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"Monster" gibt es überall...

"Monster" gibt es überall...

nilo1988

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...nicht nur in Indien. Auch in Deutschland. http://www.sueddeutsche.de/panorama/berlin-moabit-obdachlose-von-zwei-maennern-vergewaltigt-und-schwer-verletzt-1.1584795 Und ich möchte beinahe wetten, dass die Täter glimpflich davon kommen werden. Schließlich waren sie betrunken.


Pamo

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Antwort auf Beitrag von nilo1988

Klar gibt es die überall.


benny&yannick

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Antwort auf Beitrag von nilo1988

Und hatten eine schlechte Kindheit, die auch von Gewalt gezeugt war. Grauenvoll und abartig.....


Leewja

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Antwort auf Beitrag von benny&yannick

in Indien scheint es nur eben leider keine Ausnahme zu sein---und hier eben doch. Die frauenverachtende gesellschaft dort, wo solche vergewaltigungen quasi an der tagesordnung sind, ist schon was anderes, als hier. dass es böse, schlimme menschen und taten überall gibt, das weiß man ja. aber dort schützt der staat und schützt die gesellschaft die frauen nicht und auch empörung kommt eben erst jetzt massiv auf...aus der bevölkerung, nicht von oben...


Zero

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Antwort auf Beitrag von Leewja

in Deutschland ist das leider auch weit verbreitet - aber ein TABU Thema, darüber spricht man nicht ... Wenn sich mehr Menschen trauen würden, ihren Mißbrauch anzuprangern, würden die Täter ihre Opfer nicht so in der Hand haben. Das Wort "TABU" muß aus den Köpfen raus ... nicht nur hier, sondern auf der ganzen Welt.


Catmu

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Antwort auf Beitrag von Zero

Hier ist es weitaus weniger Tabu als in anderen Ländern, mit weitaus mehr Anlaufstellen als in anderen Ländern. Dass Frau so etwas nur schwer Preis gibt, liegt sicher auch in der Natur der Sache.


Zero

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Antwort auf Beitrag von Catmu

Das liegt nicht in der Natur der Sache - das ist pure Angst und Scham. Es ist in anderen Ländern kein Tabu - sondern mittlerweile Alltag und wird als gegeben hingenommen - leider.


Catmu

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Antwort auf Beitrag von Zero

Es liegt in der Natur der Sache, da so etwas immer schwer ist, anderen zu schildern, egal wie offen damit umgegangen wird. Jemand, dem so etwas passiert ist, wird es nie leicht fallen, zu sagen, Opfer einer SOLCHEN Straftat geworden zu sein.


Leewja

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Antwort auf Beitrag von Zero

vergewaltigungen so sehr an der tagesordnung sind, dass man quasi jederzeit damit rechenn muss. zudem gibt es kein kastensystem in den Köpfen, dass die sache noch verstärkt, weil "unberührbare" eh keine chance auf gerechtigkeit und recht haben. und: welche polizisten hier sind denn 2Regelhaft" bestechlich und drohen den opfern noch, wenn sie das verbrechen anzeigen?


Zero

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Antwort auf Beitrag von Catmu

Ich wurde 8 Jahre sexuell mißbraucht und es hat Jahre gedauert, ehe ich bereit war, drüber zu sprechen. Aus Angst und aus Scham. Wenn die Gesellschaft solche Themen nicht immer und immer wieder als Tabu sehen würde, sondern Menschen, die das seelisch überleben konnten helfen, indem sie zuhören und nicht mit dem Finger zeigen oder verurteilen, dann wäre diesem Menschen geholfen. Was auch helfen würde, wenn die Peiniger mehr als 2 Jahre auf Bewährung bekommen würden ... die Seele leidet das ganze Leben, Mißbrauch läßt sich nicht mehr raustreichen.


Kolkrabe

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Antwort auf Beitrag von Zero

das Problem ist dass der Missbrauchte nicht den Mut hat jemandem zu vertrauen. Der Missbrauchte ist ängstlich, hat kein Selbstbewusstsein und lebt ind er ständigen Angst dass der Täter seine Drohung wahr macht. Das "Opfer" ist hilflos, in einer Abhängigkeit zum Täter und kann sich selten daraus befreien. Die Tatsache dass die Opfer die Schuld zugewiesen bekommen lässt sie noch viel mehr verkümmern. Wir brauchen eine Gesellschaft in der wir Menschen die anders sind nicht verurteilen, sondern wir sollten ihnen die Möglichkeit geben dass sie uns Vertrauen schenken können. Denn nur wer vertraut bricht sein Schweigen. Wir müssen also offener, ehrlicher, freundlicher und hilfsbereiter werden. Weniger Ich-bezogen und auf andere schauen. Dann können sich Opfer auch öffnen und den Täter anprangern.


Catmu

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Antwort auf Beitrag von Zero

Ich versteh nicht ganz, wie es gemeint ist, dass andere das als Tabu sehen. Inwiefern? Und wer? Ich habe mit diesem Thema und den Tätern, auch mit den Opfern, allerdings mit denen weniger, beruflich zu tun. Oft tut die Familie so, als bekämen sie nichts mit oder als entspräche das, was das Opfer sagt, nicht der Wahrheit. Andere, Außenstehende allerdings zeigen in keiner weise auf das Opfer, im Gegenteil.


Leewja

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Antwort auf Beitrag von Zero

aber es ist was anderes, als das, was in Indien und was ´jetzt im o.g. Artikel genannt wird. Da geht es nicht um jahrelangen missbrauch durch menschen, denen man eigentlich vertrauen können sollte, sondern um brutale vergewaltigungen durch unbekannte. ich will das gar nicht gegeneinander werten,aufwiegen, vergleichen etc., es ist nur einfach ein anderes thema. und diese brutalen vergewaltigungen werden hier sicher nicht, wie in indien, als alltäglich gesehn und hingenommen und vom staat noch (durch vertuschung, bestechung, prozessverzögerung und schiere gleichgöltigkeit gegenüber frauen und "unberührbaren") gefördert...


Kolkrabe

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Antwort auf Beitrag von Leewja

in vielen, vielen Ländern eine andere Wertigkeit. Daher ärgert es mich wenn Männer sich über Frauen wie alice schwarzer etc. aufregen. Nicht alles was diese Frauen machen ist gut - aber sie haben uns ein ganzes Stück weiter gebracht. Ist es in einigen Ecken Indiens nicht so dass dort Witwen mit verbrannt werden? Habt ihr den Bericht gesehen dass dort immer mehr "Verwahrungsanstalten" entstehen in denen indische Frauen als Leihmütter "missbraucht" werden?


Zero

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Antwort auf Beitrag von Kolkrabe

Das was ich erlebt habe, ist nicht mit dem gleizusetzen, was in Indien gschieht - da ist das Problem auch die Aufklärung. Ich bn grade auf der Arbeit und kann nicht so schreiben, wie ich wollte. Ich weiß, worauf ihr hinaus wollt und was meint. Catmu - Tabu innerhalb der Familie: Es wird nicht drüber gesprochen, es wird toleriert - aus welchem Grund auch immer. In der Gesellschaft - man spricht nicht drüber und wenn, dann nur hinter vorgehaltener Hand. Wenn Überlebende dahingehend gestärkt werden, dass auch wirklich was passiert und man sich nicht schämen muß, für das, was passiert ist, würden sich auch mehr zu Wort melden. Ich möchte gar nicht wissen, wie hoch die Dunkelziffer ist.