Hallo12345
Hallo ihr lieben, Ich habe mich heute hier registriert, weil ich mir etwas von der Seele schreiben möchte. Eigentlich sollte ich im Juni 2026 Papa werden. Leider wurde letzte Woche Donnerstag bei einer Routinekontrolle in der 12. SSW keine Herzaktivität mehr festgestellt. Ich war innerlich am Boden zerstört und habe die Worte der Ärztin – und auch die meiner Frau – bis heute ständig im Kopf. Unser kleines Baby war bereits etwa 40 mm groß. Etwa eine Woche vor dieser Kontrolle waren wir im Krankenhaus, weil es meiner Frau tagelang sehr schlecht ging: extreme Übelkeit, innere Unruhe, sie konnte nichts bei sich behalten. Im Krankenhaus hieß es jedoch, das Baby sei zeitgerecht entwickelt, zeige normale Aktivität und der Herzschlag sei völlig in Ordnung. Morgen wird unser kleines Baby durch eine OP entfernt. Trotz allem bleiben so viele Fragen: Warum ist das passiert? Es gab keine Schmierblutungen, alles schien sich normal zu entwickeln, keine Auffälligkeiten. Außerdem beschäftigt mich sehr, wie andere diese Nachricht beim ersten Baby erlebt haben und wie es euch in einer möglichen zweiten Schwangerschaft ergangen ist. Danke an alle, die ihre Erfahrungen teilen möchten.
Hallo, da dir noch niemand geantwortet hat, möchte ich dir schreiben. Ich habe das große Glück, keine Fehlgeburt erlebt zu haben. Allerdings habe ich insgesamt 7 Anläufe in einer Kinderwunschklinik gebraucht, um heute Mama eines 11 Monate alten Kindes zu sein. Mit geplatzten Kinderträumen, Enttäuschungen und Ängsten kenne ich mich also aus. Es tut mir sehr leid, was ihr erfahren musstet. In den meisten Fällen findet man leider keine Antwort auf das "Warum". In der Regel ist der Embryo einfach nicht (mehr) lebensfähig gewesen, z.B. weil ein genetischer Defekt vorlag, den man so früh noch nicht sehen kann. In den meisten Fällen kann man eine solche frühe Fehlgeburt auch nicht verhindern. Nach einer solchen Erfahrung werden die Ängste sicherlich eher mehr als weniger werden. Aber eine zweite, positiv verlaufende Schwangerschaft mit einem gesunden Kind ist möglich! Wie bereits geschrieben kann ich nicht direkt von einer Fehlgeburt berichten. Ich kann dir nur erzählen, dass ich während meiner Schwangerschaft ständig ängstlich war, dass doch noch etwas schief geht. Bis zur Geburt hatte ich keine wirkliche Bindung zu meinem Kind. Als es nach der Geburt nicht gleich geatmet hat (und Ärztin und Hebamme mit meinem Kind wegrannten), war mein erster Gedanke ehrlich gesagt "Ich habe nicht noch einem 15.000 Euro für eine Kinderwunschbehandlung". Heute sind alle Ängste, Mühen und Kosten vergessen. Ich genießen jeden Tag mit meinem Baby. Wir haben eine gute Bindung und genießen die gemeinsame Zeit. Manchmal bin ich noch traurig über ein verlorenen Embryo aus der Kinderwunschzeit. Dann frag ich mich, wie mein Leben wohl aussehe, wenn aus diesem mein Kind geworden wäre. Denn dann hätte ich vermutlich nicht das Kind, das ich jetzt täglich in den Armen halte. Verrückt.
Zunächst einmal mein aufrichtiges Mitgefühl. Ich kann euren Verlust sehr gut nachvollziehen, denn wie das Leben so spielt, ist mir etwas sehr ähnliches passiert. In der 12. SSW wurde bei mir letzte Woche ebenfalls eine MA festgestellt und obwohl ich es irgendwie schon geahnt hatte, hat es mich doch ziemlich getroffen. All die Pläne, die schon geschmiedet waren, die Vorstellungen, die man sich gemacht hat: Mit einem Schlag alles weg. Wie meine Vorposterin schon schrieb, kann man in sehr vielen Fällen nicht sagen, warum sich eine Schwangerschaft nicht weiterentwickelt hat. In meinem Fall ist altersbedingt eine genetische Auffälligkeit der wahrscheinlichste Grund. Hattet ihr die Möglichkeit den Embryo in die Diagnostik geben zu lassen? Das kann ab und an einen Anhaltspunkt geben wie man nun vorgehen kann. Alles Gute Dir und Deiner Frau. Gebt euch etwas Zeit, sprecht darüber und vielleicht wollt ihr zu gegebener Zeit einen neuen Versuch starten.
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