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Brauche Rat: Progesteron oder Prolaktin???

Brauche Rat: Progesteron oder Prolaktin???

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Hallo ihr! Da ich einen kurzen Zyklus von nur etwa 23 Tagen habe und unter Schmierblutungen leide, hat meine FA eine Hormonanalyse in der 2. Zyklushälfte gemacht. Gestern bekam ich nun (leider nur telefonisch) die Ergebnisse mitgeteilt: Wie sie bereits vermutet hatte, ist die Lutealphase (das ist ja wohl die 2.Zyklushälfte) nicht in Ordnung. Was mich allerdings wunderte: Sie meinte dann, mein Prolaktin-Wert wäre zu niedrig! Ich glaube allerdings jetzt im nachhinein, dass sie wohl Progesteron meinte, oder? Was meint ihr? Sie hat mich jetzt an eine Spezialistin überwiesen, die dann mit einer Clomifen-Behandlung beginnen soll. Dazu soll mein Mann auch mitkommen. Ist das so üblich? Ich meine, es ist doch jetzt klar, dass bei mir etwas nicht stimmt, wieso soll dann mein Mann noch mit?? Wir beide verstehen das nicht, obwohl er natürlich auch mitgehen würde. Hat jemand Erfahrung??? Danke, Anirac


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Ja, mit dem Prolaktin hat sie sich versprochen, das bildet man ja erst in der SS, ist das Milchbildungs-Hormon. Sie meinte Progesteron. Ich selbst hatte das auch mal über eine Reihe von Monaten. Brauchte aber kein Clomifen. Ich bekam ein reguläres Hormonpräparat, dass die Gelbkörper (Progesteron-) Phase stärkte. Ich mußte es immer kurz nach dem Eisprung nehmen. Nach drei Monaten konnte ich es absetzen, weil de Zyklus von selbst wieder stabil war. Einen Monate später war ich schwanger. Bevor Du jetzt eine Spezialbehandlung anfängst, solltest Du vielleicht eine zweite Meinung einholen. Grüßle, Astrid


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Das werde ich wohl auch. Was war denn das für ein Präperat, das du da bekommen hast? Anirac


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Hallo Astrid, ich habe Deine Antwort auf den Beitrag von Anirac gelesen. Du hast schon recht, dass sich die FÄ von Anirac da wohl versprochen hat und tatsächlich das Progesteron meinte. Das Prolaktin ist aber ein Streßhormon und wird nicht nur in der Schwangerschaft gebildet. Ein erhöhter Prolaktinspiegel (z.B. bei viel Streß) wirkt hemmend auf die Eizellreifung und kann (muß aber nicht) einen ES verhindern - eine Schwangerschaft dann logischerweise auch. Es ist richtig, dass das Prolaktin auch das Milchbildungshormon ist. Deshalb haben viele die Meinung, dass erneutes Schwangerwerden während des Stillens nicht möglich ist (obwohl viele stillende Frauen auch schon eines besseren belehrt wurden, da sie trotzdem schwanger wurden). Wie gesagt - erhöhter Prolaktinspiegel kann die Ursache dafür sein - muß aber nicht. Puh - jetzt ist die Antwort doch etwas länger geworden - sorry. Und nix für ungut wegen der Einmischung. Viele Grüße PetraK


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Hallo Anirac, Deine Ärztin hat festgestellt, daß mit Deiner Lutealphase etwas nicht stimmt. Das könnte der Grund sein, warum es nicht klappt. Da ist auch gut, daß Du zu einer Spezialistin überwiesen worden ist. ABER, und das zu Deiner Frage, das heißt ja noch lange nicht, daß dies das einzige Problem ist und vor allem, daß es nur Dein Problem ist. Ich finde es gut, daß Dein Mann mitkommen soll. Er weiß dann auch von Anfang an Bescheid,was gemacht wird. Außerdem könnte das Problem auch teilweise bei ihm liegen. Das kommt häufiger vor als man wahrhaben will: Bei unerfülltem Kinderwunsch liegt es zu 40 % an den Männern, ebenfalls zu 40% an den Frauen, zu 10% an beiden und bei den restlichen 10% findet man keine Ursachen. Ich will damit jetzt nicht diagnostizieren, daß es an Deinem Mann liegt. Es ist jedoch auf jeden Fall sinnvoll, die Ursachen beim Mann auszuschließen (Spermiogramm und andrologische Untersuchungen [nix Schlimmes]), bevor bei Dir u.U. mit einer Hormonbehandlung begonnen wird. Versteh mich bitte nicht falsch, ich glaube nicht unbedingt, daß alle schweren Geschütze aufgefahren werden müssen, aber zum Kinderkriegen gehören zwei, und es ist schön, Deine Ärztinnen das auch so sehen. Viel zu oft wird nämlich erstmal die Frau auf Herz und Nieren geprüft, bevor man sich dem Mann zuwendet. Viel Erfolg und liebe Grüße Stephanie