Mitglied inaktiv
Hallo zusammen, in den letzten beiden Tagen gab es hier schon einige Diskussionen rund ums Thema PCO. Ich sollte ab nächsten Monat mit Clomifen anfangen, hab aber gelesen das bei einer vermehrten Synthese der Nebennieren (ist bei mir der Grund für den Überschuss an männlichen Hormonen) auch schon Dexamethason völlig ausreichen kann um einen normalen Zyklus auszulösen, da dieses Medikament die Androgenfreigabe in den Nebennieren senkt. Ich will mich nicht unnötig mit Hormonen vollpumpem, deswegen überlege ich jetzt ob ich nicht erst nur Dexamethason weiternehmen soll und wenn ja, für wielange falls kein Erfolg eintreten sollte. Ich war bisher bei 2 FA's, wovon einer gar nicht wusste das man PCO behandeln kann, also von Ärzten erhoffe ich mir schon fast keine gute Beratung mehr. Kennt sich damit vielleicht jemand aus oder ist in einer ähnlichen Situation? Würde mich über eine Antwort sehr freuen. Liebe Grüsse, Janne
Liebe Janne! Soviel ich weiss, ist dei uns Clomifencitrat das Mittel erster Wahl fast aller FA. Clomifen soll die Eizellreifung verbessern. Wie hast du herausgefunden, dass bei dir die Nebennieren der Graund für die vermehrte Androgensynthese sind. Könnte ja nur ein Symptom im Rahmen des PCO Syndroms sein! Alles Liebe cyster
Hallo Cyster, mein FA meinte das meine Nebennieren zuviele Androgene produzieren. Ich weiss nicht ob das der Grund für mein PCO ist, aber es ist der Ort wo bei mir der Überschuss an männlichen Hormonen herkommt. Bei vielen PCO-Patientinnen wird der Überschuss der männlichen Hormone im Fettgewebe produziert (hab ich mal bei wunschkinder.de gelesen), deshalb ist eine Gewichtsreduktion auch meistens Inhalt der Therapie, jedenfalls soweit ich weiss. Ich hab allerdings eher Untergewicht (165 cm, 49 kg), deshalb fällt der Punkt bei mir schonmal weg. Und da Dexamethason gezielt auf die Nebennieren einwirkt, dachte ich es wäre vielleicht auch alleine mit diesem Medikament in den Griff zu bekommen. Hast du eigentlich auch Dexamethason genommen? Liebe Grüsse, Janne
Liebe Janne, bei PCO ist Clomifen nicht das Mittel der Wahl. Auch die Ärzte im Expertenforum sagen das immer wieder. Zur Stimulation ist FSH besser. Aber leider auch teurer, weshalb dann doch meist zuerst Clomifen genommen wird. Die Logik versteh ich zwar nicht ganz, da meiner Meinung nach mehrere vergebliche Clom-Stimulationen teurer sind, aber naja. Zu Deiner Frage: Dexamethason kann die Androgene senken. Wenn die im grünen Bereich sind, dann ist auch ein Eisprung wieder möglich. Aber, das heißt dann nicht, daß es auch wirklich klappt. Ich hatte selbst vor einigen Jahren ein ausgeprägtes PCO (lange, Zyklen, Eierstöcke voll von Zysten, Akne, Behaarung). Weil damals noch kein Kinderwunsch bestand, habe ich die Diane bekommen und alles wieder gut in den grünen Bereich gebracht. Im Januar habe ich die Diane abgesetzt. Meine Zyklen haben sich dann wieder verlängert (15 Tage, 39 Tage und 54 Tage), die letzten beiden aber mit Eisprung!*freu*. Nach dem dritten Zyklus bin zu meiner Ärztin, zum Glück noch keine Zysten und ich bekam erstmal Dexamethason. Stimulierung macht sie erst, wenn das Spermiogramm vorliegt. Nun ja, mein Mann muß nächste Woche zum Spermiogramm, ich habe am Montag einen Termin zur Hormonkontrolle, am 39. ZT (!) hatte ich einen Eisprung, bin jetzt seit einem Tag überfällig und mir ist soooo schlecht :-)))). Falls sich heute nichts mehr tut mit der Mens, mache ich morgen früh einen Test (Bitte, Bitte Daumen drücken). Also ich denke, Dexa ist schon nicht schlecht, sprich Deinen Arzt doch mal drauf an. Außerdem sollte bei PCO meines Wissens nach IMMER versucht werden, die Androgene zu senken, auch gleichzeitig zur Stimulation. Liebe Grüße Stephanie P.S. Ich hatte keine Nebenwirkungen durch das Dexamethason.
