Immer mal wieder vergehen Wochenenden bei uns ohne Ausflug. Nichtmal ein kleiner, wir Spielplatz, haben wir gemacht. Oft scheitert es daran, dass wir morgens einen anderen Termin haben, z.B. Frisör, und die Kinder (3+6) dann glücklich zu ihrem Spielzeug gehen und vertieft bauen. Dann denken wir uns "Ach, warum jetzt 30 Minuten fahren und vorher noch Kram packen, sie spielen doch so schön, können ja auch noch in den Garten". Irgendwann, wenn es sich nicht mehr wirklich lohnt, loszugehen, setzt dann der Lagerkoller ein und wir Eltern sind unzufrieden, es wieder nicht durchgezogen zu haben und auch selbst nicht rausgekommen zu sein? Kennt das jemand und wie überwindet Ihr Euch dazu, Euren Plan durchzuziehen, auch, wenn es für den Moment zu Hause eigentlich ganz nett ist?
Antwort auf Beitrag von TatsächlichLiebe
In meiner Freizeit möchte ich nicht "durchziehen"; sich einfach mal treiben lassen ist doch schön. Bin ein großer Freund von spontanen "Ausflügen". Ein kurzer Gang nach draußen gegen den Lagerkoller braucht keine 30 min. Vorbereitung.
Antwort auf Beitrag von die_ente_macht_nagnag
Sehe das im Großen und Ganzen genauso. Mit unserem Kind haben wir tatsächlich nur wenige Ausflüge gemacht. Am Wochenende haben wir nach stressiger Woche lieber entspannt. Natürlich waren wir auch mal unterwegs (meist waren es Besuche bei Freunden oder zweitägige Besuche bei meinen Eltern, aber durchaus auch mal Rodeln, Zoobesuch etc.), aber es war nicht oft. Wenn du das Gefühl hast, dass du gerne irgendwohin möchtest, dann sprich es doch an: LAss uns am WE mal da und dahin fahren... Auch mit Kindern kann man spontan sein. Es muss ja keine Weltreise sein. Dann muss man auch nicht viel vorbereiten.
Antwort auf Beitrag von TatsächlichLiebe
Am Abend vorher vorbereiten, die Ausflugssachen mit zum morgendlichen Termin nehmen und von da direkt durchstarten geht bei euch nicht? Ansonsten könnt ihr Eltern auch alleine los, ehe euer Lagerkoller kommt. Einer geht mit zum Frisör, während der andere seine "raus-Zeit" hat. Gemeinsam Mittagessen und anschließend geht der Frisörbegleiter raus gegen den Koller. Kinder profitieren tatsächlich davon, sich auch mal zu Hause zu langweilen. Gerade wenn ihr einen schönen Garten habt, spricht nichts dagegen es sich entspannt zu machen. Blöd wird es, wenn die Entspannung der Kinder auf eurem Rücken ausgetragen wird, z.B. weil ihr euch dann gezwungen fühlt mitzuspielen oder im Haushalt aufzuräumen oder oder oder, obwohl ihr eigentlich andere Bedürfnisse habt. Die müsst ihr euch am Wochenende schon auch erfüllen können, aber die Frage ist ob das nur durch einen Ausflug funktioniert oder der Ausflug ein Sinnbild für etwas anderes ist: Bewegung? Frische Luft? Seele baumeln lassen? Ungestörte Familienzeit? All das kann man auch zu Hause erreichen, wenn man entsprechende Entscheidungen trifft.
