Mitglied inaktiv
Hallo, das ganze wird wohl für einige von Euch blöd klingen, aber ich muß das einfach mal reinschreiben. Unsere Tochter ist vor kurzem 2 Jahre geworden und ich liebe unseren Schatz einfach über alles. Sie ist total süß - manchmal auch sehr anstrengend, aber das ist ja schließlich auch normal. Mein Mann möchte mindestens 2-3 Kinder. Von ihm aus könnten es auch noch mehr sein, aber wir haben noch vor der Kleinen immer gesagt, daß wir eben mind. 2 wollen, weil sie es mit Geschwistern sicher netter hätte als ohne. Nun mein Problem - das war alles vor der Geburt meiner kleinen Maus. Heute habe ich total Angst davor noch ein Kind zu bekommen. Nicht wegen der Geburt selbst sondern wegen allem anderen. Ich habe Angst meine Liebe zu ihr auch mit einem 2. Kind teilen zu müssen. Sie würde mir schrecklich leid tun, weil sie wahrscheinlich die erste Zeit immer zurückstecken müßte. Auf der einen Seite möchte ich ja auch noch ein Kind haben, damit sie später mal nicht alleine ist und es für sie sicher gut wäre, aber ich habe eben auch oft solch arge Bedenken, daß ich einfach nicht weiß was tun. Sie ist jetzt schon so groß, daß ich mit ihr soviel unternehmen kann - wir gehen jeden Tag schwimmen, Spielplatz, Zoo usw. Ich mache einfach alles mit ihr und habe bedenken, daß das dann mit einem Baby alles nicht so klappen wird. Und natürlich habe ich auch Angst, daß ein Baby unsere intensive Beziehung durcheinanderbringen könnte. Ich mag die Kleine auch niemandem zum Aufpassen geben. Wir sind wirklich immer zusammen und für mich war es auch ganz schrecklich wie sie noch ganz klein war, wie sie jeder hat halten wollen usw. Das wäre wahrscheinlich bei einem 2. Kind wohl wieder so, daß ich damit Probleme hätte. Ich denke mal, daß ein paar den Kopf schütteln werden, aber leider habe ich diese Sorgen und Ängste. Ist es vielleicht jemandem ähnlich gegangen? Vielen Dank, Dani
Sorry das ich das jetzt so direkt schreibe, aber vielleicht solltest Du nicht so klammern. Da kann ich mir schon vorstellen das Du Bedenken wegen eines 2. Kindes hast. LG Anja
Hallo Dani, natürlich wird es für deine "große" auch eine enorme Umstellung sein, Mamas und Papas Liebe zu teilen, nicht mehr alleine im Mittelpunkt zu stehen. Aber sie wird durch ein Geschwisterchen doch auch enorme Vorteile haben. Wenn ich mir vorstelle, ich hätte keinen Bruder - wir sind 2,5 Jahre auseinander - es wäre schrecklich für mich geworden. Es ist ja nicht so, dass ein Geschwisterchen dem Erstgeboren alles wegnimmt, sondern dass es ja auch viel gibt. Natürlich ist da auch viel Einfühlungsvermögen der Eltern gefragt. Vielleicht solltest du nun schon jemanden dazuholen, deine Mutter oder einen Babysitter, der ab und zu mal für kurze Zeit und später auch etwas länger, mit deiner kleinen etwas unternimmt. Es soll nun nicht heißen, dass ihr euch komplett voneinander lösen sollt, sondern nur, dass die kleine auch mal alleinigen Umgang mit aussenstehenden, aber vertrauten Personen, hat. Ich hab mir das auch durch den Kopf gehen lassen, da Neele (19 Monate) auch der 1. Enkel meiner Eltern ist und überall im Mittelpunkt steht, habe aber nun auch schon einen Babysitter, der mal was mit Neele allein macht. Damit Neele, wenn das Geschwisterkind da ist, schon dran gewöhnt ist, auch mal bei anderen zu bleiben, bzw. es kennt, wenn sich nicht gleich immer alles um sie dreht. Deine Angst kann ich verstehen, aber mein Kinderwunsch ist zu groß, um deshalb auf ein Geschwisterchen für Neele zu verzichten. LG, Claudia
Hallo, also unsere Große ist jetzt drei und die Kleine ein Jahr. Ich hatte auch erst solche Bedenken aber die Große liebt die Kleine abgöttisch und es ist inzwischen furchtbar für sie wenn die Kleine mal nicht da ist. Deswegen haben wir uns jetzt für Nr. 3 entschieden. Aber ich gebe die Große auch bloß zu meiner Freundin der ihr Sohn ist nämlich ihr bester Freund. Mit Oma und Opa klappt das nicht. Liebe Grüße Manu
