Betreuung bis zum KIGA

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Geschrieben von Iny am 08.02.2018, 6:50 Uhr

Eingewöhnung klappt nicht

Hallo,
ich frage hier für eine Freundin. Ihr Sohn wird heute zwei Jahre alt und hat Anfang Januar mit der Eingewöhnung in der Krippe angefangen. Er war schon immer ein sehr anhängliches Kind, weint wenn die Mutter weg geht (auch wenn Papa oder Oma bei ihm bleiben, aber hier beruhigt er sich nach einer halben Stunde).
In der Krippe ist es nun so, dass die Mutter zwei Wochen mit dabei war. Ihr Sohn löste sich nur schwer und ist misstrauisch den Erzieherinnen und Kindern gegenüber. Nach zwei Wochen hat sie eine erste Trennung versucht. Diese scheiterte, das Kind weinte untröstlich und wurde nach zehn Minuten beendet. Dann blieb die Mutter wieder fast eine Woche dabei. Seit dem bleibt das Kind eine halbe Stunde, weint (wenn auch weniger lautstark und dramatisch) fast ununterbrochen und lässt sich weder von den Erzieherinnen trösten noch ablenken.

Was würden sie raten? Die Erzieherinnen sind ratlos, glauben nicht dass das Kind sich an die Krippe gewöhnen wird.

Iny

 
7 Antworten:

Re: Eingewöhnung klappt nicht

Antwort von rabe71 am 08.02.2018, 11:32 Uhr

Hallo,
einen richtigen Rat habe ich nicht.
Aber ich denke,dass das Kind bisher einfach keine guten Trennungserfahrungen machen durfte.
"Bei der Oma und beim Papa beruhigt es sich nach einer halben Stunde"Eine halbe Stunde ist für ein Kind halt eine Ewigkeit!
Vermutlich hat damit die Trennungsangst begonnen...



Re: Eingewöhnung klappt nicht

Antwort von Johanna3 am 08.02.2018, 18:50 Uhr

Ich würde ihr raten, die Eingewöhnung aufzugeben. Vor nicht all zu langer Zeit wurden recht viele Kinder unter vier Jahren als noch "nicht kindergartenreif" bezeichnet. Es scheint nach dem Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz jedoch tabu zu sein, dies noch laut auszusprechen.

Allerdings sehe ich auch Anlass zur Beunruhigung, wenn ein Kleinkind bei den Großeltern EINE HALBE STUNDE weint!

Wenn es irgendwie möglich ist, wäre es gut wenn die Freundin noch längere Zeit ihr Kind selbst betreut - und ihm damit erst einmal stabilen Halt und Verlässlichkeit bietet.



Re: Eingewöhnung klappt nicht

Antwort von Häsle am 09.02.2018, 7:38 Uhr

Weint er bei Papa und Oma richtig oder ist es eher ein bockiges Jammern? Echtes Weinen fände nämlich sogar ich da bedenklich.
Das mit der Krippe fände ich sonst normal. Zwei Wochen sind gar nichts für ein anhängliches Kind in dem Alter.

Ich habe zwei Kinder.
Die Große blieb ab 9 Monaten problemlos ganze Tage bei der Oma (2 -4 Tage pro Woche, und auch Mal über Nacht). Trotzdem dauerte die Eingewöhnung in der Spielgruppe, mit 2 1/2 Jahren, vier Monate (danach gab es nur noch ein kurzes Ritual-Gejammer, bevor sie fröhlich mit ihren Freunden spielte; das aber, bis sie fünf Jahre alt war).
Der Kleine hing wortwörtlich an mir (ständig an der Brust, bis er 14 Monate alt war). Ihn abzugeben (bis auf Papa und Schwester) war undenkbar, bis er zwei Jahre alt war. Er war zwar offen und mutig, brauchte aber noch jemanden aus der Kernfamilie in Sichtweite. Er ging dann mit 2 1/4 Jahren in die Spielgruppe und war nach ca. vier Wochen soweit eingewöhnt, dass er nicht mehr jammerte. Seit September ist er im Kindergarten. Auch da dauerte es nochmal zwei Wochen, bis er angekommen war.

Wir hatten das Glück, dass wir uns wegen unserer abwechselnden Arbeitszeiten viel Zeit für die Eingewöhnung nehmen konnten. Ich kann bei meinen Kindern gut zwischen Weinen und Jammern unterscheiden. Seit sie sprechen können, können sie auch schon gut erklären, wo der Schuh gerade drückt. Das ist mE der schwierigste Punkt bei einer Eingewöhnung unter/um zwei Jahre. Da braucht man einfach viel mehr Zeit, um herauszufinden, was nicht passt oder was man ändern/tun könnte, damit das Kind es leichter hat.



Re: Eingewöhnung klappt nicht

Antwort von lilke am 14.02.2018, 10:13 Uhr

Das lässt sich nur schwer beurteilen. Mit zwei fangen Kinder (wieder mal) an zu bocken und bei manchen schimmert der erste Trotz durch. Da ist dann die Frage, ob das Kind wirklich verzweifelt weint, oder weil es bockig ist und nicht will, dass Mama geht.