Antwort auf Beitrag von TatsächlichLiebe
Huhu, müsst ihr denn immer als ganze Familie etwas machen? Als die Kinder so klein waren, haben mein Mann und ich einfach auch mal getrennte Sachen unternommen. Ich habe zum Beispiel eine Freundin besucht, einen Wochenendkurs gemacht, bin abends ins Theater gegangen, einfach zum Bummeln in die Stadt oder schwimmen gegangen oder allein gejoggt oder habe eine kleine Wanderung gemacht. Wenn ihr dann auch mal gern als ganze Familie etwas machen wollt, dann macht es halt, auch wenn die Kinder spielen. Sie können ja hinterher weiterspielen. Wenn wir einen Ausflug planen, gehen wir vorher nicht noch zum Frisör, sondern starten einfach gleich nach dem Frühstück, fertig. Das schafft ihr sicher auch. LG
Antwort auf Beitrag von TatsächlichLiebe
ist es denn wirklich lagerkoller oder nur das gefühl irgendwelchen erwartungen nicht entsprochen zu haben? habt ihr beide dann lagerkoller oder nur einer und der andere meint das dem anderen zuliebe haben zu sollen? bei uns ist mein mann ist eher derjenige der am we was "machen" will. was auch daran liegt dass ich unter der woche sehr stark fremdgesteuert bin in meinen beruflichen terminen und dann am we gerne "terminfrei" bin. dauerte ein bisschen bis wir das so auseinandersortiert hatten denn am beginn unserer beziehung (ich studentin, er berufstätig) war das noch anders. Ihr beschließt nach dem termin (am samstag?) einen plan: "wir bleiben daheim, lassen die kinder spielen und genießen den garten." spontan weil die kinder so schön spielen und irgendwie bei euch eltern (bei beiden??) nicht genug energie da ist für irgendwas darüber hinaus aber dennoch ein plan. warum ist der plan irgendwann dann doch nicht mehr ausreichend? das wochenende hat doch auch 2 tage? wenn samstags nach dem termin keine energie mehr da ist kann man doch für den sonntag was durchziehen? ansonsten ein tipp: bei anschubschwierigkeiten hilft oft ein "zwang". z.b. vorher online eintrittskarten mit timeslot kaufen, sich mit jemandem verabreden, einen tisch reservieren.... aber dann vorher wirklich überlegen ob man das will oder nur wollen zu müssen glaubt.
Antwort auf Beitrag von WonderWoman
Danke an alle für die Denkanstöße. Klar, Langeweile ist für Kinder auch mal wichtig, man muss nicht 24/7 bespaßen, aber es ist eben schon so, dass wir Eltern gerne alle zusammen etwas mit den Kindern machen wollen, aber tatsächlich ist morgens manchmal etwas anderes dran (Frisör, Fußball vom Kind, Einkauf...), dass dann irgendwie die Motivation fehlt. Denn es ist in dem Alter ja doch nicht damit getan, nur Schuhe anzuziehen und ein Päckchen Taschentücher einzupacken. Gut finde ich die Sache mit dem "Zwang" und das stimmt, Verabredungen helfen, damit man es auch macht, aber die Sorgen halt auch für Stress. Ja, was will ich eigentlich? 😉 Mir kam die Idee für ein Spiel, Ausflüge auf Kärtchen und dann ziehen. Dann wäre die Frage nicht mehr, "ob", sondern nur noch "was"? Im Nachhinein ist mir einfach so viel eingefallen, was man hätte machen können...
Antwort auf Beitrag von TatsächlichLiebe
"dass dann irgendwie die Motivation fehlt. Denn es ist in dem Alter ja doch nicht damit getan, nur Schuhe anzuziehen und ein Päckchen Taschentücher einzupacken. " Das klingt nach Durchtaktung mit anschließendem Ausgepowert-Sein und Ruhebedürfnis, oder wie oben jemand schrieb, "Trödelbedürfnis". Dem kommt die Idee mit den Spielkärtchen, die du hattest, sehr entgegen, weil damit die Entscheidungs- und Einigungsschwelle fällt, die auch mühsam sein kann. Ich war früher am Wochenende auch oft ausgepowert von der Woche, Kind1 hatte zusätzlich früh Turntermine am Wochenende. Trotzdem habe ich mir oft Ausflüge mit den Kindern vorgenommen, um z. B. andere Freunde zu sehen und weil ich wusste, dass mir das mehr Energie für die nächste Woche gibt als "Laufenlassen" mit Unzufriedenheit am Ende. Ich bin aber selbst auch eine, die ohne Input von außen leicht hohldreht oder von Routine sehr schnell gelangweilt ist. Für die Kinder war das in dem Alter, glaube ich, weniger relevant, aber die waren am Ende auch ausgeglichener, wenn ich zufrieden war.
