Für alleinerziehende Eltern

Für alleinerziehende Eltern

Fotogalerie

Redaktion

 
Ansicht der Antworten wählen:

Geschrieben von Hamunaptra am 12.03.2004, 21:10 Uhr

Zum Thema verbohrter Typ

Hallo Zusammen

da ist man mal 3 Tage nicht online, weils Kind Fieber hat und dann brauch ich ne Stunde, um mich durch die Antworten zu wühlen.

Aaalso bei einem Beitrag ging mir der Hut hoch, aber ich hab mich wieder beruhigt.

Als Frank damals die Vaterschaft anerkannt hat, haben wir aufm JA natürlich auch darüber gesprochen, ob gemeinsames Sorgerecht ja oder nein. Frank war damals selbst dagegen und zwar aus einem ganz einfachen Grund:

Gemeinsames SR hieße, Frank muß bei allen Entscheidungen dabei bzw. dafür sein, sei es die Aufnahme in einen Kindergarten oder in eine Schule oder Einwilligung zur OP. Frank ist von 12 Monaten im Jahr an insgesamt vielleicht 30 nicht hintereinander folgenden Tagen in München, die anderen Tage ist er IMMER im Ausland (März - September z.B. Tahiti) Wenn ich jetzt nen Krippenplatz für mein Kind im April bekommen sollte und ich die Einwilligung von Frank dafür bräuchte (was ja bei gemeinsamen SR so ist), ähm, wie dann bitte? Das Gezicke ging ja schon beim Ausstellen von Simons Geburtsurkunde los. Es hat Franks Geburtsurkunde im Original gefehlt, in Kopie lag sie vor aber nee, das Geburtsstandesamt wollte unbedingt das Original und wo war der Papa? In Mexico. 3 Monate bis Dezember. Das heißt, ich habe Simons Geburtsurkunde erst im Dezember bekommen, nachdem der Kindsvater seine im Original vorgelegt hatte. Und sowas wollten wir uns einfach ersparen, denn Frank ist einfach viel zu selten bis gar nicht in Deutschland, um wichtige Entscheidungen mit einer Unterschrift absiegeln zu können - und für ihn ist das ok. Ich habe Frank aber damals angeboten, ein Dokument beim Notar oder JA aufsetzen zu lassen, daß er Teile aus dem gemeinsamen SR zugesprochen bekommt, wie z.B. Mitentscheiden beim Aufenthaltsbestimmungsrecht oder daß er auf die Intensiv darf, falls Simon da mal liegen sollte oder im schlimmsten Falle, falls Simon und mir mal was passiert, daß er über OPs entscheiden darf, denn momentan hat er da gar keine Handhabe.

Im übrigen laufe ich Frank nicht hinterher, davon war nie die Rede. Es geht hier lediglich um den von ihm verhinderten Kontakt zu den Großeltern. Es ist immerhin auch noch Simons Familie, er hat Onkel und Tanten und Cousins und noch ein zweites Paar Großeltern, also warum darf er die nicht kennenlernen? Mir gehts doch hier net um den Typen. Natürlich habe ich in dem halben Jahr die Vorzüge des Alleinerziehens auch schon genießen können. So ist das ja nicht.

Es regt mich nur einfach auf, wenn ich jemandem, der nicht interessiert ist, das Angebot mache, sich komplett zurück zu ziehen, ohne daß ich darüber sauer bin - und derjenige mich als hysterisches, eifersüchtiges Muttertier darstellt, das sich rächen will. Wenns mir DARUM ginge, würd ich andere Geschütze auffahren.

Vielen Dank jedenfalls für Eure rege Diskussion *g* War sehr interessant.

Ganz liebe Grüße
Sue

 
1 Antwort:

Danke

Antwort von Richie am 13.03.2004, 9:28 Uhr

Hallo Hamunaptra,

Deine weiteren Informationen sind natürlich keine Bestätigung für meine unten vertretenen Auffassungen.
Du schreibst aber selbst, daß er viel
(im Ausland) unterwegs ist und von daher
sicher Probleme hat, einen engen Bezug zu eurem Kind zu gewinnen.
Dein damaliges Angebot zur gemeinsamen elterlichen Sorge ist natürlich subjektiv für ihn einerseits so viel wie Besitz der gemeinsamen elterlichen Sorge, andererseits sicher auch eine
Aufforderung zu mehr engagierter Vaterschaft.
Das, was er an persönlicher (präsenter)
Vaterschaft vermissen läßt, das versäumt er auch.
Auch wenn frau/man geneigt sein könnte,
sein Verhalten nicht verstehend zu billigen, so brächte das Dir als Mutter eigentlich nichts, denn Du kannst ihn nicht ändern, und je mehr Energie Du
in solche Veränderungen steckst, desto
mehr begünstigst Du seine Widerstände und desto mehr machst Du seine Beziehung zum Kind zu Deiner Angelegenheit. Das funktioniert selten und nur bei symbiotischen Partnerbeziehungen.
Laß ihn und mach Deinen Part.
Die Kraft für die Lasten, die so ein Kind mit sich bringt, bekommst Du gewiß
in der Freude, die es auch bedeutet und die es Dir täglich gibt.
Gruß Richie

Beitrag beantworten Beitrag beantworten

Mobile Ansicht

Impressum Über uns Mediadaten Nutzungsbedingungen Datenschutz Forenarchiv

© Copyright 1998-2020 by USMedia.   Alle Rechte vorbehalten.