Kathrin1
Hallo Zusammen, und zwar befinde ich mich derzeit in der Probezeit von 6 Monaten, habe jedoch einen unbefristeten Arbeitsvertrag. Wie ist es, wenn ich in der Probezeit schwanger werde und danach wieder arbeiten gehen möchte? Kann ich dann in meinem ehemaligen Betrieb wieder anfangen zu arbeiten oder können die mich dann ohne Grund kündigen? Und für das Elterngeld werden die letzten 12 Monate berücksichtigt oder? Über Rückmeldung diesbezüglich würde ich mich freuen ..
Während der Probezeit kannst du nicht gekündigt werden wenn du schwsnger bist. Da greift das Mutterschutzgesetz und du bist sicher. Allerdings läuft der Vertrag normal aus. Ist er befristet für ein Jahr? Der Arbeitgeber muss einen befristeten Vertrag nicht verlängern wenn man schwanger war/ist. Ist mir auch so gegangen. Macht aber in meinem Fall nichts, da ich nur einen Minijob habe. Der ist jetzt ausgelaufen zu kurz vor dem Mutterschutz, also 1,5 Monate vor der Geburt und mein Arbeitgeber hat ihn nicht verlängert. Logischerweise, da ja jetzt erst noch die Elternzeit käme usw. und er nichts davon hätte. Es ist dann keine Kündigung, sondern eben das Auslaufen des Vertrages. Ja für das Elterngeld zählen die letzten 12 bis 14 Monate vor der Geburt.
Danke für die Rückmeldung. In meinem Vertrag steht kein Enddatum und nichts von einer Befristung daher gehe ich davon aus das es ein unbefristeter Vertrag ist?! Das heißt wenn der unbefristet ist könnte ich theoretisch wieder beim alten Arbeitgeber anfangen?
O sorry habe irgendwie befristet gelesen statt unbefristet.
Wenn er unbefristet ist, müssten sie schon einen guten Grund haben, dich zu kündigen. Also eigentlich solltest du weiter arbeiten können. Und während der Probezeit kannst du ja nicht gekündigt werden.
Also während der Schwangerschaft und des Mutterschutzes kannst Du nicht gekündigt werden (dafür muss der AG natürlich über die Schwangerschaft in Kenntnis gesetzt werden). Das gilt auch in der Probezeit. Danach, also in der Elternzeit kann man rein theoretisch gekündigt werden, aber dafür bedarf es eines sehr guten Grundes. Grundlos kann man nicht gekündigt werden. Allerdings glaube ich persönlich, dass man, wenn man jemanden loswerden will, immer einen Grund findet, aber das muss ja nicht so kommen. Erstmal bist Du geschützt. Das Elterngeld bemisst sich am Gehalt der letzten 12 Monate vor Geburt und beträgt 63-65 %.
Wenn man Mutterschaftsgeld bekommt werden die beiden Abrechnungen vor Geburtstermin nicht berücksichtigt und man muss Kopien der letzten 12 Abrechnungen vor Mutterschutzbeginn einreichen. Generell hat man nach der Elternzeit Anspruch auf Rückkehr auf die alte Stelle.
Wichtig: Für die Berechnung des Elterngeldes gelten für die Gebärende die vollen 12 Monate vor dem Mutterschaftsurlaub, nicht vor der Geburt. Also z. B. bei einem errechneten Geburtstermin Anfang Dezember 2022 liegt der Beginn des Mutterschaftsurlaubs Ende Oktober. Also würden die 12 Monate bis inklusive September 2022 gezählt, weil das der letzte Monat mit vollem Arbeiten und Gehalt ist. Ein Trick für mehr Elterngeld: Für alle 12 Monate wird dieselbe Steuerklasse berechnet. Und zwar die, die du die Mehrzahl dieser Monate hattest (bei Gleichstand die letzte). Wenn du verheiratet bist und nicht bereits in dieser Steuerklasse, lohnt sich ein rascher Wechsel in Klasse 3 teils total, weil du dann mehr Netto von deinem Brutto-Gehalt übrig hast. Und an deinem Netto-Gehalt richtet sich das Elterngeld aus! Beim Bundesministerium für Familien gibt es einen schnellen und einen ausführlichen Rechner für das Elterngeld. Beim ausführlichen kannst du das mal durchspielen. Das vorher durch die höheren Steuern durch den Steuerklassenwechsel in Klasse 5 beim Partner verlorene Geld müsst ihr durch eine Steuererklärung zurückholen, das geht aber. Die Stiftung Warentest hat da eine Beispielrechnung zu gemacht, kann ich empfehlen :-) Für den oder die Partnerin, die nicht gebärt, gelten für die Berechnung die vollen 12 Monate bis zur tatsächlichen Geburt. In unserem Beispiel mit Geburt Anfang Dezember also bis inklusive November. Wenn das Kleine ungeduldig ist und schon ein paar Tage früher im November kommt, dann zählen die Monate bis inklusive Oktober. Hoffe, das hilft weiter, alles Gute - und das ist eindeutig ein unbefristeter Vertrag, klasse!
Vielen vielen Dank für die ausführliche Antwort. Es hat mir sehr geholfen
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