Antwort auf Beitrag von TatsächlichLiebe
"....es wieder nicht durchgezogen zu haben" Dann liegt es eventuell an eurer Planung. Da es ein "schon wieder" ist, braucht Ihr eine andere Hervorgehensweise. Sachen vorher packen, Eintrittskarten vorher kaufen, Zeitplan vorher durchsprechen. Damit klar ist, nach dem Frisör und Mittagessen geht es aus dem Haus. Alternativ eigenständig für den Lagerkoller eine Runde im Park spazieren, joggen, Radfahren .... ohne Kinder und nur der, der das Bedürfnis spürt, heute müsste er/sie noch etwas "machen". Alternativ den Lagerkoller kompensieren indem man sich bewusster macht, dass es auch zuhause ganz nett sein kann.
Antwort auf Beitrag von TatsächlichLiebe
Wir hätten gerne die Möglichkeit einfach mal zuhause zu bleiben 😁 Meine Tochter ist gerne zuhause und spielt. Mit Kindergarten/Schule, Termine bleibt da unter der Woche oft sehr wenig Zeit. Da ist es doch schön wenn man dafür mal Zeit hat. Wozu hat man sonst die Unmengen an Spielzeug ;-) Wir unternehmen auch viel aber ich freue mich wenn mal an einem Samstag oder Sonntag gar nichts ansteht.
Antwort auf Beitrag von TatsächlichLiebe
Bei uns lief es früher auch öfters so, dass wir morgens ewig überlegen irgendwo hin zu fahren, uns dann aber mit Haushalt, Besorgungen oder einfach "Trödelbedürftnis" verzettelt haben. In letzter Zeit läuft es deutlich besser, was denke ich an der folgenden Mischung liegt: - Erwartungen an das Wochenende runterschrauben und priorisieren Für uns funktioniert jedes Wochenende Ausflüge nicht, da dann andere Dinge zu kurz kommen (Haus, Garten, Ruhe- und "Trödelbedüftnis" - mal keinen Zeitdruck zu haben und sich treiben zu lassen). Ich glaube nicht, dass Kindern dadurch etwas fehlt. Im Gegenteil, Langeweile und Freispiel in einer gewohnten Umgebung sind auch sehr wertvoll. - Größere Ausflüge im Vorfeld vorbereiten Ziel am Vortag festlegen, ggf. Eintrittskarten kaufen, Freunde fragen, ob sie mitkommen wollen. Der Ausflug ist dann ein fester Termin im Kalender und es geht meist direkt nach dem Frühstück los. An den Tag wird dann nicht noch Wäsche gewaschen, oder erstmal gechilllt 😅 Bei einem Zoobesuch z.B. ist die Motivation automatisch da, man will ja etwas vom Tag haben, wenn man schon den teuren Eintritt zahlt🙃 - Kleine "Standard"-Ausflüge in der direkten Umgebung Falls der halbe Tag bereits rum ist, und dann der Lagerkoller zuschlägt, haben wir ein paar Orte direkt in der Nähe (max. 15 Minuten Fahrzeit), die wir ansteuern: Spielplätze, Biergarten, Bibliothek, Park.. Das ist nichts spektakuläres, aber da wir nicht ständig dort sind, trotzdem eine schöne Abwechslung. Da wir den Ort schon kennen, ist es auch nicht schlimm, wenn wir nur für 1-2 Stunden bleiben können. Und besonders viel packen muss man dafür auch nicht. Wickeltasche (bei uns mittlerweile Ausflugsrucksack), Trinkflaschen, evtl. Snacks. Ich fange da auch nicht mit Obst schnippeln an, nehme einfach ein kleines Messer mit und schneide vor Ort nach Bedarf. Das kann ggf. sogar ein Elternteil mit den Kindern alleine unternehmen, falls der andere seine Ruhe zu Hause braucht. Wenn es bei euch am konkreten Zielen scheitert, könntet ihr zwei Listen anlegen, ob im Handy, oder ein Stapel Flyer im Regal. Einmal "tagesfüllende" Ziele und einmal die kleinen "wir müssen mal kurz raus ohne großen Aufwand". Als Trost: Ich finde, es ist ein gutes Zeichen, dass eure Kinder so oft entspannt zu Hause sind 😉 ich kenne auch Familien, die fast das ganze Wochenende mit den Kindern aus dem Haus "flüchten", weil es ständig Reibereien gibt, wenn sie daheim bleiben.
