Elternforum Erster Kinderwunsch

Bin so furchtbar traurig...

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... und kann nur noch heulen. Vielleicht geht es mir ja etwas besser, wenn ich euch geschrieben habe. Gestern hatte ich schon den ganzen Tag über Bauchkrämpfe und bekam abends leichte Schmierblutungen. In der Nacht ging es dann richtig los und seitdem blute ich wie verrückt. Vorhin hatte ich einen Termin bei der FÄ (wollte eigentlich meine SS von ihr bestätigen lassen) und obwohl ich es ja im Grunde schon wusste, war ich nach der Untersuchung vollkommen fertig: nach über 1,5 Jahren "üben" war ich endlich wieder schwanger und auch dieses Kind darf ich nicht behalten. Es ist so ungerecht! Sie hat mir heute Blut abgenommen und am Freitag muss ich noch einmal zur Blutentnahme hin. Es besteht die Gefahr, dass es eine Eileiter-SS ist (wobei das "Ding" an meinem Eierstock anscheinend eher wie eine Zyste aussieht) und die SS-Hormone müssen unbedingt runter. Ausserdem ist es sehr wahrscheinlich, dass ich zur Ausschabung ins KKH muss :o( Ich kann bald nicht mehr - wie soll Frau denn das auf Dauer verkraften? Erst hofft man wie eine Verrückte, hat sämtliche SS-Anzeichen, freut sich wie ein Schneekönig und von einer Minute auf die andere zerplatzt der schöne Traum wie eine Seifenblase. Momentan finde ich nur Trost in meinem kleinen Sohn. Ich bin so dankbar, dass ich wenigstens ihn behalten durfte. Ohne die medizinischen Möglichkeiten von heute (Wehenhemmer etc.), wäre er auch nicht mehr hier... Morgen feiert er seinen 3. Geburtstag und freut sich schon riesig auf das Fest. Diesen Tag will ich ihm auch nicht vermiesen und deshalb werde ich mich beherrschen. Der Anblick der (zwangsläufig anwesenden) Babies wird mich aber nicht gerade aufbauen. Was passiert eigentlich, wenn es tatsächlich eine Eileiter-SS sein sollte? Wie läuft denn eine Curettage ab? Ich habe ja schon Angst vor der Vollnarkose... So, jetzt gehe ich Kuchen backen - vielleicht lenkt das ja etwas ab. Geheult habe ich vorerst genug - ändert ja auch nichts. Ach ja - die FÄ war übrigens erstaunt, dass ich bei meinen Hormonwerten überhaupt schwanger werden konnte. Sie hat sich gleich nach den homöopathischen Mitteln erkundigt (von denen sie ja angeblich absolut nix hält). Dann meinte sie noch: nach dem letzten Abort hat es geklappt - dann klappt es mit der nächsten SS auch. Ihr Wort in Gottes Ohr... Liebe Grüsse, Silke


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Hallole Silke! Ich weiss nicht, ob es Dir hilft, aber ich kann Dich nur all zu gut verstehen. Ich hatte vor 2 Wochen meine 4. Fehlgeburt. Und obwohl ich Blutungen hatte und auf dem Ultraschall nichts zu erkennen war stiegen meine HCG-Werte an, anstatt zu fallen. Da schwebten auch plötzlich Diagnosen wie ”Eileiterschwangerschaft“, ”Bauchhöhlenschwangerschaft“ und ”unvollständiger Abort“ über mir. Ich sollte auch ins Krankenhaus, weil die Werte nicht sanken, aber die haben mich wieder nach Hause geschickt und rieten mir abzuwarten. 2 Wochen nach der Blutung waren die Werte plötzlich von jetzt auf gleich auf 0. So ein Theater. Als wäre es nicht schon schlimm genug ein Baby zu verlieren. Da muss man dann auch noch Angst vor Operationen haben. Eine Ausschabung habe ich auch schon hinter mir. Das war wirklich nicht so schlimm. Ich bekam vor der OP eine Beruhigungsspritze. Und die Narkose war auch nicht schlimm. Die OP hat 10-15 Minuten gedauert. Und Schmerzen hatte ich danach nicht. Als viel schlimmer empfand ich das Klinikpersonal. Die meinten, sie könnten mir helfen indem sie sagten, dass 30 % aller Schwangerschaften in einer Fehlgeburt enden. Und dass mache Frauen 5 oder mehr Fehlgeburten hätten ehe sie ein Baby bekommen. So was schmerzt dann nur noch mehr.....kommt einem so herzlos vor. Ich meine das Personal sollte für solche Fälle wesentlich mehr psychologisch geschult werden. Bei meiner letzten Fehlgeburt drohte mir ja auch eine die Diagnose ”Eileiterschwangerschaft". Wenn dem so ist bekommt man meines Wissens eine Bauchspiegelung. Aber so genau weiss ich das auch nicht. Das hatte ich ja zum Glück noch nicht. Aber mein Arzt hat dann schon auf dem Ultraschall erkannt, dass nichts am Eileiter ist. Ich wünsche dir wirklich, dass Deine Werte einfach fallen so wie bei mir und jeden weitern Eingriff überflüssig machen. Und noch etwas, was bei mir genauso war wie bei Dir: Auch ich bin direkt nach meiner 3. Fehlgeburt schwanger geworden (hatte auch da keine Ausschabung) und habe trotz Komplikationen eine gesunde Tochter bekommen. Vielleicht ist ja wirklich was dran, an dem, was Deine Ärztin sagt. Das würde auch mir im Moment Mut machen. Kopf hoch und freue Dich darüber, dass Du Deinen Kleinen hast. Hört sich vielleicht dumm an, aber ich habe die Fehlgeburten, die ich vor meiner Tochter hatte als tausendmal betrüblicher empfunden, als jetzt die 4. Fehlgeburt. Ein gesundes Kind ist doch schon ein Segen. Mein grösste Sorge galt der Angst vor einer OP. Bitte melde Dich und sag, wie`s weitergeht. Ich denk an Dich Gabi


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Liebe Silke, das tut mir wahnsinnig leid! Weiß gar nicht recht was ich schreiben soll... Ich drück Dich gaaanz doll und hoffe, dass Dir Euer Kleiner ein bissi über die Traurigkeit hinweg hilft. Bussi Petry


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o.T.


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Es ist so traurig, schon wieder so ein kleiner Zwerg weniger, es tut mir leid. Ich weiss auch nicht wie die Ausschabung vor sich geht bei einer eventuellen EL-SS, hatte schon zwei "normale", war aber überhaupt nicht schlimm. Nur das Drumherum. Ich wünsche Dir viel Kraft.