Nicki1924
Hallo, ich schreibe hier weil ich am Boden zerstört bin. Mein Mann und ich haben immer über unseren Kinderwunsch gesprochen. Er wollte 2 und ich eigentlich 3, aber der Kompromiss mit 2 Kindern war für mich ok. Ich muss dazu sagen wir haben uns erst mit Mitte 30 kennengelernt. Ich war vorher in einer Beziehung, in der ich sehr viel geopfert habe und mit meinem Kinderwunsch immer vertröstet wurde. Dies war auch mit mein Trennungsgrund. Nun haben wir 2022 unsere Tochter bekommen. Ich war fast 37. Eigentlich war klar wir wollen noch ein 2. Kind. Vielleicht wichtig: Mir ging es nicht gut in der Schwangerschaft. Ich hatte mit extremer Übelkeit und Kreislaufproblemen zu kämpfen. Vor 2 Jahren hatten wir auch nochmals darüber gesprochen und wir waren uns einig, dass wir erstmal unser Haus beziehen und dann dieses Thema angehen. In unserem Haus wohnen wir nun schon über ein Jahr und ich hab das Thema vor 4 Wochen nochmals angesprochen. Ich wünsche mir so sehr ein zweites Kind und der Frauenarzt meinte auch wir sollen es wenn jetzt versuchen. Unsere Tochter wird bald 4 und ich möchte jetzt auch nicht mehr warten. Ich hatte mit allem gerechnet. Aber nicht mit seiner Antwort: "Ich bin glücklich so wie es ist und sehe mich eher als ein-Kind-Papa". Das hätte er mir schon bei unserem letzten Gespräch gesagt. Ich war so sprachlos und wütend, habe mir das aber erstmal nicht anmerken lassen und ihn auf den tatsächlichen Inhalt des letzten Gesprächs hingewiesen. Daraufhin kam nichts mehr. Ich hab mich dann gesammelt und ihm möglichst ohne Heulerei meinen Wunsch nach einem zweiten Kind näher zu bringen. Ich hatte nicht damit gerechnet mich dermaßen erklären zu müssen und hatte mit einer ganz anderen Reaktion gerechnet. Er hat mir dann gesagt, dass er zufrieden ist mit einem Kind und wir froh und dankbar für ein gesundes Kind sein können. Eine befreundete Familie von uns hat leider ein schwer krankes Kind. Und es bestünde das Risiko einer Zwillingsschwangerschaft, was ich ehrlich gesagt belächeln musste. Zudem würde unsere Tochter ja gerade selbstständig werden und dann müssten wir nochmals von vorne anfangen. Ich war so getroffen, dass ich weinen musste und ihm vorgeworfen habe was das für Ausreden sind und ich ettäusvht von ihm bin. Ich gsbebihm dann nochmal gesagt, dass das für mich ein großer Schlag ist und ich mir das sehr wünsche und mich unvollständig fühle. Zudem möchte ich nicht und wollte ich nie ein Einzelkind. Das wusste er. Und hätte er mir das tatsächlich vor zwei Jahren so gesagt, weiß ich nicht ob wir noch zusammen wären und dieses Hsus gekauft hätten. Ich kenne das Gefühl wenn Wünsche vertröstet werden und man versucht diese zu ersticken. Dann bin ich lieber alleine. Ich komme mir nun auch total betrogen vor, da wir ja darüber gesprochen hatten und er jetzt auch behauptet das Gespräch hätte einen anderen Inhalt gehabt. Alleine das hat mich sehr nachdenklich gemacht. Aber nun wird das Thema einfach totgeschwiegen. Er würgt an oder ist zu gestresst von anderen Dingen. Ich bin total fertig und heule jeden Tag. Ich kann die anderen Mütter mit kleinen Kindern und Bsbys nicht mehr sehen, dann kommen mir die Tränen. Er hätte auch gar nicht so viel mehr Aufwand. Ich mache seid der Geburt unserer Tochter eigentlich alles alleine weil er so viel arbeitet in einer Führungsposition. Finanziell wäre es auch überhaupt kein Problem. Ich bin gerade ratlos wie ich weitermachen soll. Wenn er sich komplett quer stellt, wäre ich auf jeden Fall bereit zu gehen. Ich denke nicht, dass ich so dss aß mit leben kann und würde mich immer betrogen fühlen. Auch weil ich sonst alles alleine am Laufen halte und er sich such einfach mal ins gemachte Nest setzt. Auch sonst mache ich nirgends Druck oder verprasse Geld. Ganz im Gegenteil zu manch einer Freundin die ihre Männer zu teuren Urlauben oder sonstigen Dingen auffordern. Also ich will nur sagen, er hat hier eigentlich nicht wirklich Stress oder viel zu tun. Aber wenn ich dann nur so weitermachen darf und allen anderen zu schauen darf wie sie ihr zweites oder drittes Kind bekommen und sogar noch Unterstützung von ihrem Mann haben, dann möchte ich so nicht weitermachen. Da bringt alles Geld der Welt nichts welches er stattdessen nach Hause bringt. Kann mich irgendwer verstehen oder mir helfen?
