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Der große Baum der Hoffnung

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Der große Baum der Hoffnung Jeden Monat ziehen dunkle Wolken und schwarze Schatten über den großen Baum der Hoffnung, auf dem ich sitze. Es bringt mich zum Fallen. Es ist ein unendlicher Fall, der in einem tiefen schwarzen Loch, fast ein Nichts, endet. Und dort gelandet, bleibe ich meistens eine kleine Weile, denn ich muß meine Kraft und Gedanken sammeln, um irgendwie wieder hochzukommen. Meistens ist es sehr beschwerlich mit vielen Tränen verbunden, denn es kostet ja Kraft, über die ich mal mehr und mal weniger verfüge. Manchmal denke ich sogar, für immer in diesem Loch zu bleiben. Doch ich schaffe es immer wieder, mich aufzuraffen und auf den Boden der Tatsachen zurück zu kommen. Von hier aus sehe ich wieder den großen Baum der Hoffnung. Jedes Mal liegt es an mir, ob ich darauf klettere. Es liegt auch an mir, wie hoch ich diesen Baum hinaufklettere. Meistens viel zu hoch, was ich dann später an dem langen Fall bemerke. Aber ich kann nicht anders. Ich mache es immer wieder. Vielleicht sollte ich für längere Zeit keine Klettertouren mehr machen. Einfach am Boden ein bißchen ausruhen. Dort ist es doch auch schön. Es gibt ja so viele angenehmere und schönere Dinge, als nur auf einem Baum zu sitzen und zu warten, daß seine Hoffnungen erfüllt werden. Und falls mich doch die Kletterlust wieder befällt, klettere ich eben nur bis zum ersten Ast. Nicht zu hoch, die Folgen kennen wir ja schon. Vielleicht wird ja auch eines Tages das Loch nicht mehr so tief sein, in das ich falle, vielleicht sogar gänzlich weg sein. Ich könnte es ja zu betonieren, wenn ich mich am Boden der Tatsachen ausruhe. Zu betonieren mit positiven Gedanken. Aber eins ist klar: es wird immer weh tun, wenn ich vom großen Baum der Hoffnung falle, egal auf welchem Ast ich mich befinde. Es wird auch klar sein, daß ich es immer wieder versuchen werde, aber es ist auch sicher, daß eines Tages auch der große Baum der Hoffnung stirbt. Vielleicht gibt es dann einen neuen Baum der Hoffnung mit ganz anderen Hoffnungen. Die Zeit wird es schon klären.


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Hallo anonym, warum setzt Du nicht Deinen Namen unter das Kunstwerk. Gefällt mir ausgesprochen gut. Da muß man sich doch nicht verstecken. Oder ist das nicht von Dir? Michelle


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ot.


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Hallo Unbekannte, schade, dass du deinen Namen nicht angegeben hast. Der Text ist einfach wunderschön und spiegelt all die Gefühle wieder, die jede von uns hier so gut kennt. Wunderschön... :-) Jamie