Elternforum Kaiserschnitt

Suche euren Rat als Kaiserschnitt-Muttis mit Erfahrung

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TweetySandy

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Hallo, ich bin Sandra, 25 Jahre alt. Ich bin jetzt zum 2ten Mal schwanger und mein Baby soll Anfang August kommen. Wir freuen uns alle schon sehr. Besonders mein kleiner Sohn der sich darauf freut endlich nicht mehr der kleinste zu sein. Die Schwangerschaft verläuft soweit ganz gut. Ich kann mich nicht beklagen. Leider fängt jetzt so laaaaaangsam die Geburtsplanung in meinem Kopf an, denn ich möchte mich da schon gut informiert haben. Auch eine Hebamme wurde mir in der Frauenarztpraxis das nächste mal zugeteilt/empfohlen. Jetzt habe ich eine schwere Wahl und ich möchte da wirklich gut informiert sein um dann mit meiner Entscheidung gut umgehen zu können und da voll hinter zu stehen. Dafür brauche ich eure Hilfe vor alle die der Kaiserschnitt-Muttis. So mein kleiner sohn ist 3 Jahre alt (bald). sprich meine letzte geburt ist schon etwas her. Es war eine schlimmer Geburt (ich weiss das sagen so einige ;-)) aber ich empfinde es wirklich so und es hat auch so einige zeit gebraucht um das alles zu verarbeiten. Mein Sohn war eine Woche übertragen und es ging ihm schon nicht mehr so gut (grünes Fruchtwasser). Eine woche wurde erfolglos eingeleitet und dann am letzte tag wurde mir ein wehencocktail verabreicht gemischt mir schmerzmittel von denen mir schlecht und schwindelig wurde. Dazu noch eine sehr schlecht sitzende PDA wo sehr oft nachdosiert wurde. Das schlimmste an der Geburt empfand ich, dass mein sohn einen sehr niedrigen PH-wert hatte nämlich 7,12 (mittelschwerer Sauerstoffmangel) Als ich das im nachhinein erfahren habe, habe ich mir lange vorwürfe gemacht nicht bei ihm einen kaiserschnitt gemacht zu haben. Ich musste mit ihm 2x in eine kinderklinik für eine schädelsonographie die zum glück super ausgefallen ist, aber der gedanke dieses wertes bleibt !! Ich möchte mein nächstes Kind auf keinen Fall wieder in so eine brenzlige Situation bringen und auch nicht wieder mit so einem schlechten ph- Wert überrascht zu werden. Die erste geburt verlief trotz allem ohne saugglocke und ohne not kaiserschnitt also ganz normal mit dammriss grad II So nach der ersten Geburt habe ich also lange bereut keinen primären Wunsch-Kaiserschnitt gemacht zu haben und dachte beim nächsten machst du sofort einen Wunsch-kaiserschnitt. So und nun stehe ich also vor der Situation. Und was soll ich sagen zu 90 % ist meine Entscheidung schon gefallen, nämlich für den Wunsch-KS. Aber die restlichen 10 % hadern noch mit den Nebenwirkungen, die mir natürlich auch bekannt sind. Denn ich habe für 2 wochen praktikum auf einer geburtsstation gemacht und miterlebt welche schmerzen die patientinnen nach einem kaiserschnitt hatten zum anderen habe ich bei meiner ersten geburt mit einer dame zusammengelegen im zimmer die auch einen kaiserschnitt hatte und habe tag und nacht ihre schmerzen mitbekommen (okay geschrien wie ich bei den geburtswehen hat sie natürlich nie aber es war ihr schon anzusehen, dass es ihr beschwerden gemacht hat). Okay also die Risiken habe ich auch alle schon gegoogelt und wenn ich für den Wunsch-Kaiserschnitt einen Beratungstermin in der klinik habe, dann werden die mir das sicher auch noch alles erklären. Nur was ich von euch erfahrenen Mamas nach Kaiserschnitt wissen möchte. Konntet ihr nach einem kaiserschnitt erneut problemlos schwanger werden (mein Freund wünscht sich noch ein drittes) und wem von euch musste nach kaiserschnitt die gebärmutter entfernt werden (meine grösste sorge nach kaiserschnitt, denn ich möchte weiterhin fruchtbar sein) dem gegenzusprechen ist dass auch meine freundin nach einer vaginalen geburt die gebärmutter entfernt werden musste aufgrund von gerinnungsstörungen nach der geburt (aber sie wollte eh nur ein kind) deswegen hat sich der schock bei ihr relativ schnell gelegt. Naja ok der text wird langsam zu lang. Über eure meinung wäre ich sehr dankbar vor allem was die Spätfolgen eines Kaiserschnittes auf die Fruchtbarkeit hat (schmerzen sind nicht so schlimm.... denn ich würde den kaiserschnitt nicht machen um dem schmerz einer vaginalen geburt zu entgehen sondern nur um diesen sauerstoffmangel zu vermeiden) deswegen bin ich schon darauf eingestellt nach dem kaiserschnitt zu leiden. Folgen der fruchtbarkeit sind mir wichtig zu wissen DAAAAAAAAAANKE Sandra


