Mitglied inaktiv
Guten Morgen Mädels, vielen Dank für eure lieben Zeilen! Ich bin seit gestern nachmittag wieder zuhause, der Eingriff verlief problemlos und zunächst ging es mir auch ganz gut. Ich war den ganzen Tag im Bett gelegen und habe gelesen - bis gestern abend dann der große Heulanfall kam. Mir ging es echt besch.. Man kann einfach nicht immer stark sein! Mich würde interessieren, wie ihr mit der Situation umgegangen seid, wie habt ihr euch abgelenkt, was hat euch Freude bereitet? Urlaub geht leider nicht, da mein Mann grad den Job wechselt und außerdem haben wir ein Häusle gebaut, so dass Geld für ´nen Trip leider auch Mangelware ist... Bis bald Doro
Freut mich, dass soweit alles in Ordnung ist. Es ist völlig normal, dass Du so traurig ist. Ich habe auch keine heissen Tipps auf Lager, bei mir hat nämlich gar nichts geholfen. Ich verfiel jeweils in richtige Depressionen, die jedes Mal nur durch eine erneute SS aufgehoben wurden. Ich würde mich aber freuen, wenn Du für Dich einen Weg findest, da wieder rauszukommen. Ich drücke Dir weiterhin die Daumen. Alles Gute!
Hallo Doro Schön, dass du wieder online bist und der Eingriff problemlos verlaufen ist. Ich war bei beiden FGs im Krankenhaus und musste damals über Nacht bleiben. Ein Glück hatte ich bei der 2 FG eine ganze liebe Zimmernachbarin, ich glaube wir haben die ganze Nacht geredet. In der Zeit danach ging es mir mal so mal so. Ich habe mich auch versucht mit allem möglichen abzulenken. Hab viel gelesen, bin auch mal in die Stadt gefahren, habe mir öfters was schönes gegönnt, mich mit Freunden getroffen etc. etc. Allein zu Hause ist mir schnell die Decke auf dem Kopf gefallen. Mein FA hatte es damals auch besonders gut gemeint und mich volle 2 Wochen krank geschrieben. Im nachhinein würde ich das nicht mehr machen. Zu Hause grübelt man doch nur run und ich war heilfroh, als ich wieder arbeiten gehen konnte (hätte nie gedacht, dass ich mich mal nach der Arbeit sehne ;-)) Viel hat mir auch der E-Mail / Briefwechsel mit einer Freundin gebracht, die ähnlich durchgemacht hat.
... ich kann dir leider keine nützliche Tipps geben, da ich selbst (gottseidank) noch keine FG hatte. Aber ich hatte eine andere Situation in der es mir echt besch... ging. Ich weiß nicht, ob du meine Geschichte schon mal gelesen hast, deshalb nochmal ganz kurz. Ich hatte in der SS mit meinem Sohn eine mensstarke Blutung in der 31. SSW, kam per Krankenwagen ins KH und dort wurde festgestellt, dass die Placenta unten vor dem Muttermund lag (Kaiserschnitt vorprogrammiert, da Ausgang versperrt) und durch die Belastung (Kind liegt daruf und Trainingswehen quetschen die Placenta) war ein Gefäß der Placenta geplatzt. Ich kam morgens um 6.00 Uhr ins KH und lag den ganzen Tag am CTG, wurde über die OP aufgeklärt, musste alles unterschreiben. Alle Stunde wurde meine Binde kontolliert, ich bekam Medikamente zur Lungenreifung des Kindes, ... einfach Chaos für eine besorgte Schwangere! Ich kann dir gar nicht sagen was ich für Ängste ausgestanden habe! Ich dachte wirklich, dass ich noch am selben Tag einen Kaiserschnitt haben würde. Ich hatte solche Angst vor einer Frühgeburt, vor allem da ich in den 6 Monaten zuvor, im Rahmen meiner 2. Ausbildung zur Kinderkrankenschwester, auf der Früh- und Neugeborenenstation der Kinderklinik Villingen gearbeitet habe (eigentlich war ich an dem Morgen auf dem Weg zum