Antwort auf Beitrag von TatsächlichLiebe
Hallo mein Sohn ist jetzt bereits 22 u. die gemeinsamen Ausflüge natürlich seit einer Weile vorbei, aber wir haben tatsächlich jedes WE etwas zusammen mit ihm gemacht, und wir denken alle gerne daran zurück u. haben auch einige Fotos gemacht die jetzt auch teils als Erinnerung in unseren Zimmern hängen, finde die Erinnerung sehr schön. Bei uns war es so: da wir beide jeden Samstag bis 14 h arbeiten (ca. 10 Samstage im JAHR haben wir mal frei), wurden u. werden NIE Termine wie Einkauf o. Frisör aufs WE gelegt. Das kann man auch abends.... Nach unserer Samstagsarbeit war unser Sohn im jungen Alter bereits zum 2. Mal ausgeruht (Mittagsschlaf), so dass wir auch gegen Nachmittag noch mit ihm raus konnten u. auch mal noch abends länger bleiben konnten. Sonntags wurde etwas länger geschlafen u. ausgiebig gefrühstückt u.danach wurde was altersgerechtes unternómmen, sei es Spielplatz, Zoo, Tierpark, Museum, Feuerwehr- etc. tage der offenen Tür, Weihnachtsmarkt, Kerwe, Bierfeste mit Brauereibesichtigung, Spaziergänge Wald/Feld mit Sammeln von Bastelmaterial oft z.B. Blättern, Kastanien etc, Schwimmbad, .... meist habe ich vorher ins Wochenblatt geschaut, ob etwas interessantes ansteht o. ob es halt "nur" Spielplatz oder Wald z.B. wird. Unser Sohn hat bis er so 14 war sogar gefragt "was unternehmen wir heute", er hat es genauso wie wir genossen.... Spielen im Zimmer u. Garten, das wurde an normalen Werktagen gemacht, da wir da weniger Zeit hatten. Zeug packen - nehmt einen Rucksack u. packt da schonmal z.B. immer eine Wasserflasche rein, bisschen Obst o. Brot habt ihr dann gleich mit reingeschmissen (unser Sohn hat sogar unterwegs wenn er Hunger hatte Zwieback trocken aus dem Päckchen gefuttert, da lag immer im Auto bzw. im Kiwa). Wir haben im Winter auch immer eine Tasche mit Wechselsocken u. Handschuhen/Schal/Mütze im Auto liegen, auch heute noch für uns ohne Kind, ist praktisch einfach mal spontan los zu können ohne "Suche". Auch eine Picknickdecke darf z. B. klein gefaltet dort dabei sein..... viele Grüße
Antwort auf Beitrag von RR
Das bestärkt mich darin, dass es sich doch lohnt, bemüht zu sein. Ausflüge "durchzuziehen". Wenn man dort ist, ist es ja auch meist schön und man denkt sich selten "wären wir mal zu Hause geblieben". Über das Nachschlagen im Wochenblatt musste ich schmunzeln. Bei uns berichten sie fast immer nur NACH einer Veranstaltung und es gibt gar keine Veranstaltungstipps mehr im Blättchen 😅
Antwort auf Beitrag von TatsächlichLiebe
Ich kann mich hier nicht mal mehr auf Insta verlassen. Der Algorithmus funktioniert so komisch, dass mir viele Sachen erst nachträglich angezeigt werden, wo ich dann denke: "Jo, wäre auch schön gewesen".
Antwort auf Beitrag von User-1792264373
Gut zu wissen, denn dort bin ich nicht angemeldet und dachte manchmal schon, dass ich das für so etwas bräuchte 😅
Antwort auf Beitrag von TatsächlichLiebe
Das mit Instagram kenne ich als Prinzip auch: Sobald man eine Veranstaltung angezeigt bekommt, sieht man erst mal, dass sie gestern war. Ein kleiner eigener Kalender mit wiederkehrenden Sachen wäre wahrscheinlich verlässlicher.
Antwort auf Beitrag von TatsächlichLiebe
Habt ihr mal ausprobiert, nur einen größeren Ausflug pro Monat fest einzuplanen und den Rest wirklich spontan zu lassen?
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