NatiStrubi
Hallo Zusammen Ich stehe vor einem Dilemma. Und zwar geht es um die Frage KS, bzw. wie es danach ist. Ich habe vor 2 Jahren meinen Sohn nach Einleitung wegen Präeklampsie in SSW38 natürlich entbunden. Unkompliziert, ohne Interventionen. Wegen hohem Blutdruck (190/96) und dadurch verschlechterung meines Zustandes und den meines Kindes, wurde eine PDA gesetzt, die ich super vertrug, und 45min war der Kleine dann auch schon da. Er wog zierliche 2600g (4er Perzentile) Ich erlitt einen Dammriss 2. Grades, der gut genäht wurde (trotz PDA brauchte es 3 Spritzen, bis ich das Nähen nicht mehr gespührt habe!). Ich war danach top fit, hatte keine Schmerzen und fühlte mich, als könnte ich Bäume ausreissen. Also alles soweit super. Die Probleme zeigten sich erst etwa 4-5 Tage später - als alles abgeschwollen war. Ich hatte das Gefühl, mir würde unten alles raus fallen, Fremdkörpergefühl, als würde ein Tampon schlecht sitzen (echt eckelhaftes Gefühl) und Inkontinenz, und zwar dauerhaft, nur schon beim aufstehen lief es unkontrolliert. Das hat mich Psychisch total fertig gemacht. Nach der Rückbildung hat sich die Inkontinenz etwas gebessert ("nur" noch Belastungsinkontinenz), aber leider blieben Organsenkungen (Blase Grad 2, Gebärmutter Grad 1) zurück, zudem ein dauerhaft geschwächter Beckenboden, der auch trotzt 1.5 Jahren Beckenbodenphysio nicht wieder viel besser wurde. Abstillen hat zwar auch etwas geholfen, aber dennoch blieben grössere Einschränkungen zurück... Ich brauchte Monate, um mich Psychisch mit meinen neuen Lebenszustände klarzukommen... Nun erwarte ich unser 2. Kind (bin SSW38). Dieses entwickelt sich dank Präeklampsie-Prophylaxe weitaus besser. Er wird auf die 90er Perzentile geschätzt. Also im Vergleich zu seinem Bruder ein Brummer... Leider habe ich riesen Angst vor weiterer Verschlechterung meines Beckenboden-Zustandes, vor Allem bezgl. Verschärfung der Senkungen oder gar neuen Problemen, wie z.b. Stuhlinkontinenz. Zudem weiss ich nicht, was ein ~4kg Baby für Schäden anrichtet, wenn schon ein 2600g-Baby so viel angerichtet hat. Ausserdem weiss man ja nicht, wie der Geburtsverlauf sein wird. Muss mit Glocke/Zange nachgeholfen werden? Oder liegt es ungünstig? Bleibt es stecken? Alles würde den BB weiter verletzen... Zudem ist auch eine unkomplizierte Geburt eine extreme Belastung für den BB, und Verschlechterungen leider auch sehr häufig. Die meisten Frauen mit ebenfalls BB-Problemen raten zu KS bei weiteren Geburten. Auch Ärzte bestätigen, dass jede Geburt natürlich den BB belaste, aber dennoch fördern sie wenn möglich die natürliche Geburt vor einem KS. Denn es muss nicht zwangsläufig schlimmer werden. Zudem birgt ein KS andere Risiken und ist eine nicht zu unterschätzende, grosse Bauch-OP! Nun weiss ich nicht, was tun... ich habe solche Angst vor Verschlechterung meines Jetzt-Zustandes, dass ich mir die vaginale Geburt im Moment einfach nicht zutraue, obwohl die Geburt an sich mir keine Sorgen bereitet, nur das, was danach dann kommt. Ein KS scheint mir bei meiner gesundheitlichen Situation besser zu sein, auch die Ärzte in meiner Geburtsklinik sähen hier schon eine medizinische Indikation, aber finden, beide Geburtsmöglichkeiten seien möglich bei mir. Ein KS macht mir leider auch panische Angst. Ich fürchte mich vor Allem um das Danach. Wie kann man danach ein Neugeborenes versorgen? Wie schafft man die Stillbeziehung? Das Schmerzmanagment? Wie verläuft die Heilung? Ich habe solche Angst, das Baby nicht richtig geniessen und versorgen zu können, dass ich ein körperliches Wrack sein werde. Was sind eure Erfahrungen? Bei der vaginalen Geburt hatte ich keinerlei Probleme und konnte von der ersten Minute an alles geniessen, alles selber am Baby machen und mich frei bewegen, ohne Schmerzen, trotz Verletzungen. Könnte das ein gutes Zeichen für einen KS sein? Dass für mich die Wunde weniger schlimm ist? Und wie ist es mit der Spinalanästhesie? Was, wenn die zu wenig wirkt? Kann nachjustiert werden? Oder ist dann immer eine Vollnarkose der einzige Weg? (Das will ich um jeden Preis verhindern) Danke :)
Kurz: ich hab mich nach der erfolglosen Einleitung für einen KS entschieden. Die Spinal. Hab ich 0 gespürt und da schneidet auch niemand, bevor du nicht komplett taub bist :) also wird natürlich angepasst! Danach gut mit Schmerzmitteln einstellen lassen und es ist (für die Größe des Eingriffs) erträglich. Das erste Aufstehen und aufs Klo gehen ist der Horror. Von da an geht's Berg auf. Die ersten Tage im Krankenhaus hat sich mein Mann ums Baby und mich gekümmert -> Wichtig! 3 Tage später sind wir heim. Glaub so eine Woche oder 10 Tage nach dem Eingriff bin ich den ersten kleinen Spaziergang gelaufen. Somit zu dem Zeitpunkt wieder halbwegs fit. War für mich die richtige Entscheidung. Denke , ich würde es beim nächsten Mal auch machen. Man weiß, was auf einen zu kommt und kann sich drauf einstellen
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