Frühdienst). Somit hatte ich hautnah alle Gefahren und Kompikatiónen von Frühgeburten erlebt. ... und 31. SSW ist ja wirklich noch nicht so toll, wenn auch schon die Überlebenschancen größer sind. Ich habe den ganzen Tag und die ganze Nacht Rotz und Wasser geheult. Mein Mann wusste nicht was er noch mit mir machen sollte. Ich heulte nur! Ich brauchte sogar ein frisches Kissen, da das andere zum auswinden nass war. Tränen über Tränen! Wir hatte ja für diese SS 2 Jahre geübt und ich dachte, ich müsste dieses Kind wieder hergeben. Zum Glück hörte die Blutung am nächsten Tag auf und ich hielt noch 4 1/2 Wochen durch. Nach einer weiteren sehr starken Blutung Anfang der 36. SSW wurde Lukas dann per Notkaiserschnitt geholt. Immernoch als Frühgeburt, aber reif genug! Er war 2 Tage zur Überwachung in der Kinderklinik, dann kam er zu mir in die Frauenklinik. Nach 10 Tagen durften wir mit einem kleinen Schatz nach Hause. Ich war überglücklich! Aber in den Wochen vor dem Kaiserschnitt habe ich oft geheult! Ist nun leider doch etwas länger geworden. Was ich dir damit sagen wollte ist eigentlich nur: Ich finde es o.k wenn man weint und seinen Gefühlen freien Lauf lässt. Ich glaube nicht, dass es durch Verdrängung/Ablenkung besser wird. Der Schmerz und die Angst sitzt zu tief. Vielleicht geht es einem hinterher umso besser, wenn man eine Zeit lang richtig trauert und eben auch heult was das Zeug hält! Ich möchte dir also Mut zur Trauer machen! Du darfst dich dabei nur nicht "gehen lassen". Ich wünsche dir ganz viel Kraft! *drückundknuddeldich* Tina
war bis jetzt noch ncht in solch einer Situation u kann somit nicht aus eigener Erfahrung sprechen. Jeder geht in solch einer Situation anders um......eine Kollegin hat sich in die Arbeit gestürzt u eine Bekannte hat regelrechte Trauerarbeit geleistet... Ich denke schon, daß eine Trauer ganz normal ist, also laß deinen Tränen freien Lauf u mit der Zeit vergeht das - drücke dir auf jeden Fall die Daumen u wünsche dir viel Kraft für die nächsten Wochen. Übrigens hat eine Bekannte ein Buch gelesen - Gute Hoffnung - jähes Ende - dies ist für Eltern, die durch eine FG oder aus anderen Gründen ihr Kind verloren haben - soll ganz gut sein.... ganz liebe Grüße Bea *knuddeldichganzfest*
..meine Ausschabung war am 14.3., heute genau vor 9 Wochen :-( und an den Tagen danach habe ich gedacht, dass ich da NIE mehr raus komme. Ich war total fertig. Meine Schwiegermutter hat mir dann den Rat gegeben einen Ort für meine Trauer zu schaffen und das haben wir dann getan. Wir haben am Mainufer einen Baum gepflanzt, den ich mindestens einmal in der Woche besuche. Da lasse ich meine Trauer und meinen Kummer. Es ist schön zu sehen wie der jatzt blüht und es macht mich irgendwie gelassenener zu wissen, dass der uns alle überleben wird. Dieser Baum wird uns immer an unser erstes Kind erinnern. Leider haben wir es nie gekannt, aber in der Zeit meiner sehr kurzen Schwangerschaft war ich SOOOO glücklich, das werde ich nie vergessen und dafür bin ich dem kleinen Wurm unendlich dankbar. Ich gehöre keiner Kirche an, aber ich bin in den Dom und habe eine Kerze für mein totes Baby angezündet und das hat mich sehr beruhigt und die Tränen die ich da vergossen habe, haben mir wieder Mut und Vertrauen in die Zukunft gegeben. Ich wünsche Dir viel Kraft und nehme Dich virtuell ganz fest in den Arm. Ich denke an Dich, Deine Jas