Mitglied inaktiv
und die zeichen stehen auf kohl. grüßt snuggles
Echt? Ist das dann nicht mehr so ein Preis für sein Lebenswerk? Ich dachte immer man müsste "aktuell" was zum Frieden beigetragen haben.
Komitee kündigt kontroverse Entscheidung für Friedensnobelpreis an - Jagland: Wahl des Komitees ähnlich umstritten wie bei Obama = Oslo, 8. Oktober (AFP) - Eine sehr kontroverse Entscheidung bei der Vergabe des Friedensnobelpreis hat der Präsident des Norwegischen Nobel Komitees, Thorbjoern Jagland, am Freitagmorgen angekündigt. Die Wahl des Komitees werde „eindeutig“ ähnlich umstritten sein, wie die Vergabe des Friedensnobelpreises an US-Präsident Barack Obama vergangenes Jahr, sagte Jagland kurz vor der offiziellen Bekanntgabe des diesjährigen Preisträgers in Oslo. „Sie werden verstehen, sobald Sie den Namen hören“, sagte Jagland in einem Interview mit dem norwegischen Fernsehsender TV2. Als Favorit für den Friedensnobelpreis gilt der chinesische Dissident Liu Xiaobo, der wegen der Mitwirkung bei der Verfassung und Verbreitung der sogenannten Charta 08, einem Aufruf zu umfassenden politischen Reformen in China, in Haft sitzt. Die chinesische Regierung hatte kürzlich das Nobel Komitee davor gewarnt, den Preis an Liu zu vergeben.
mal die Frage so in den Raum werf? Sie warnen vor welchen Konsequenzen?
Uns keinen Plastikschrott mehr verkaufen? Was ich durchaus als Erfolg werten wuerde. Aber ich fuerchte eher, dass der Xiaobo vergroessert wuerde.
Auch letztes Jahr wurde Kohl hoch gehandelt. Da waren ja grad 20 Jahre Mauerfall... Ich denke nicht, dass es Kohl wird.
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Oh goodie.
find ich durchaus begrüssenswert.
dpa ist wie immer gut vorbereitet. ich wusste ehrlich gesagt kaum was über ihn und hätte mich trotz allem ein bisschen für die birne gefreut. ungefähr so ähnlich wie beim papst Liu Xiaobo - sanfter Vorkämpfer für Demokratie Von Andreas Landwehr, dpa = Erstmals wurde ein Friedensnobelpreis an einen Chinesen vergeben. Die Auszeichnung für Liu Xiaobo ermutigt die gesamte Bürgerrechtsbewegung in China. Es ist eine Provokation für die kommunistischen Führer, die ihren absoluten Machtanspruch mit allen Mitteln verteidigen. Peking (dpa) - Die Vergabe des Friedensnobelpreises an Liu Xiaobo ist ein Schlag ins Gesicht für die kommunistische Führung in Peking. Der 54-Jährige gilt als Staatsfeind Nummer Eins. Hohe Politiker der Regierung machen im privaten Gespräch keinen Hehl aus ihrer tiefen Abneigung gegenüber Liu Xiaobo und seinem demokratischen Ideengut in der „Charta 08“: „Wir durften doch nicht zulassen, dass Liu Xiaobo damit durchkommt“, suchte jüngst ein Regierungsmitglied sogar noch Verständnis für die elfjährige Haftstrafe gegen den Bürgerrechtler - als wenn das Land vor Leuten wie Liu Xiaobo bewahrt werden müsste. Die Argumentation demonstriert, wie ernst Liu Xiaobo und seine Forderung nach freiheitlichen Reformen in der obersten Führung genommen werden. Der Ehrenvorsitzende des chinesischen PEN-Clubs unabhängiger Schriftsteller zählt seit zwei Jahrzehnten zu den wichtigsten Denkern der stark dezimierten Demokratiebewegung in China. Als Liu Xiaobo mit anderen Bürgerrechtlern die „Charta 08“ entworfen hatte, war ihnen schon klar, dass einer von ihnen dafür in den Bau gehen würde - wahrscheinlich Liu Xiaobo. „Ich habe ihm damals gesagt, dass die Polizei kommen würde“, sagt seine Frau Liu Xia. „Mit Sicherheit.“ Es nahm das Risiko bewusst in Kauf. Die „Charta 08“ sieht sich in der Tradition der „Charta 77“ vom Januar 1977 gegen Menschenrechtsverletzungen in der Tschechoslowakei. Das wegweisende Manifest fordert ein Ende der Ein-Parteien-Herrschaft in China und Gewaltenteilung. „Es muss ein Ende haben, dass Wörter Verbrechen sein können“, heißt es darin. Den Appell veröffentlichten die Bürgerrechtler aus Anlass des 60. Jahrestages der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen im Dezember 2008 veröffentlicht. Mehr als 10 000 haben ihn seither unterschrieben. Noch im Dezember 2008 wurde Liu Xiaobo festgenommen und ein Jahr später wegen „Untergrabung der Staatsgewalt“ verurteilt. Er sitzt nicht zum ersten Mal im Gefängnis. Schon nach der blutigen Niederschlagung der Demokratiebewegung von 1989 musste der damalige Literaturdozent 20 Monate in Haft. In der Nacht des Massakers vom 4. Juni 1989 hatte er mit Soldaten den Abzug von Hunger streikenden Studenten vom Tian'anmen-Platz ausgehandelt. Nach der Haftentlassung wurde Liu Xiaobo sofort wieder in der Dissidentenszene aktiv. 