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Sie wollen ein Baby? Zehn Do's: 1. Lernen Sie Ihren Zyklus kennen! Lernen Sie Ihren Zyklus und Ihren Körper kennen, denn dafür brauchen Sie kein Medizinstudium. Je besser Sie Ihre Körpersignale wahrnehmen lernen, umso mehr Einfluss können Sie selbst auf Ihre Fruchtbarkeit nehmen. Dabei hilft Ihnen der interaktive Fruchtbarkeitskalender, die Abläufe in den einzelnen Zyklusphasen besser einzuordnen. 2. Achten Sie auf das richtige Timing! Viele Kinderwunschpaare, die mit der Temperaturmessmethode die fruchtbare Zeit ermitteln wollen, glauben, der ideale Zeitpunkt für die Zeugung sei gekommen, wenn die Basaltemperatur gestiegen ist. Irrtum! Dann ist es bereits zu spät, der Eisprung hat schon stattgefunden. Das Ei ist nur am Tag des Eisprungs und zwölf bis 15 Stunden danach befruchtbar. Doch weil die Samenzellen bis zu sieben Tagen überleben können, zählen die fünf Tage vor dem Eisprung bereits zur fruchtbaren Zeit. 3.Gehen Sie regelmäßig zum Arzt! Verschleppte und unerkannte Infektionen im Genitalbereich sind nicht selten der Grund für Unfruchtbarkeit. So zum Beispiel ist eine der häufigsten Ursachen für Eileiterstörungen eine Clamydien-Infektion. Weil sie nur selten bemerkt werden, ist sie besonders heimtückisch. 4. Üben Sie sinnvoll Enthaltsamkeit! Steigern Sie Ihre Befruchtungs-Chancen, aber nicht etwa durch ein tägliches Pflichtprogramm. Im Gegenteil: Haben Sie oft hintereinander Geschlechtsverkehr, wird die Konzentration der Spermien im Ejakulat Ihres Partners immer geringer. Erst nach etwa zwei bis fünf Tagen nimmt die Spermienzahl und -qualität wieder zu. Am höchsten ist sie nach zehn Tagen Enthaltsamkeit, danach nimmt sie wieder ab. 5. Schlafen Sie regelmäßig! Wer dauernd die Nacht zum Tag macht, kann damit den Zyklus erheblich durcheinanderbringen. Denn Fruchtbarkeit braucht Licht. Bei Dunkelheit produziert Ihr Körper viel Melatonin, ein Hormon, das seinerseits den eisprungauslösenden Hormon LH drosselt. Das heißt, es kann verspätet oder gar nicht zum Eisprung kommen. Wenn Sie also späte oder unregelmäßige Arbeitszeiten haben, versuchen Sie, zumindest vorübergehend mehr Tagschichten zu bekommen. 6. Normalisieren Sie Ihr Körpergewicht! Über- oder Untergewicht muss die Fruchtbarkeit nicht zwangsläufig beeinträchtigen. Jedoch leiden immerhin zwei Drittel der Frauen, die mehr als 20 Prozent über ihrem Normalgewicht wiegen (Körpergröße minus 100), an Zyklusstörungen. Genauso Frauen, die ihr Idealgewicht um mehr als zehn Prozent unterschreiten. Ihr Körper reagiert dann auf diese für ihn ungünstigen Zustände z. B. mit dem Ausbleiben des Eisprungs oder der Regel. 7. Leben Sie stressarm! Schaffen Sie sich "stressfreie Zonen", denn für einen fruchtbaren Zyklus ist ein hormonelles Gleichgewicht Voraussetzung. Ständige Anspannung und Gehetztsein lassen sich konkret messen: Gestresste Frauen haben oft einen erhöhten Prolaktin-Wert. Dieses Hormon, das z. B. für die Milchproduktion in der Stillzeit zuständig ist, kann auch den Eisprung bremsen oder auch die Einnistung des Eis in der Gebärmutter stören. 8. Schützen Sie sich vor Röteln! Lassen Sie sich rechtzeitig Ihre Rötelnantikörper kontrollieren und Sich gegebenenfalls gegen Röteln impfen, noch bevor sie schwanger werden. Eine Rötelninfektion in der Schwangerschaft könnte das Ungeborene schwer schädigen. 9. Überprüfen Sie Ihre Essgewohnheiten! Unterstützen Sie die natürlichen Funktionen Ihres Körpers und damit Ihre Fruchtbarkeit mit einer ausgewogenen und vitaminreichen Ernährung. Ein Mangel an Folsäure kann zum Beispiel die Fruchtbarkeit deutlich einschränken und die Gefahr von Mißbildungen erhöhen. Fehlt Ihrem Körper Vitamin E, kann sich das Ei in der Gebärmutter nicht einnisten und wird abgestoßen. Auch die Essgewohnheiten Ihres Partners sind ausschlaggebend: Für die Spermienbildung sind die Vitamine C, E und B12 unerläßlich. 10. Legen Sie sich nicht auf ein Geschlecht fest! Mit einer gezielten Ernährung in einer bestimmten Zyklusphase können Sie auf das Geschlecht Ihres Wunschkindes Einfluss nehmen. Das behauptet der Franzose Francois Papa. Der Gynäkologe aus Paris stützt seine Theorien auf altes Volkswissen aus dem Osten. Die geschlechtsstimulierende Diät bezieht sich auf die erste Zyklushälfte der Frau, also die Phase bis zum Eisprung: Empfohlen wird eine kaliumreiche Ernährung (z. B. Bananen, Tomaten, Kartoffeln), wenn es ein Junge werden soll; eine magnesiumreiche Ernährung (Fleisch, Fisch, Käse, Nüsse), wenn Sie sich ein Mädchen wünschen. Der Rat des Franzosen enthält allerdings keine Erfolgsgarantie und ist wissenschaftlich nicht bewiesen. Deshalb: Bleiben Sie locker, was das Geschlecht betrifft.