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Artikel im neuen Geoheft: Erlebniswelt Mutterleib: Was meint Ihr???

Artikel im neuen Geoheft: Erlebniswelt Mutterleib: Was meint Ihr???

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Hallo liebe Leute, ich hab mir am Samstag das Geo-Heft gekauft, wegen der Titelstory. Da geht es um neue Forschungsergebnisse bzw. Forschungsrichtungen, die untersuchen, welchen Einfluss die Lebensbedingungen im Mutterleib auf den späteren Menschen (seine Entwicklung, Krankheiten) haben. Einerseits sehe ich solche Stories schon ein bischen kritisch, weil sie -teilweise auch durch falsche Interpretation - dazu führen können, dass der werdenden Mutter eine enorme Belastung aufgebürdet wird und sie wohlmöglich der Sündenbock für alles Negative im Leben ihres Kindes wird. Andererseits finde ich die Ergebnisse auch faszinierend, weil man aus ihnen - richtig interpretiert - folgende Konsequenz ziehen kann: eine schwangere Frau ist besonders schützenzwert und die Gesellschaft kann und sollte dazu beitragen, dass das Leben im Mutterleib optimal gestaltet ist. In dem Artikel wird zum Beispiel folgendes beschrieben: In Bali heißt es, wenn eine werdende Mutter schläft, man darf sie nicht wecken, denn während des Schlafes bereiten die Dewas, die guten Götter, das Leben des Kindes vor. Bei den Haussa in Nigeria hält eine Frau ihre Schwangerschaft so lange wie möglich geheim, um Neid, Missgunst und böse Außeneinflüsse abzuwenden. Auf Madagaskar geht sie allem aus dem Weg, was sie zum Weinen bringen könnte. In einer anderen Region Nigerias, bei den Tiv unterzieht sich die Schwangere im Kreis ihrer Familie einem Ritual, bei dem sich alle Anwesenden den Mund waschen und sich so von allen missgünstigen und unsauberen Gedanken reinigen, die eine erfolgreiche Entbindung erschweren könnten. Versteht mich nicht falsch, ich sehe die Schwangerschaft auf keinen Fall als eine Art Krankheit an, aber solche Gedanken aus anderen Kulturkreisen haben meine Fantasie enorm angeregt. Wie wäre es schön, wenn man schwanger, morgens nicht mehr den Wecker stellen müßte und später auf der Arbeit erscheinen kann ohne dass jemand dumm guckt. (das ist ein Scherz mit einem Kern Wahrheit dran !!!) Heutzutage ist es doch eher so, dass alle funktionieren müssen und auch werdende Mütter diesem Druck ausgesetzt sind und teilweise auch so denken: Ich bin schanger, aber ich kann trotzdem bis zum Schluss arbeiten und man merkt mir überhaupt nichts an. Toll, wenn es so ist und die Mutter sich dabei auch wirklich toll fühlt. Aber ich habe auch erfahren, das viele diese Sichtweise eher als Druck empfinden; sie gehen zur Arbeit, auch wenn Ihnen schlecht ist. Wenn Sie später weiter in der Firma arbeiten wollen, dann wollen Sie beweisen, dass Sie auch während der SS alles im Griff haben. Ein Baby ist ein Wunder und durch diesen Artikel ist mir das wieder ganz bewusst geworden. Was denkt ihr darüber? Hat einer den Artikel gelesen? Viele liebe Grüße --- Tin.


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Nein, leider habe ich ihn nicht gelesen. Aber interessieren würd es mich schon. welche Ausgabe ist es denn? Zum Thema: Zwei meiner Freundinnen waren die ganze Schwangerschaft über krank geschrieben. Eine von ihnen war in Kinderwunschbehandlung, da kommmt es oft vor, dass man abreitsunfähig geschrieben wird, um die Schwangerschaft nicht zu gefährden. Meine andere Freundin hatte 3 FG, bis die Ärzte rausgefunden haben, dass sie eine Gelbkörperschwäche hat. Sie musste dann die ganze Ss Spritzen bekommen und war auch die ganze Zeit krank geschrieben um die Ss nicht zu gefährden. Beide SS wurden als Risikoschwangerschaften angesehen. Das ist eine vernünftige Lösung finde ich. LG Biene


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Hallo Biene, es ist die neueste Ausgabe, Nr.7/Juli 200. Kann dir diesen Bericht auch nur empfehlen.


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Ich finde den Beitrag auch super interessant. Mir war schon bisher klar, dass sich eine werdende Mutter natürlich mit ihren Lebensgewohnheiten auf das Kind im Bauch einstellt. Das das aber so weitreichende Folgen haben kann, war mir so nicht bewußt. Trotz allem sollte man in einer Schwangerschaft dann nicht jedes Gefühl und jede "Tat" auf die Waagschale legen. Dann macht man sich ja total verrückt. Ein Mittelweg ist auch hier mal wieder das richtige. LG Chrissi