1996 landete er für drei weitere Jahre in einem Umerziehungslager. Viermal hat Liu Xia ihren Mann nach seiner Verlegung im Frühjahr von Peking in das weit entfernte Jinzhou Gefängnis im hohen Nordosten Chinas bereits besucht. „Wir dürfen nur über Familienangelegenheiten sprechen“, berichtet die 50-Jährige. „Wir dürfen über nichts anderes reden, sonst wird das Treffen sofort abgebrochen.“ Er darf in Haft lesen. Sie bringt ihm viele Bücher. Er habe an Gewicht verloren. „Mental ist sein Zustand gut“, berichtet Liu Xia. „Aber sein Magen macht immer Probleme.“ Er müsse sich an die Gefängniskost gewöhnen. Die Vergabe des Friedensnobelpreises an einen Dissidenten in China gibt den demokratischen Kräften in China unverhofften Anschub. „Das wird dazu führen, dass mehr Chinesen aufwachen werden und sich auf China demokratische Bewegung und die Entwicklung der Menschenrechte konzentrieren werden“, sagte der langjährige Rechtsaktivist Yao Lifa, ein Mitstreiter von Liu Xiaobo und einer der ersten Unterzeichner der „Charta 08“. „Es wird sie ermutigen, ihnen Zuversicht und Hoffnung geben,“ sagt Yao Lifa. Mit dem Preis zeige die internationale Gemeinschaft auch, dass ihnen politische Reform in China wichtig sei. Es sei ein wichtiges Signal der Solidarität, finden chinesische Intellektuelle, die sich mit Petitionen für die Vergabe an Liu Xiaobo ausgesprochen hatten. Der Bürgerrechtler habe sich immer für eine friedlichen Weg eingesetzt. „Nicht konfrontativ, eher mäßigend und vernünftig“, beschreibt seine Frau Liu Xia den Stil ihres Mannes. „Er ist ein sanfter Mensch und kann doch faule Kompromisse nicht ertragen“, hat sein Freund, der Poet Bei Ling, über ihn geschrieben. „Sein eigenwilliger Charakter ist gerade unter chinesischen Intellektuellen sehr selten und kostbar.“
zur birne ohne den text gelesen zu haben: ja, wäre eine nette geste gewesen aber was kann er dafür, dass er kanzler war, als die ddr-bürger auf die straße gingen? eigentlich nichts. klar hat er das gut geleitet (auch im eigenen interesse, ich halte ihn für einen machthungrigen menschen) aber ich find, der preis hat die möglichkeit zeichen zu setzen. zeichen für noch offene probleme der welt.
danke für den Beitrag, außer seinen Namen und ganz grobe Vorstellungen von dem Mann, wußte ich auch nicht wirklich etwas, wie sich herausstellt sollte man vielleicht tiefer graben, immerhin geht es um das Leben von einem großen Teil der Menschheit... nachdem was da geschrieben steht, ist es durchaus begrüßenswert und der Birne (die ich allerdings auch noch nie wirklich mochte) vorzuziehen, alleine das Risiko, daß Xiaobo auf sich nahm immer wieder für die Menschenrechte....aber auch Hutab vor seiner Frau, die solch einen Mann unterstützt obwohl sie genau weiß, in welcher Gefahr sie sich begibt... Werde mal weiter forschen .... wieviele von dieser Charta 08 wohl überhaupt noch in China leben??? In wieweit öffentlich agieren? Plastikspielzeug aus China so "kurz" vor Weihnachten eindämmen, oh wei:-))
würde ich so sagen, sich selbst gut in Szene gesetzt damit...geleistet, hat er das diesbezüglich? Ich denke, das DDR-System hat sich sein Grab selbst geschaufelt gepaart mit mutigen Menschen, die sich getraut haben zu rebellieren....
Für Kohl?
neverever.
Lg
Fredda
Und ich dachte immer David Hasselhoff wäre der Grund für den Mauerfall. ![]()
vielleicht ist das so ein patriotisches ding. wie, wie bereits oben gepostet, beim papst. der klerus ist nichts für mich und benedikt geht mir am popöchen vorbei, aber dennoch fand ich irgendwie cool, dass ein deutscher papst ist. oder ein bis zwei niveau-etagen tiefer: lenas grand-prix-sieg. madame find ich doof, den song behämmert und dennoch habe ich mich dann gefreut. versteht ihr?
innerliches Deutschfeeling, was man eigentlich gar nicht möchte, wo man aber nicht drumherum kommt, so in etwa? Kontra Kohl spricht vorallem, das Ding mit der Mauer ist schon sooo lange gelaufen, so ein Preis wär jetzt nur noch Kopfstreichelei, vielleicht denkt der ein oder andere Ossi oder Wessi mal 2 tage anders, aber das wars auch schon. In China oder für China Zeichen zu setzen hat auch einen Hoffnungsschimmer, vielleicht schaffen es die Chinesen ja wie die "Ossis" auch auf die Straße zu gehen (und nicht erschossen zu werden:-(), gesetzte Zeichen von Außen könnten hilfreich sein... achja, der Papst mein erster Tag im Aktuell, er ist Schuld:-)) Damals ging man ja auch davon aus, daß er es nimmer lange macht höhöhö...war wohl nix.
Wahrscheinlich ist der Preis nicht mehr wert, als neben die Schlagerschüssel irgendeines niedersächsischen staksigen Landstrudels gestellt zu werden, aber besser als sie einem geschichtsmantelsaumumwehten Saumagenliebhabers mit Problemen im Umgang mit der Wahrheit ist die Vergabe an den chinesischen Dissidenten, die seine Häscher in Harnisch bringt, allemal.