Mitglied inaktiv
Hallo...... seit 3 Jahren besteht mein Kinderwunsch und ich hatte leider 3 FG. Damals war ich SOFORT nach dem Aussetzen von Pille und 1x durch Clomifen schwanger. Seit August üben wir wieder und da merken wir -mein Mann und ich- daß es nichts klappt. Soweit ich weiß von dem Arzt aus der KIWU-Praxis, daß bei uns alles in Ordnung ist, frage ich mich lngsam, ob vielleicht doch ich "schuld" bin an unsere ungewollte Kinderlosigkeit. Denn, denke ich mal, der Körper, vor allem der Kopf "weiß" von diesem Kinderwunsh und streikt womöglich. Irgendwie blockiert mein Kopf das, so das es bisher nicht geklappt hat. Ich frage mich, ob wir uns SO SEHR damit beschäftigen oder so sehr hineinsteigern. Und dabei spielen die Frust u. Seele eine Rolle . Immer nehme ich mir vor, nicht ständig in allen Foren nachzuschauen, doch ich werde immerrückfällig und schaue sie trotzdem an. Vielleicht erklärt es auch, warum sich die Männer damit nicht immer so damit beschäftigen. Wie seht Ihr das so ? Habt Ihr auch das Gefühl, oder ? Was denkt Ihr so ? LG Conny
Hallo Conny, darf ich erst mal was fragen ??? Ich kenne Dich leider nicht und konnte daher nicht genau rauslesen, ob Ihr erst seit letztem August wieder " übt". Hattest Du im Sommer Deine letzte FG ??? Ich frage, weil ich auch wieder eine FG im August hatte. Wenn Du seit letzten August wieder am probieren bist, oder eher Ihr, dann sind es knapp 4 Monate und ich denke noch keine Zeit zum verrückt machen. Und vorallem egal wieviel Zeit vergeht ( denn Eure gesammten drei Jahre sind ja auch nicht grad wenig ) es ist niemals der Zeitpunkt da, an dem man sich mit Schuldzuweisungen beschäftigen sollte !!! Du bist nicht Schuld ! Ich hatte diese Phase ( leider ) auch schon, nach 5 Jahren haben wir uns zu einer IVF entschlossen. 2 Versuche, 2mal Schwanger, 2 FG`s. Und spätestens da hab ich gedacht, ich bin Schuld mit meinen ganzen Gedanken ( zudem ich wirklich der Faktor bin, an dem es medizienischer Seits liegt). Nachdem es im August wieder schief ging hatte ich ein Gespräch mit unserem Doc. aus dem IVF Zentrum. Er sagte mir, daß ich keinesfalls Schuld sei und erzählte mir von seiner Sicht der Dinge. Er sagte " wenn die Psyche wirklich soviel Einfluß hätte, dann dürften all die Frauen in wirklich schlimmen Situationen, oder diese Frauen die alles versuchen, eine FG zu haben, niemals Schwanger werden". Er ist defenitiv ein Vertreter der Meinung, die Psyche hat nichts damit zu tun !!! Ich hab da zwar auch schon ( von einer Psychologin) anderes gehört, aber Meinungen diebezüglich gehen ja bekanntlich auseinander. Ich glaube ein freier Kopf ist gut, für einen selbst. Man soll aber auch nicht immer alles was das Thema Kinderwunsch betrifft auf die Psyche schieben. Ich versuche dennoch meine Psyche stabil zu halten, weil das ganze Leben einfach viel schöner ist, wenn es mir/Dir/allen gut geht. Aber ein klein wenig hat mir die Aussage geholfen, es hat mir insofern geholfen, daß ich kein schlechtes Gewissen oder Angst habe und mir die Schuld gebe. Ich will zwar daß es mir gut geht, aber für mich, meinen Mann, einfach für mein Leben....und ich will und muß einfach positiv denken ( vorallem, da ich grade wieder einen IVF Versuch starte...) Der Gedanke, Dich nicht mehr verrückt zu machen ist super, aber nicht mit dem Hintergedanken, daß Du es versuchts für den Kinderwunsch... für ein angenehmerses Leben... Viel Glück, Ela
Hallo Ela, zwar üben wir seit August, und es stimmt -die 4 Monate sind nicht lang- aber wenn man bedenkt, was ich lange durchmachen mußte. Kurzgeschichte: Ende Januar 98 setzte ich die Pille ab, weil es unser Wunsch da war, ein Baby ! Ich wurde gleich schwanger, dann im April hörte man keine Herztöne -1. FG (MA) im Mai eine Ausschabung. Dann übten wir lange, nichts geschah,dann wurde ich vorschlimmsten Schmerzen eines Nachts wach und schrie.War beim Notarzt (FÄ)u. diagnostierte gleich EL-Entzündung UND Uterus bicornis. Wir waren sehr schockiert darüber, da wir lange ahnungslos waren und meine FÄ das nie bemerkte. Also wurde das mit Baby noch nichts, da ich sonst immerzu FG erleiden würde.