Mitglied inaktiv
nun kommen sie doch, die Stimmen, auf die ich gewartet habe..... Ich habe ja bereits geschrieben, daß ich völlig verstehe, wenn man sich für eine bestimmte Behandlung entscheidet. Ihr habt völlig Recht, heutzutage kann man gegen bzw. für alles etwas machen. Meine Frage ist nur die, ob es auch immer gut ist, wenn man etwas unternimmt? Ist da nicht auch ein irrer Druck, nach dem Motto, man kann was tun also muß man auch was tun? Und wenn man nichts tut, hat man dann trotzdem ein Recht darauf unglücklich zu sein? Mir kommt es manchmal wie Zwang vor, daß man oder frau was tun muß, denn heutzutage ist es ja fast schon ein Vergehen, wenn man die Möglichkeiten nicht ausschöpft und das hat auch sehr viel mit Druck zu tun, finde ich.... Wiedermal frei von der Seele geschrieben und hoffentlich auch so verstanden... Alles Liebe Petry
... will aber auch einen Kommentar dazu abgeben :-) Als ich vor einiger Zeit meiner Schwägerin erzählt habe, daß man mir in der KiWu-Klinik zwar eine Stimulationstherapie empfohlen hat, ich es aber lieber mit homöopathischen Mitteln versuchen möchte (da ich schon wahnsinnig unter den Nebenwirkungen der Pille gelitten habe, bin ich von Hormonen sowieso nicht begeistert), konnte sie das auch nicht verstehen. Bei ihrer Bekannten hätte es mit Hormonen auch gleich 2x geklappt und die Nebenwirkungen seien ja nicht sooo schlimm... Da kam genau dieses Gefühl in mir hoch, wie du es beschreibst! Aber nur ganz kurz *grins*. Man darf sich einfach zu nichts zwingen bzw. sich eine andere Meinung aufzwingen lassen. Jeder muß seinen eigenen Weg gehen und wenn du nicht alle Möglichkeiten ausschöpfen willst / kannst (weil du evtl. auch den psychischen Druck nicht mehr aushälst), dann ist das deine Entscheidung! Bin schon gespannt auf die anderen Meinungen... Viele Grüße Silke
...
Liebe Silke, liebe Petra, ich finde Euren Standpunkt absolut oK. Ist das denn wirklich so selten ? Als wir Insemination gemacht haben, haben wir auch überlegt, ob wir weitergehen würden oder nicht. Eine Schwägerin von mir hat sich zwar für Insemination aber gegen IVF entschieden. Ich finde das verständlich, manchmal ist es auch mir komisch zu wissen, daß Helene durch Insemination entstanden ist. Aber auf der anderen Seite wird Kinderwunsch einfach nicht weniger und man muß sich schon auch mit seinen Vorbehalten auseinandersetzen (was red ich, das tut ihr eh), denn die Zeit wo es vorbei ist kommt einfach. Meine Schwägerin ist 44, ohne Kind. In manchen Momenten bereut sie es sehr, nicht alles versucht zu haben. Ach so noch was: ich vertrag auch keine künstlichen Hormone (Pille, Clomifen oÄ), hab mich aber bei der Stimulation mit FSH (Gonal, bzw. Puregon) wohl gefühlt. Diese, auch die Spritze zum Auslösen oder Utrogest sind identisch mit den körpereigenen Hormonen. LG, Jenny