Hi... Helfen kann ich dir leider nicht aber ich kann dich verstehen!! Gegen den Kinderwunsch ist man wirklich irgendwie machtlos und die Vorstellung, dass man ihn unterdrücken soll ist furchtbar. Bei meinem Mann wäre es wahrscheinlich so, dass er es nicht ertragen könnte, mich unglücklich zu sehen, und darum einlenken würde. Wenn er eh nicht viel Arbeit hat mit dem ersten Kind, warum stört es ihn dann, das ist schon eine gute Frage. Wahrscheinlich hat er Angst, dass sich was ändert und ihr wieder alles von vorne durchmachen müsst mit Babygeschrei etc... Unser zweiter Sohn hat eine Entwicklungsverzögerung und eine Augenbewegungsstörung, die vielleicht, vielleicht auch nicht genetisch bedingt ist und vielleicht oder eben auch nicht vererbt, also von einem von uns kommt. Der Genetiker hätte uns beim Beratungsgespräch (wir haben keinen Test machen lassen) auf dieser Basis schon mehr oder weniger davon abgeraten weitere Kinder zu bekommen, obwohl er keine Ahnung hat wie die Zukunft aussieht, bisher entwickelt er sich toll trotz Verzögerung. Wir haben uns noch gar nicht entschieden, ob wir ein drittes wollen aber allein der Gedanke, dass jemand anderes als ich selbst (die Genetik in diesem Fall) mir den Kinderwunsch indirekt vermiesen will ist furchtbar. Man kann auch mit einem Einzelkind ein tolles Leben führen und es hat sicher super viele Vorteile, aber man sollte sich halt im Idealfall doch selber dafür entscheiden können, sonst muss man damit irgendwie anders seinen Frieden finden, das dauert bestimmt seine Zeit. Ein Kompromiss ist in diesem Fall sehr schwer..man muss sich da wohl vor Augen führen, wie schön das Leben jetzt ist mit einem Kind und dem Mann den man liebt und es genießen. Fühle dich gedrückt!!
Glaube, bei sowas braucht man eine Paartherapie. Ich frage mich aber auch, wie Du das Deinem Kind erklären würdest, warum Du gegangen bist. Wie wird es sich fühlen? Wird es denken, dass es nicht genug war, um Dich glücklich zu machen, sodass Du sogar die Beziehung beenden musstest, um Dich besser zu fühlen? Ich glaube, das Ziel sollte es sein, damit zurechtzukommen und dabei glücklich sein zu können. Du hast ja auch Verantwortung für das Kind. Für mich persönlich würde das im Fokus stehen, aber natürlich nicht einfach so, sondern mit hoffentlich erfolgreicher Paartherapie. Wir wollten 3, aber u.a. weil ich dann 40 gewesen wäre beim 3. haben wir es sein lassen. Neben allem Stress mit zweien und dass man froh ist, dass es bald hoffentlich einfacher wird, hat uns das Gesundheitsthema auch besorgt. Sowohl für Mutter als auch Kind. Wir sind froh über 2 gesunde Kinder und wollten das Glück nicht herausfordern.
