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Endometeriose

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Hallo. Hab mal ne frage! War letze Woche DI beim Gyn um entlich eine KIWU Behandlung anzufangen. Der kontrollierte mich und stellte fest das im rechten Eierstock ein Ei, schon relativ groß ist. Am linken Eierstock hat er gemeint das ich da eine "Endometeriose" haben könnte, kann aber mittels Ultraschall nicht geaueres sagen, ich müsste wenn mit Hormonen alles OK ist vielleicht eine Bauchspiegelung machen. Meine Frage: Hatt jemand Erfahrung mit Endo.(Behandlungen, Schwangerschaft...) 2. Frage: Das im rechten Eierstock herangereifte EI, ist dass ein Gutes Zeichen für den Eisprung oder ist das aufgrund der, am linken Eierstock voraussichtlichen Endo. garnicht möglich. Bin echt Ratlos und hoffe es kann mir wer weiterhelfen. Danke


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Hallo Anabela, eigentlich kann man eine Endometriose im Ultraschall nicht sehen, außer es hätten sich bereits sog. Schokoladenzysten gebildet (blutgefüllte Endometriosezysten, nicht gefährlich, aber störend). Einen so gravierenden Befund hast Du aber sicher nicht, sonst hätte Dein Gyn hierzu was Deutlicheres gesagt - und Du hättest starke Dauerschmerzen. Da viele Frauen Endo haben, lässt sich diese Möglichkeit natürlich auch bei Dir nicht ausschließen. Letztliche Sicherheit bietet nur eine Bauchspiegelung. Das ist die kleinstmögliche Bauch-OP, bei der durch drei winzige Einschnitte ein optisches Gerät zum Nachgucken (und ggf. Operieren) eingeführt wird. Es bleiben danach so gut wie keine Narben, und man kann das heute in vielen Kliniken ambulant machen lassen, was wirklich angenehm ist (kommt morgens, geht nachmittags nach Hause). Keine große Sache, wirklich! Vor meiner zweiten BS war ich nicht mal mehr aufgeregt, weil ich ja inzwischen wusste, wie harmlos das ist. Und da ich sonst ein Angsthase bin, will das bei mir schon was heißen. Man kann auch mit Endo gut schwanger werden, es kann aber auch sein, dass die Endo eine Ss erschwert. Es kommt darauf an, wo die Herde sitzen (Eierstöcke, Eileiter, Bauchraum, Gebärmutter usw.). Ich selbst habe mittelstarke Endo und bin trotzdem damit dreimal schwanger geworden (davon zweimal nach Bauchspiegelungen, bei denen die Endo-Herde weitgehend beseitigt wurden). Ganz heilen lässt sich die Endo nicht, sie kommt fast immer wieder. Die größte Chance, schwanger zu werden, ist daher etwa in den 12 Monaten nach einer Bauchspiegelung. Ob Du typische Symptome für Endometriose hast (z.B. sehr starke, wehenartige Regelschmerzen u.a.) kannst Du prüfen auf der Seite www.endometriose.de, dort gibt es einen Fragebogen, der erste Hinweise gibt. Falls Du Endo hättest, ist dies kein Grund zur Panik. Manche Forscher schätzen, dass 60 Prozent und mehr der Frauen das haben, allerdings in sehr unterschiedlicher Ausprägung. Eine Freundin von mir hat extreme Endometriose mit starken Dauerbeschwerden und sechs Bauchspiegelungen etc. Auch sie hat zwei gesunde Kinder. Liebe Grüße, Bonnie-B


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Hallo Bonniebee. danke für die rasche und doch ausführlichen Angaben. Also er hat beim Ultraschal gemeint es könnte sein, dass ich sogenannte "Schockoladezysten" am linken Eierstock od. Eileiter ( weis nicht so genau) habe, da ich immer sehr, sehr starke Regelschmerzen habe und das sich der linke eierstock mit oder ohne Regel ab und an durch ziehen bemerkbar macht. Es tut gut zu hören dass du trotz endo. 3 mal SS geworden bist, das gibt mir hoffnung. Wo hattest den du Endo und wie äußerte sich diese mittelstarke endo. bei dir? Lg.


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Hallo Anabela, naja, Eierstockschmerzen kann man auch einfach so haben. Sie können vom Eisprung kommen (der auch mehrere Male hintereinander im selben Eierstock stattfinden kann), dann tut es vor und nach dem ES weh (Follikel reift, drückt gegen die Eierstockwand, durchstößt sie usw., das kann wehtun). Auch der danach entstehende Gelbkörper (wanussgroße Drüse) kann zwicken. Last but not least sind Eierstockschmerzen oft psychosomatisch bedingt. Der Unterleib reagiert ganz arg auf Stress. Was Dein Doc gesehen hat, könnte auch eine normale Follikelzyste sein, eine Art missglückter Eisprung, wie er jeder Frau hin und wieder passiert. Diese Zysten verschwinden nach wenigen Zyklen wieder. Nix Genaues weiß man also nicht. Deine Regelschmerzen deuten natürlich schon darauf hin, dass Du Endometriose haben könntest. Eine große Schokoladenzyste sieht man aber im Ultraschall eigentlich wohl recht deutlich. Vielleicht gehst Du mal zu einem zweiten Gyn, falls Deiner in der Diagnostik nicht so arg talentiert ist...? Dein normaler Gyn erfährt davon nichts. Manchmal ist eine zweite Meinung wirklich hilf- und aufschlussreich. Meine Endometriose hat sich nur in starken Regelschmerzen bemerkbar gemacht, durch keinerlei andere Beschwerden. Ich hatte die Endo-Herde an den Eierstöcken und im Bauchraum (sog. Douglas-Raum hinter der Gebärmutter). Das Schwangerwerden hat bei mir z.T. etwas länger gedauert als bei anderen, aber dann immer doch noch gut geklappt. Auch meine erwähnte Freundin ist jeweils kurz nach Bauchspiegelungen schwanger geworden. Seltsamerweise sagt die Stärke der Endo nicht unbedingt etwas aus über die Wahrscheinlichkeit, schwanger zu werden. Frauen mit starker Endo werden manchmal ruckzuck schwanger, und Frauen mit leichter brauchen lange. Es kommt nicht nur darauf an, wo die Endo-Herde sind, sondern wohl auf viele andere Faktoren. Noch ein wichtiger Tipp: Falls Du Dich zu einer BS entschließt, lass Dich bitte hinterher nicht zur Hormontherapie überreden. Diese Methode gilt als veraltet, wird aber trotzdem noch von vielen Kliniken und Ärzten empfohlen. Man wird dabei vorübergehend künstlich in die Wechseljahre geschickt (Spritzen unterdrücken die Östrogen-Bildung), um die Endo auszutrocknen (die braucht nämlich Östrogen). Man kann während dieser Zeit (mind. drei Monate) nicht schwanger werden, und die Endo kommt hinterher doch wieder. Die Forschung hat gezeigt, dass die sog. Basalzellen der Endo damit nicht auszurotten sind. Sie bringen hinterher neue Endo-Herde hervor. Man verschwendet damit also bloß Zeit. Als erfolgreichstes Vorgehen gilt: Bauchspiegelung und hinterher fleißig "üben". Man braucht sich hier aber keinen Druck zu machen, es dauert, bis die Endo wiederkommt. Ich bin einmal vier Monate nach BS, und einmal mehr als ein Jahr nach BS schwanger geworden. Liebe Grüße, Bonnie-B