(habe riesengroßes Glück,daß eine andere FÄ durch Zufall das entdeckte und das erst nach 1 FG!!) Ich mußte 4x ins KH zur Bauchspiegelung, Hysterosonographie,schließlich OP - es war eine schwere Zeit, meine Psyche hat darunter sehr gelitten. Dann übten wir 1 Jahr lang erfolglos dran, schließlich nahm ich Clomifen, wurde gleich schwanger, doch die 2.FG machte alles zunichte. Das war an meinem Geburtstag in diesem Jahr im Januar. Dann übten wir wieder, nach 5 Monate wurde ich wieder schwanger. Im letzten Juli beendete die 3.FG dies. (EU) In den ganzen letzten 3 Jahren wußten wir nichs von meinem Hormonmangel (meine ehem. FÄ hatte geschlafen, habe natürl. die gewechselt) Und seit August bin ich eben in dieser Hormonbehandlung und am "Üben"....bisher geschah nichts. Immer öfter mache ich mir Gedanken, ob womöglich meine Psyche eine Rolle spielt. Außerdem tickt unsere biologische Uhr, werde zwar in einem Monat 29, mein Mann schon über 31. Wenn es aber so immer wieder nichts wird und womögl. dazwischen kommt.....wir werden ja nicht jünger. UND auch die Zeit rennt dahin. Außerdem ist es so, das belastet mich am meisten, daß ich als (wenn irgendwann) Schwangere sehr schwer haben mit meinem Uterus bicornis. Wenn ich Glück hab ist schön, denn es ist bekannt, daß das häufig zu FG führen kann. Das macht mich nicht gerade leicht. Deine Worte haben mich etwas aufgebaut und getröstet. Du hast recht, ich soll mal aufhören mit meinen Schuldzuweisungen... Na ja...LG Conny
Hallo Conny, Deine Geschichte macht mich wütend auf Deine FÄ. Wenn man überhaupt von Schuld reden sollte, dann hat doch die Inkompetenz dieser FÄ viel mit Deiner traurigen Geschichte zu tun. Red Dir nicht ein, dass Du zu alt bist. Meine frühere Frauenärztin hat immer gesagt: bis 40 kann man locker Kinder kriegen. Das finde ich zwar auch sehr alt, sollte ja auch nur eine Tendenz sein, aber bis dahin ist noch so unendlich viel Zeit. Setz Dich deswegen um Himmels willen nicht unter Druck. Übrigens (was ich auch nicht gedacht hätte): das Spermiogramm meines Mannes ist zwar sehr schlecht, aber es hat sich zwischen dem 21. und dem 34. Lebensjahr nicht verändert, eher sogar einen Tuck verbessert. Das zeigt doch, das auch die Männer Zeit haben. Ich glaube ja eher auch, dass es an der Psyche liegt. Aber es hilft bestimmt nicht, wenn man krampfhaft versucht, nicht krampfhaft an den Kiwu zu denken. Ela hat vollkommen recht, versuch, auch an die anderen Aspekte des Lebens zu denken: mach was Schönes mit Deinem Mann oder Deinen Freunden. Du schreibst immer so viel Schönes von Deinem Mann. Das Leben ist doch lebenswert, auch ohne Kinder. Oder nicht? Wenn Du Dich versuchst, an diesen Gedanken zu gewöhnen, nur ein kleines bischen? Und was Petra schreibt, kann ich auch voll unterstützen: bloss in keine Opferrolle fallen und kämpfen. Das fällt mir auch schwer, aber die Dinge ergeben sich nicht von selbst. Positiv ist doch jetzt erstmal, dass Du in einer professionellen, ärztlichen Behandlung bist. Mach Dir keinen Druck! Alles Gute --- Tin.
Ich denke es ist eher das Problem, daß Frauen generell immer bei sich zuerst die Schuld suchen. Das halte ich für überdenkens- und verändernswert! Männer haben kulturell wesentlich mehr Rückzugsmöglichkeiten, mal abgesehen von der "Katastrophe" eines niederschlagenden Spermiogrammes, aber auch davor schützt Mann sich in der Regel... Wir oder ich (kann nur für mich selbst sprechen) fühle mich in keinster Weise schuldig! Wofür auch? Ich bin nicht besser oder schlechter als sonst jemand, nur weil ich (noch) nicht schwanger bin. Und das lasse ich mir von niemandem einreden und rede mir es auch selbst nicht ein. Schuld, ist genauso wie Angst ein schlechter Begleiter, deshalb weg damit. Frau oder auch Mann muß die Dinge so akzeptieren wie sie sind und kämpfen. Bloß nicht in eine Opferrolle verfallen, das ist meine Meinung. Alles Liebe und mach mal was gaaaanz unsinniges, habe ich heute auch getan ;-))) Petry