Das ist eine verdammt blöde Situation, in der nur Reden hilft. Es braucht wirklichen Austausch, ggf mit Hilfe einer Paarberatung/Familienberatung. Am Ende müsst ihr beide euch mit einer Entscheidung wohl fühlen. Alles Gute
Ich kann dich gut verstehen. Vor allem da für es für dich ja mit 2 schon ein Kompromiss von vorneherein war, wenn du immer von 3 geträumt hast. Weiß das denn dein Freund, dass eigentlich 2 Kinder für dich bereits ein Kompromiss sind? Ich denke auch, dass miteinander reden wichtig ist. Was sind denn bei dir die genauen Gründe für 2 Kinder. Kann das dein Freund denn verstehen? Warum will dein Freund kein weiteres Kind? Ich höre Angst vor Veränderung heraus, vielleicht hat er auch Bedenken, dass du dann weniger Zeit für ihn hast. Was sagt er denn dazu, dass du unglücklich bist, weil er ja auch seine ursprüngliche Vereinbarung von 2 Kindern plötzlich nicht mehr einhalten will? Mir ging es ähnlich, allerdings für mein erstes Kind. Vor der Beziehung haben wir unsere Zukunftspläne ausgetauscht, von seiner Seite kam Hochzeit und 2 Kinder. War für mich passend. Da ich auch schon Mitte 30 zu der Zeit war, kam mein Kinderwunsch bereits nach ca. 1 Jahr als wir zusammen waren. Ich wurde regelmäßig vertröstet um irgendwann zu erfahren, naja er ist sich nicht sicher, ob er überhaupt Kinder will. Ich habe mich Jahre hinhalten lassen um irgendwann zu beschließen, ich mache es eben ohne ihn. Die Beziehung ging dabei allerdings in die Brüche. Mittlerweile bin ich allerdings zumindest schwanger. Ob ich für ein zweites Kind allerdings nicht dann schon zu alt bin, weiß ich nicht und macht mich jetzt schon traurig. Obwohl ich ja noch nicht einmal weiß wie ich mit einem Kind zurecht komme. Ich bin teilweise aber wütend auf mich selbst, dass ich mich Jahre lang wegen eines Mannes hinhalten lassen habe und so meinen Wunsch von 2 Kindern gefährdet habe. Ich sehe es daher so, dass kein Mann über das Glück von Frauen entscheiden sollen dürfte. Denn wir Frauen müssen damit leben, ob wir so glücklich werden können oder nicht. Vielen Männern ist es leider oft egal, ob die Frau dabei glücklich wird, solange sie ihren Weg haben. Diese Einstellung kommt leider daher, dass ich viele negative Erfahrungen mit Männern gesammelt habe (nicht nur in eigenen Beziehungen, sondern auch von Menschen, die mir sehr nahe stehen). Und ja es gibt vermutlich auch ein paar einfühlsame Männer, die werden aber zumindest dazu bereit sein eingehend über das Thema zu sprechen, so dass hinterher zumindest beide Seiten sich verstanden fühlen. Und das klingt bei deinem Freund leider nicht so. :-( Was meine Vorredner bereits geschrieben haben, dass du natürlich auch an deine Tochter denken musst, ist natürlich auch richtig. Allerdings sind Kinder sehr sensibel und auch sie merkt, wenn du auf Dauer unglücklich bist. Und wenn sie dann noch erfährt, dass du das bist, weil dein Freund andere Wünsche hat und diese durchsetzt, ist das auch keine gute Lernerfahrung (Es ist OK, wenn Frauen leiden damit die Männer bekommen was sie wollen?). Sollte es dann noch häufiger zu Streit kommen, ist auch das für die Tochter sehr belastend.