Elternforum Erster Kinderwunsch

An Dojo

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Mitglied inaktiv

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Hallo Dojo, hab gerade Deine Meinung zum "entwürdigend" gelesen. Deine Meinung in Ehren, aber ich kann und will dies einfach nicht so sehen. Zugegeben, ich mußte ein einziges mal nur Sex auf Komando machen, da ich nur über die künstliche Befruchtung schwanger werden kann aber dennoch... Ich bin der Meinung, wenn man hundert Pro hinter der Sache steht, dann empfindet man es auch nicht entwürdigend. Dann denkt man auch nicht an aufhören etc. inmitten der Behandlung. Wenn dem so ist, und man nicht dahinter steht, dann ist es vielleicht ernsthaft nicht der richtige Weg. Ich habe hinter all meinen Behandlungen 100 % gestanden und stehe nach wie vor dazu daher fällt es mir nicht schwer und es ist für mich alles andere als entwürdigend eine Kinderwunschbehandlung zu machen. Unabhängig davon, daß ich natürlich auch stolz auf mein Kind bin, auch vor der SS fand ich es nicht entwürdigend ! Irgedwie macht der Ausdruck mich wütend... Ela


Mitglied inaktiv

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Antwort auf diesen Beitrag

Du hast schon recht, ich stehe nicht 100%ig dahinter. Ich bin auch nicht der Typ, der hinter irgend etwas 100%ig steht - 100%ig ist in meinen Augen sehr viel, es heißt, dass es nicht den geringsten Zweifel gibt. Ich zweifle eigentlich immer, bei allem. Kann schon sein, dass mein Weg dann nicht der richtige ist. Aber ich weiß, dass ich ohne Behandlung zumindest in absehbarer Zeit definitiv nicht ss werden kann und das will ich im Moment eben auch nicht akzeptieren. Also zieh ichs durch, aber das ist eher eine Entscheidung aus dem Kopf heraus. Ich denke, wenn sich erst mal Erfolg eingestellt hat, werde ich auch wahnsinnig stolz sein und nicht mehr verstehen, wieso ich das jemals entwürdigend finden konnte... Vielleicht liegts auch ein bißchen daran, dass mein Körper im Moment ziemlich auf stur schaltet und standhaft alle Therapieversuche ignoriert. Wenn ich wenigstens mal einen kleinen Erfolg sehen würde, hätte ich vielleicht solche Gedanken nicht. Dann wäre es wesentlich leichter, von der Therapie überzeugt zu sein. So aber frag ich mich halt schon öfter, warum ich das alles eigentlich mache, wenn mein Körper nun mal partout nicht will. Nur zur Klarstellung meines Begriffes von Würde: Ich finde auch NICHT, dass mich das in den Augen irgendwelcher anderen Leute entwürdigt! Es geht hier nur um mein inneres Gefühl von Würde. Das fühlt sich manchmal angekratzt an. Jemand anderem steht es gar nicht zu, über meine Würde oder Nicht-Würde zu urteilen, wär ja noch schöner! Liebe Grüße, dojo