Und noch was vergessen!! Du und deine Kleine müssen auch lernen sich mal zu trennen. Ich weiß wie schwer das ist. Schließlich muss sie ja auch mal in den Kindergarten und da bist du ja auch nicht dabei. Aller Anfang ist schwer aber du wirst es auch mal genießen bisschen Zeit für dich zu haben. Das genießen klappt aber nicht auf Anhieb. Liebe Grüße Manu
Liebe Dani, ich kenne diese Gedanken dahingehend, dass ich einmal Angst hatte, ich könnte für ein 2. Kind nicht mehr genauso viel Liebe aufbringen wie für meine erste Tochter, die ich über alles liebe. Alle, mit denen ich darübe gesprochen habe, sagten, dass man die bestehende Liebe nicht teilen muss, sondern dass sie sich durch ein weiteres Kind verdoppelt. Wenn ich an die Zeit vor der Geburt meiner Tochter zurück denke, als ich mit ihr schwanger war, hatte ich zeitweise Angst, ich könnte sie vielleicht nicht genauso lieben wie meinen Mann. Wenn ich jetzt daran denke, kann ich nur den Kopf schütteln, so absurd ist das jetzt. Ich denke das wird mit dem 2. Kind genauso sein. Allerdings glaube ich auch, Du solltest dich erst zu dem 2. entscheiden, wenn Du selbst soweit bist. Viell. ist einfach jetzt die Zeit noch nicht da und das würde ich auch aktzeptieren. Spätestens wenn sich Deine Tochter selbst von Dir zu lösen beginnt - und die Zeit wird definitiv in 1-2 Jahren kommen - wird der Wunsch wieder aufflammen. Mach Dir keinen Stress, meine Schwester und ich sind 4 Jahre auseinander und das war (fast ;-) )immer toll so. Alles Gute und hör auf Deine innere Stimme und Dein Herz, Andrea
letztendlich musst Du für Dich ganz allein entscheiden, ob Du ein zweites Kind möchtest oder nicht. Allein die Tatsache, dass die Erstgeborene dann ein Geschwisterchen hat und damit später nicht ganz allein da steht reicht -meiner Meinung nach- nicht aus. Aber Du musst Dich ja auch nicht jetzt und gleich entscheiden. Sie ist ja noch klein. Vielleicht fällt Dir die Entscheidung leichter, wenn sie im KiGa ist und Du wieder mehr Zeit für Dich hast. Aber ich muss mich auch meinen Vorrednerinnen anschließen: Solange Kinder klein sind, müssen wir ihnen helfen Wurzeln zu schlagen. Später müssen wir ihnen Flügel schenken. Was ich damit sagen will, Du tust Dir und Deiner Tochter keinen Gefallen, wenn Du so klammerst. Sie ist ein eigenständiges Wesen und es tut den Kids gut auch mal was ohne Mama machen zu können. Und dann fällt Dir bestimmt auch die Entscheidung für ein weiteres Kind leichter. lg nicole
Hallo, ich kenne diese Angst auch. Ich habe zwei große Söhne und als sich mein dritter ankündigte habe ich Angst gehabt ich würde den beiden nicht gerecht, weil wir so unsere eigene Geschichte haben und auch lange alleine gelebt haben. Aber als unser Zwerg geboren wurde, liebten ihn alle ganz heiß und innig und da war auch noch viel mehr Platz für noch mehr Liebe. Auch beim ersten Kind hatte ich Angst, dass die Beziehung zu dem VAter meiner Kinder darunter leiden könnte, die Angst ist immer da, wenn man etwas nicht kennnt. Wenn die Kinder geboren werden ist es bei jedem Kind ein Wunder und es wird immer schöner, deswegen vielleicht die Sucht nach noch mehr KIndern. Glaub es mir , bei zweiten ist es genauso toll und du wirst beide superdoll lieben und bis auf kleine Streitereien und Eifersüchteleien, werden die beiden auch glücklich mit nur einer Mutter sein. Bis das nächste da wäre, käme deine Tochte in den KIndergarten, dann ist auch wieder Zeit fürs Baby. Und deine Tochter hat dann weniger Zeit für dich. Uns fällt es schwer, nicht den Kindern. LG Annette