Durchschlafen - endlich ruhige Nächte!

schlafendes Baby

© fotolia, olesiabilkei

Endlich mal wieder eine Nacht durchschlafen - wär´ das schön! Könnte dieser Seufzer auch von Ihnen stammen?

"Durchschlafen...?", würde Ihr Baby erstaunt fragen, wenn es könnte: "Was ist denn das?" Babys kennen nämlich den Unterschied von Tag und Nacht zunächst noch gar nicht. Einen Tag- und Nachtrhythmus müssen sie erst erlernen. Und das dauert eine gewisse Zeit. Besonders das Einschlafen am Abend, wenn der kleine Kopf noch voller Eindrücke des Tages ist, fällt ihnen besonders schwer. Sich abends zum Schlafen hinzulegen und eine möglichst lange Zeit durchzuschlafen, das will in den kleinen Köpfen erst einmal "programmiert" sein.

Erst mit vier Monaten können 70 Prozent der Babys mehr oder weniger regelmäßig von Mitternacht bis fünf Uhr morgens durchschlafen!

Babys sind Nachtschwärmer

Vielleicht haben Sie das schon in den letzten Wochen der Schwangerschaft bemerkt: Tagsüber, wenn Sie viel auf den Beinen sind, war Ihr Baby ganz ruhig. Die regelmäßigen Bewegungen wirken so richtig schön einschläfernd. Aber kaum legt man sich abends hin und will schlafen, geht im Bauch das "Turnprogramm" los. Auch in den ersten Wochen nach der Geburt behalten viele Babys diesen Rhythmus bei. Hier hilft nur eines: Geduld. Mit der Zeit lernt auch Ihr Baby, nachts zu schlafen und tagsüber zu turnen. Bis es soweit ist, sollten Sie die Schläfchenphasen Ihres Babys tagsüber unbedingt nützen um sich selber etwas ausruhen - der Wäscheberg muss dann einfach warten.

Durchschlafen kann man lernen

Trotzdem können Sie Ihrem Baby helfen, abends besser ein- und nachts besser durchzuschlafen. Lassen Sie es ab dem späten Nachmittag nicht mehr zu lange am Stück schlafen. Versuchen Sie möglichst bald, feste Schlafenszeiten und Einschlafrituale einzuführen und die Tage möglichst ruhig zu beenden. Machen Sie das Zimmer nachts - bis auf ein kleines Nachtlicht - schön dunkel. Tagsüber sollte Ihr Baby hingegen mit geöffneten Vorhängen schlafen. Vermeiden Sie nachts alles, was Unruhe bringt. Nachts Wickeln muss nur sein, wenn ein großes Geschäft in der Windel ist - ansonsten halten moderne Windeln das Kind ausreichend trocken.

Babys schlafen eher durch, wenn sie nicht alleine sind

Nächte haben es an sich, dass sie besonders still sind. Das bemerkt auch das Baby, wenn es aufwacht und fühlt sich einsam. Lassen Sie es dann nicht lange schreien. Schläft es nicht von selbst wieder ein, gehen Sie zu ihm und versuchen es mit ein paar Streicheleinheiten zu beruhigen. Vermeiden Sie dabei aber jede unnötige "Action". Singen Sie leise oder reden Sie ein bisschen mit ihm, denn Ihre Stimme hört es am allerliebsten.

Häufig sind Babys aber einfach nicht gerne allein. Versuchen Sie es zunächst einmal damit, Ihr Baby mit im Elternschlafzimmer schlafen zu lassen. Und zwar am besten nicht bei Ihnen im Elternbett, sondern in seinem eigenen Bettchen direkt daneben. Im Handel gibt es zu diesem Zweck Beistellbettchen, die mit einer Seite am Elternbett angekoppelt werden können.

Nickerchen tagsüber langsam reduzieren

Tagsüber sollten Sie Ihr Baby alle zweieinhalb bis drei Stunden füttern und wenn nötig, zum Trinken wecken. Nachts dafür - wenn's eben geht - nicht füttern. Das ist in vielen Fällen sicher leichter gesagt als getan. Dennoch brauchen eigentlich nur Babys bis zum vierten Lebensmonat eine zusätzliche nächtliche Mahlzeit - am besten im Dunkeln. Das Nuckeln an Brust oder Flasche sollte man aber nicht zur gewohnten Einschlafhilfe werden lassen.

Bei Kleinkindern empfiehlt es sich, sie tagsüber nicht zu viel und besonders nicht bis in den Nachmittag hinein schlafen zu lassen.

Zuletzt überarbeitet: Februar 2019

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