zu sehen - es war einfach noch zu klein gewesen um es zu sehen. Aber diese Ärzte haben irgendwas in mir kaputt gemacht. Ich habe auch über eine Woche gebraucht um mich wieder freuen zu können, daß ich noch schwanger bin. Und vor dem nächsten US hatte ich panische Angst...daß wieder was sein könnte. Soviel zu Krankenhäusern...und ich bin selber Krankenschwester und war geschockt, wie mit einem umgegangen wird...als wenn es sich darum handelt einen Zahn zu ziehen. Aber was Deine Geschichte angeht: Ich glaube nicht, daß ein Arzt von einer missed abortion sprechen würde wenn eine Herzaktivität zu sehen gewesen wäre. Hast Du denn vorher nichts gemerkt, wie z.B. weniger Übelkeit, keine schmerzenden Brüste etc. ?? Aber das ist jetzt sowieso nicht wichtig. Wichtig sollte Dir sein nach vorne zu schauen und nicht zurück. Du wirst nie erfahren, was nun wirklich mit dem Baby war. Ich drück Dir ganz fest die Daumen, daß Du deine Kraft bald in eine neue Schwangerschaft stecken kannst :-)) Liebe Grüße Sonny


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Hallo, ich kann Deine Zweifel sehr gut verstehen. Bei meiner FG (auch missed ab.) habe ich auf US gesehen, daß das Herz nicht schlägt. Lt. meinem Arzt wird immer noch von 2 weiteren unabhängigen Ärzten nachgesehen, ob wirklich keine Chance mehr besteht. Ich wurde noch von 2 Ärzten untersucht, als ich in Narkose war. Vielleicht weiß Du nur nicht, das mehrere Ärzte das gleiche wie Dein FA festgestellt haben? Vielleicht solltest Du mit der Klinik nochmal in Kontakt treten und nachfragen, ob es üblich ist, das weitere Tests/Ärzte gemacht werden bevor eine Ausschabung gemacht wird? Ich würde es versuchen, vielleicht findest Du dann endlich Deinen Frieden, der sicherlich sehr wichtig ist, um eine neue Schwangerschaft eingehen zu können. Viel Glück.