Hallo Stephanie, erstmal danke für deine ausführliche Antwort! Von FSH Stimulation hab ich bisher nur was am Rande gehört, sind das Spritzen? Wenn es erfolgversprechender als Clomifen ist, dann wäre es wirklich sinnvoller wenn es häufiger eingesetzt werden würde, ich wäre dann auch bereit mehr zu zahlen. Bei meinem Freund wurde bisher noch nicht angeraten ein Spermiogramm zu machen, ist das eigentlich so üblich? Die Daumen sind übrigens gedrückt!!! Wünsche dir das es geklappt hat! Liebe Grüsse, Janne
Liebe Janne, FSH sind glaube ich Spritzen, ich weiß es aber nicht so genau. Das mit dem Bezahlen ist so eine Sache. Kinderwunschbehandlungen zahlen ja normalerweise die Kassen. Und da gehen die Ärzte eben häufig nach dem Budget. Und selber zahlen kann ganz schön teuer werden! Ich denke, es ist dann einfach wichtig, den behandelnden Arzt selber zu überzeugen. Hilfreich ist es dabei, so gut wie möglich informiert zu sein, um mit ihnen auch diskutieren zu können. Bei der Infrormationsbeschaffung wiederum helfen diese Foren im Internet doch wirklich gut. www.wunschkinder.de hat übrigens einen sehr guten Theorieteil, wo auch PCO gut erklärt ist. Das Anfertigen eines Spermiogramms vor dem Beginn einer Stimulationsbehandlung halte ich für äußerst wichtig!!! Was helfen die schönsten stimulierten Eisprünge, wenn mit dem Sperma etwas nicht stimmt. Natürlich könnte man sagen "Liebe Frau, Sie haben ein PCO-Problem, das müssen wir beheben", ABER: Es kommt auch häufig vor, daß auch beim Mann Probleme sind! Es ist besser, das zu wissen, dann kann man die Behandlung darauf abstellen (z.B. Insemination). Und wenn beim Mann alles in Ordnung ist, noch besser. Aber dann weiß man es halt vorher schon. Das scheinen Gynäkologen gerne mal zu vergessen, daß zwei zum Kinderzeugen gehören und behandeln erstmal die Frau! Ich würde empfehlen, schick Deinen Liebsten zum Hausarzt, er soll sich eine Überweisung zum Urologen oder Dermatologen zum Spermiogramm geben lassen. Die Untersuchung tut nicht weh (Abtasten und Ultraschall war es bei meinem Mann). Entweder kann das Spermiogramm gleich gemacht werden, oder wie bei uns zu einem extra Termin. Läßt Euch die Ergebnisse schriftlich geben und nimm sie zum nächsten Termin bei Deinem Frauenarzt mit. Ich fand es ganz toll von meinem Mann, daß er sich nicht geziert hat, sich untersuchen zu lassen. Er meinte halt, das sei dann sein Beitrag, ich würde schließlich ja auch dauernd zum Arzt gehen (müssen, wollen). So jetzt hibbel ich noch ein bißchen vor mich hin und kaufe heute abend eine Test. Ich wünsch Dir was Stephanie P.S. Wenn Du willst, kannst Du mich auch direkt anmailen.
Liebe Janne! Soviel ich weiss, unterscheidet sich PCO von schlanken und jenes von übergewichtigen Form, wie du auch vorher schon geschrieben hast, durch die Ort der Hormonsythese (bei Frauen mit Übergewicht im Fettgewebe!) Eine FSH Therapie ist eine ziemlich aufwendige Sache! Es ist in Pulverform verfügbar und wird nach der auflösung als spritze verabreicht. Die therapie wird an der ersten zyklustagen begonnen, im Mittel am 4. ZT. Ein vorhandensein von Zysten, wie es bei PCO der fall ist, erschwert allerdings den Therapieverlauf, da das FSH die Zysten stark vergrößern kann, muss die Überwachung per Ultraschall niel sorgsamer durchgeführt werden! Anschließend lernst du auch dir selber eine Spritze zu verabreichen. 5-7 Tage später wird normalerweise wieder US gemacht um festzustellen ob du ansprichst.. Sobald Eibläschen von 10mm oder mehr vorhanden sind und die Dicke der Schleimhaut auch etwa 10mm beträgt, wird der ES durch die Verabreichung von HCG ausgelöst. Ich hoffe, ich ahbe deine Fragen ausreichend beantwortet! alles Liebe cyster
Hallo zusammen, die Erklärungen von Jutta sind wie immer sehr ausführlich, aber einen Fehler habe ich entdeckt *:-)*. Der Eisprung wird frühestens bei einer Follikelgröße von 18 mm ausgelöst und die Hormonwerte müssen auch stimmen, sonst wird entweder noch weiterstimuliert oder sogar abgebrochen. Ich habe nämlich ständig das Problem, das trotz Spritzen (reines FSH) die Follikel nur mäßig wachsen, daher brauch´ich immer ziemlich lange. Unter 18 mm Follikelgröße brauch man gar keinen ES auslösen, bringst nämlich nichts!!! Liebe Grüße Tina A.