Wie steht die Mutter zur Betreuung? Steht sie dahinter und lenkt das Kind in die Richtung oder klammert sie selbst? Letzteres würde auch erklären, warum das Kind sich von Oma und Papa nur schwer betreuen lässt - wobei auch das wieder schwer zu beurteilen ist, denn womöglich hat das Kind zu beiden wenig Kontakt.

Zwei Wochen sind prinzipiell bei U3-Kindern wenig Eingewöhnung und viele können sich da kaum lösen. Es kommt auch sehr stark auf die Erzieher an. Wie gut können die das Kind ablenken? Wie groß ist die Gruppenstärke? Haben sie die Zeit, sich dem Kind zu nähern, so lange Mama noch da ist? Wie läuft die Zeit mit Mama dort ab? Hängt er ständig am Rockzipfel oder geht er auch mal auf die anderen Kinder oder die Erzieher zu?

Was macht die Mama in der Zeit? Spiel sie mit ihm, was total falsch wäre oder ist sie eher passiv? Manchmal kann hier helfen, wenn Mama sich ein Buch mitnimmt und wirklich still in ihrer Ecke sitzt und liest, während das Kind sich wirklich mal drauf konzentrieren kann die neue Umgebung zu erkunden.

Hat das Kind Lieblingsspielzeug, das es auch in der Krippe gibt? Etwas, womit man ihn locken kann?

Meine Kinder wurden beide U1 eingewöhnt und ich habe mir bei beiden für die Eingewöhnung etwa 5-6 Wochen Zeit gelassen (wobei Kind 1 davon 1 Woche krank war und dann in Woche 3 wieder von 0 angefangen hat). Beide kannten vorher keine Fremdbetreuung, sind aber vom Charakter her eher offene Menschen. Sie mochten aber auch beide z.B. keine größeren Gruppen (ab 10) Kinder als sie U2 waren.

Die Tochter einer Bekannten kam mit 2-2,5 in die gleiche Krippe und hat ein halbes Jahr lang ständig nur gewütet, dass sie da nicht hin will. Trotz in Reinkultur. Nach dem halben Jahr kam sie zusammen mit drei anderen Mädels aus der Krippe in die gemischte U3-Gruppe und seit dem Tag geht sie freudestrahlend und gern in die KiTa.

Du siehst, es gibt unheimlich viele Faktoren, die Du nicht wirst hier aufklären können, weil es eben nicht dein Kind ist.

Pauschal lässt sich deshalb hier kaum etwas raten finde ich. Müsste ich trotzdem...:

Wie wichtig ist die Eingewöhnung für das Kind? Muss die Mutter wieder arbeiten oder könnte das Kind noch etwa daheim betreut werden? Ggf. würde ich wenn es wirklich ein verzweifeltes Weinen ist noch einmal mit den Erziehern reden, wie die das einschätzen, ob die Eingewöhnung noch eine Chance hat. Tendieren die zu nein (und es passt finanziell), dann würde ich das Kind bis zum Sommer rausnehmen und aber in der Zeit es konsequent immer wieder für ein paar Stunden die Woche familiär fremdbetreuen lassen. Dort auch mit einer eigenen Eingewöhnung, ähnlich wie in der Krippe. Außerdem mindestens einen Kurs, wo das Kind mit anderen Kindern Kontakt hat und nicht ständig auf Mama hängt. Kinderturnen z.B. Und nach dem Sommer, wenn er dann 2,5 ist mit dem neuen KiTa-Jahr einen erneuten Versuch starten.

Ist es kein verzweifeltes Weinen, sondern Trotz, dann würde ich es noch weiter versuchen, mir aber wirklich Zeit lassen. Bei meinen Kindern hat es den größten Teil der sechs Wochen gedauert die drei bis vier Stunden bis zum Mittagessen zu bleiben. Nachdem das problemlos ging, waren Mittagessen, Mittagsschlaf und Nachmittagsbetreuung gleich mit erledigt. Wenn das Kind sich einmal gelöst hat, ist es im Grunde danach egal, wie lange es bleibt.

Die Mutter muss sich aber eben auch lösen können.

Zum Kommentar mit "Kindergartenreif"... das Kind muss mit 2 ja auch nicht in den KinderGARTEN, sondern geht in die Kinderkrippe. Und da liegen in einer guten KiTa Welten zwischen.

LG
Lilly



Re: Eingewöhnung klappt nicht

Antwort von Holzkohle am 14.02.2018, 18:24 Uhr

es ist schon Jahre her, aber meine Freundin hatte gleiches Problem. Gelöst hat sie es, indem ihr Mann das Kind in die Krippe brachte... Zwei Tage wurde anfangs bislein was gezetert, dann war Ruhe.



Re: Eingewöhnung klappt nicht

Antwort von ak am 08.03.2018, 15:55 Uhr

Will jetzt nicht meckern...

Aber warum macht man das, und setzt das Kind solchem Streß aus ?

Oder muss sie wieder arbeiten ? Dann ist das eine andere Situation.

Ansonsten stehe ich auf dem Standpunkt... Kind geht vor Job.



Re: Eingewöhnung klappt nicht

Antwort von RR am 09.03.2018, 17:29 Uhr

Hallo
ich würde sagen das Kind ist noch nicht soweit. In dem Alter keine Seltenheit. Mein Junior ist jetzt 14 u. kam erst mit 4 in den Kiga. Genau der richtige Zeitpunkt bei ihm..... würde es immer wieder so machen.

viele Grüße



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