Hallo, vielen Dank für Euren Zuspruch und Eure Tipps. Hier noch ein paar Antworten. In die Kita gehen sie ganztags, seit sie 15 Monate sind. Das ist eine gute Kita, da gehen sie jeden Tag raus, mehrfach in der Woche werden Waldspaziergänge gemacht, einmal die Woche geht's zum Turnen. Die Kita hat einen grossen Spielplatz mit massenhaft Traktoren, Dreirädern, einer grossen Kletterburg zu rumturnen.... Eine der Betreuerinnen hat eine Ausbildung in Kindertheater und macht ganz viele Spiele mit ihnen, singt und tanzt und was weiss ich. An mangelnder Bewegung oder Ansprache tagsüber liegt es nicht. Mir sagte man auch, wenn die erstmal in die Gruppe von den "Grossen" (über 2jährigen) gehen, dann sind die abends groggy. Das ginge allen so. Pustekuchen. Allen anderen, aber meinen nicht. *schiefgrins* An Weihnachten haben sie zwei richtige Fahrräder bekommen. Wir machen damit am WE Touren von fast 2 Stunden mit Spielplatzrumgetobe dazwischen und glaubt ihr, die wären abends müde? Pustekuchen. Das wirklich einzige Mal, wo es mir gelungen ist, sie körperlich auszupowern ist, als ich mal mit 2 Freundinnen zusammen in der Eifel war - da waren die Jungs noch nicht mal zwei Jahre alt, da sind wir mit denen im Winter anderhalb (!) Stunden Hügel hoch Hügel runter zu Fuss (und konnten uns halt abwechseln mit motivieren, trösten, auch mal 5 Minuten tragen usw.). Da waren sie müde. Aber alleine mit den beiden würd ich sowas nie machen. (Und die Freundinnen haben auch nur ein oder zweimal im Jahr für solche Ausflüge Zeit). Ja, die beiden haben mich zum Teil im Griff, weil ich noch dazu einen sehr anstrengenden Job habe, in dem keine Schwäche und kein schlechter Tag geduldet wird. Weil ich abends oft einfach so müde von der Arbeit bin, wenn ich sie von der Kita abhole, dass ich kaum noch japsen kann und wenn man todmüde ist, dann wird das mit der Erziehung schwierig, weil man weniger Kraft und Phantasie hat, um Situationen zu entschärfen. Das ist nunmal so. Und Jobsuche (nach etwas anderem, mit regelmässigen Arbeitszeiten, vielleicht nicht so anstrengend, als Angestellte mit einer gewissen Jobsicherheit also) habe ich nach über 2 Jahren gesteckt. Zu alt (43) und zu kleine Kinder. Ich spar mir meine Energie jetzt. Und abends gibt es bei uns kein Programm mehr. Wir kommen heim, spielen noch eine Viertelstunde, (ein Puzzle oder Memory) ich mach uns was zu essen, wir kucken Sandmännchen. Dann geht's hoch, Schlafanzug an, ins Bad, noch zwei Bücher lesen (für jeden eins) und dann Licht aus. Das ist ein ganz festes Ritual, das es schon mindestens die letzten anderthalb Jahre so gibt. Aber es nutzt alles nix. Hab das "Schlafprogramm" (mit Schreienlassen und alle 5, 10, 15 Min. reingehen) schon dreimal durchgezogen. Dann krieg ich eine Woche lang überhaupt nix zu schlafen (und meine Nachbarn auch nicht, die Wände sind wie Pappe) und bin eigentlich arbeitsunfähig. Aber sobald dann der nächste Infekt kommt mit 40 auch schon mal fast 41 Fieber ist wieder alles hinüber. Und im Winter passiert sowas mindesten zweimal pro Monat. Ich führe mittlerweile schon Statistiken darüber, weil es mir so wahnsinnig viel erscheint, um einfach mal die Realitätsprüfung zu machen und es IST so. (Zumindest über die letzten 15 Monate). KA meint, bis zu 15 Infekte im Jahr pro Kind sind normal, bei meinen beiden sinds halt ein paar mehr, aber kein Grund zur Aufregung. War heute morgen bevor ich los auf Dienstreise musste mit Richard noch wegen seiner schmerzenden Beine (beide müssen jetzt wegen Tendenz zu X-Beinen und Plattfüssen zur Physiotherapie) beim KA und hab ihn nach einer Schlafsprechstunde gefragt. Sowas gibt es aber in Luxemburg nicht, und er wird sich mal in Trier erkundigen. Jobmässig habe ich schon soweit zurückgefahren, wie nur irgend möglich. Verdiene nicht mehr genug, um über die Runden zu kommen. Muss jeden Monat aus meiner Altersvorsorge etwas rausnehmen. Ich habe schon sehr viele schwere Entscheidungen getroffen, um der ganzen Sache die Spitze zu nehmen und um selber ein bisschen mehr Luft zu kriegen, aber es ist und bleibt schwer. Und manchmal hab ich halt das Gefühl es wird nie besser. Dass sich nur eine Phase mit der anderen abwechselt. Aber jetzt bin ich Gott sei Dank zwei Tage auf Dienstreise. Die Arbeit ist zwar auch kein Zuckerschlecken, aber wenigstens habe ich ein ruhiges Hotelzimmer und werde heute abend um 21h00 ins Bett kriechen und 10 Stunden schlafen. Dank Euch für Eure Anteilnahme. Irgendwo muss es ja mal raus und es ist ein gutes Gefühl "gehört" und verstanden zu werden. LG Yola