Warme Sommernächte: Wie die Kleinen
trotzdem gut schlafen

Baby wird an der Hand gehalten

© Adobe Stock, yuliiapedchenko

Es ist heiß, die Kleinen schwitzen, sind unruhig - und schlafen schlecht. Wie dein Kind im Sommer trotzdem gut schläft, dazu bekommst du hier ein paar Tipps an die Hand.

Guter, erholsamer Schlaf ist für kleine Kinder von großer Bedeutung: Hirnentwicklung, Wachstum und Zellregeneration werden dadurch gefördert. Leider ist das Schlafen gerade im Sommer oft nicht ganz einfach, es ist lange hell, laute Nachbarn sind abends vielleicht länger draußen aktiv, weshalb man die Fenster lieber geschlossen hält, im Zimmer steht die Luft - da können nicht nur Kinder schlechter einschlafen.

Sommerschlafsäcke oder dünne Decken sind jetzt die beste Wahl

Eltern sollten für ihre Kleinen an heißen Sommernächten auf jeden Fall eine leichte Bettdecke wählen - oder sie ganz weglassen. Wenn es warm genug ist, können Kinder durchaus auch ohne Decke oder ohne Schlafsack schlafen. Ansonsten sind dünne Decken bzw. spezielle Sommerschlafsäcke aus leichtem und luftdurchlässigem Material die beste Wahl.

Schlafenszeiten nicht verschieben

Die Schlafenszeit sollte man nicht verschieben. "Selbst wenn es draußen noch hell ist, sollten Kinder ungefähr zur gleichen Zeit ins Bett gehen", rät Kinderarzt Prof. Hans-Jürgen Nentwich. Rollladen und dichte Gardinen helfen, das Zimmer abzudunkeln. Das ist wichtig, denn nur in der Dunkelheit kann man in den Tiefschlaf kommen.

Ideale Schlaftemperatur: 18 bis 20 Grad

Das Fenster darf ruhig offen stehen, solange keine lauten Geräusche wie von einer viel befahrenen Straße den Schlaf beeinträchtigen. Bitte vermeide auch unbedingt Zugluft. Generell sollte man vor dem Schlafen im Sommer aber im Kinderzimmer einmal gut durchlüften. Ideal sind zwar 18 bis 20 Grad, aber diese Temperatur ist in vielen Wohnungen nicht zu erreichen. Hilfreich ist natürlich auch, wenn man nach dem ausgiebigen Lüften am frühen Morgen die Rollos und Vorhänge tagsüber geschlossen hält, wenn die Sonne sonst ins Zimmer scheinen würde.

Ventilator nicht empfehlenswert, aber Klimaanlage

Wie sieht es aus mit Ventilator und Klimaanlage im Kinderzimmer? Ein Ventilator ist aus zwei Gründen nicht zu empfehlen, die Zugluft könnte die Kleinen irritieren und die Sicherheit ist nicht wirklich gegeben, weshalb man Kinder mit dem laufenden Gerät besser nicht allein lassen sollte.

Eine Klimaanlage kühlt natürlich, ist dabei aber meist im Betrieb laut und sie trocknet die Luft aus. Wenn sie Teil einer Hausbelüftungsanlage ist, sind Klimaanlagen aber auf jeden Fall positiv zu bewerten, heißt es von Experten. "So lange Ihr Kind nicht dem direkten kühlen Luftzug ausgesetzt ist, ist ein Abkühlen des Schlafzimmers mit Klimaanlage sogar eine sehr sinnvolle Sache", erklärt auch Dr. Busse, der Kinderarzt von Rund ums Baby.

Der richtige Zeitpunkt: nicht übermüdet ins Bett

Neben der richtigen Schlafumgebung sollten Eltern außerdem aber auch darauf achten, dass sie ihre Kleinen zwar müde, aber nicht übermüdet ins Bett legen. Darauf weisen die Experten der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) hin. Eine Stunde vor dem Einschlafen sollte das Abendessen auf dem Tisch stehen und die Kinder sollten mit ruhigen Beschäftigungen, wie malen, vorlesen, kuscheln, ihr Aktivitätslevel herunterfahren können.

Reiben sich die Kleinen ihre Augen, ist Bettzeit. Ein immer gleiches Abendritual ist perfekt: Eine Gute-Nacht-Geschichte oder ein -lied dürfen die Kleinen noch genießen, dann dürfen die Eltern am besten den Raum verlassen, denn die Kleinen sollen lernen, allein einzuschlafen. Zwei- bis Dreijährige können auch schon verstehen, wenn man sagt, dass Mama oder Papa da ist und noch einmal vorbeischaut, wenn der Sohn oder die Tochter nicht einschlafen kann.

Zuletzt überarbeitet: Juni 2023

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