Pumbaxx

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Antwort auf Beitrag von TweetySandy

Hallo Sandra! Ich habe mein erstes Kind per Not KS bekommen .Mir ging es hinterher körperlich sehr schlecht ich habe lange gebraucht um wieder auf die Beine zu kommen. Normalerweise bin ich ein Stehaufmännchen also eher robuster. Es lag sicherlich an dem langen Vorlauf.... Mein zweites Kind bekam ich per geplanten KS wie Du es nennst Wunsch KS. Ich wurde im 4.Übungszyklus schwanger. Der KS verlief problemlos ich war hinterher fit und kam sehr schnell wieder auf die Beine !!! Im 2.Übungszyklus bin ich nun mit Kind Nr.3 schwanger geworden . Das Baby wird ebenfalls geplant per KS das Licht der Welt erblicken. Deiner Sorge wegen der Fruchtbarkeit kann ich Dir vielleicht mit meiner Erfahrung nehmen? Niemand kann Dir die Entscheidung abnehmen. Es muss Dir gut mit Deiner Entscheidung gehen. Passieren kann immer etwas so oder so. Da gibt es keine Garantie für auch nicht dafür ob man wieder schwanger wird. Manche Dinge können wir leider nicht planen. Ich wünsche Dir alles Gute und noch eine tolle Kugelzeit :)


TweetySandy

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Antwort auf Beitrag von Pumbaxx

Danke dir !!!!! Wünsche ich dir auch und alles gute für kaiserschnitt nr 3


emilie.d.

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Antwort auf Beitrag von TweetySandy

Ich würde Deine Geschichte mal etwas gekürzt ;-) beim Herrn Hellmeyer drüben im KS Forum schildern. Für mich klingt das so, dass Du v.a. davor Angst hast, dass den Geburtshelfern noch einmal ähnliche Fehler wie bei der ersten Geburt unterlaufen. Eine Freundin hatte eine grauenhafte erste Geburt (sind aber beide gesund) und wollte eigentlich auch nur per KS entbinden. Letztlich hat der Chefarzt bei ihr am Bett gesessen und ihr versprochen, sich zu jeder Tag- und Nachtzeit anpiepsen zu lassen. Er ist tatsächlich dann nachts dazu gerufen worden und sie hatte eine schmerzfreie (das war bei ihr i.G. zu Dir auch ein sehr wichtiger Punkt) Bilderbuchgeburt mit gutsitzender, frühzeitig gelegter PDA. Zu den Risiken, ich hatte bisher nur einen KS, ob bei mir die Fruchtbarkeit eingeschränkt ist, weiß ich nicht, aber soweit ich weiß, erhöht sich durch einen KS dieses Risiko nicht. Aber schon die Risiken für nachfolgende Schwangerschaften (z.B. Plazentationsstörungen). Letztlich sind aber beide Entbindungsarten sehr sicher, wenn Du Dich für einen KS entscheidest, würde ich mir in die Richtung nicht allzuviele Sorgen machen. Alles Gute! http://www.acog.org/Resources-And-Publications/Committee-Opinions/Committee-on-Obstetric-Practice/Cesarean-Delivery-on-Maternal-Request


Astrid18

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Antwort auf Beitrag von TweetySandy

Die Frage ist halt, wieviele Kinder Du noch haben möchtest. Beim KS weißt Du nicht im Voraus, ob Du 2, 3 oder mehr haben kannst. Mir wurde beim 3. KS deutlich geraten, nicht mehr schwanger zu werden. Beim 2. KS hatte ich viele Verwachsungen, welche herausgeschnitten wurden. Beim 3. KS lag die Blase recht weit oben, das war auch ein Grund, weshalb mir die Ärzte von einer weiterne SSW abgeraten haben. Du bist ja noch sehr jung, kannst noch locker in den nächsten 15 Jahren viele Kinder bekommen. Daher spricht schon auch einiges, gerade wenn Dir die Fruchtbarkeit so wichtig ist, für einen Spontanversuch. Das wichtigste ist, dass Du einen Geburtshelfer findest, dem Du Vertrauen kannst. Der Dir verspricht und es auch einhält, dass so etwas nicht mehr passiert und ggfs. ein KS frühzeitig gemacht wird. Oft ist die erste Entbindung die schwerste, so dass Du wahrscheinlich gute Chancen hast, dass die nächste Entbindung schneller und für das Baby besser abläuft.


anni1002

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Antwort auf Beitrag von TweetySandy

Ja ich konnte problemlos wieder schwanger werden. Ich hatte bisher 2 WKS. Lieben gruß.


mamavonbaby

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Ich hatte auch zuerst eine spontan Geburt und danach 2 x einen Wunschkaiserschnitt. Probleme mit dem Schwangerwerden hatte ich keine. Und auch sonst hatte ich nach den Kaiserschnitten keinerlei Probleme.


Trrr09

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Antwort auf Beitrag von TweetySandy

Habe dir ja schon mal geantwortet. Hatte 2 WKS und bin bei beiden sofort im ersten Zyklus schwanger geworden. Die Fruchtbarkeit ist nicht eingeschränkt nach einem KS, hab dazu jetzt noch einen Artikel bei medscape gelesen. Ich verlinke ihn mal, kann sein, dass man sich erst anmelden muss um ihn lesen zu können, kostenlos. http://www.medscapemedizin.de/artikel/4902221 Auch das Risiko von Eileiterschwangerschaften, Fehlgeburten und Totgeburten ist nach einem WKS am geringsten: Risiko einer Totgeburt in der nachfolgenden Schwangerschaft: - 0,23% nach vaginale Geburt - 0,22% nach vag. OP - 0,29% nach sek. KS - 0,31% nach primärer KS - 0,0% nach WKS Risiko einer Fehlgeburt in der nachfolgenden Schwangerschaft: - 8,82% nach vaginaler Geburt - 8,90% nach vag.OP - 8,82% nach sek. KS - 8,87% nach primärer KS - 4,52% nach WKS Risiko einer Eileiterschwangerschaft in der nachfolgenden Schwangerschaft: - 1,42% nach vaginaler Geburt - 1,25% nach vag. OP - 1,54% nach sek. KS - 1,68% nach primärer KS - 0,83% nach WKS http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4077571/?report=reader#!po=20.3704


binesonnenschein

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Antwort auf Beitrag von Trrr09

Hallo trrr, wie kann das sein, dass das Risiko bei WKS niedriger ist als bei geplanten KS? Gegenüber Not-KS/sekundärem KS mag ja noch angehen weil es da hektisch zugeht und Komplekationen eher auftreten. Aber Primäre KS und WKS sind doch quasi das selbe, oder nicht? Ich glaube das irgendwie nicht, dass WKS so viel besser sind. Das scheinen doch unterschiedliche Berechnungsmethoden zu sein?!?


Trrr09

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Antwort auf Beitrag von binesonnenschein

Zwischen primären KS und WKS liegen doch arge Unterschiede. Beim WKS hast du ja keine Indikationen. Beim primären durch aus schon. Das kann ja schon anfangen, dass bei der ersten Schwangerschaft eine Plazenta privera vorlag und das Wiederholungsrisiko ist ja bekanntlich hoch. Dann kommt es automatisch zu mehr Problemen. Nur ein Beispiel, Gründe/Komplikationen gibts ja genug. Was ich nicht ganz verstehe ist, dass die Risiken beim WKS sogar geringer sind als bei der spontan Geburt. Na ja man muss beachten, dass die Fallzahlen beim WKS stark gering sind. Denke, dass es daran liegen könnte. Aber zumindest ist die Tendenz da, dass ein WKS kein höheres Risiko dar stellt als nach vag. Entbindung. Die Indikation die zum KS führte ist meist der Grund.


domjes

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Antwort auf Beitrag von TweetySandy

Liebe Sandra, bitte mache dich nicht verrückt!!! Jeder macht seine eigenen Erfahrungen.Ich hatte bei meinem Sohn einen Not-Kaiserschnitt.Er kam 6 Wochen zu früh. Ich hatte keine Sek. zeit darüber nachzudenken.Als mein Sohn da war ging es ihm sehr schlecht. Ich bin nachdem die betäubung raus war sofort aufgestanden und zu meinem Sohn gelaufen. Ich kann dir wirklich rein garnichts schlechtes über den Kaiserschnitt sagen. Natürlich hat man "schmerzen", man hat ja auch einen Wunde.Aber ich empfande es nicht als schlimm, weil ich keine zeit hatte an mich zu denken. Ich bin jetzt wieder schwanger und sollte ich Angst vor einer normalen geburt bekommen, würde ich sofort wieder einen Kaiserschnitt machen. Lg Jessi