Für alleinerziehende Eltern

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Geschrieben von salsa am 18.12.2003, 10:37 Uhr

Opa

Hi,
der Opa meiner Tochter ist letzte Nacht gestorben. Es ist der Vater meines Exfreundes, von daher habe ich selber nicht so viel mit ihm zu tun gehabt. Meine Tochter hat ihn sehr geliebt. Jetzt überlege ich gerade, wie ich sie darauf vorbereiten kann... er war schon lange krank, das wusste sie auch, er war auch ganz oft im krankenhaus und sie hat ihn besucht...
wie sage ich es ihr ?
und: ich überlege gerade, ob ich sie auf die Beerdigung mitnehmen soll ...
Kann mir jemand helfen ?
Danke
salsa

 
4 Antworten:

Re: Opa

Antwort von max am 18.12.2003, 12:46 Uhr

Hallo!

Ich finde, mit 4 kann sie schon selber entscheiden ob sie mit will und Abschied nehmen. Das mit dem Weinen kann man ja so erklären, dass die Leute traurig sind weil er nicht mehr bei ihnen ist, aber dass er im Himmel ist und es ihm gut geht.

Kinder können mit dem Thema Tod doch meistens viel besser umgehen als Erwachsene, finde ich.

Ich habe Lisa übrigens auf der Beerdigung von einem kleinen Mädchen mitgehabt, da war sie 2. Sie hat zwar wahrscheinlich noch nichts verstanden, es hat ihr aber keinen Schaden hinterlassen und ich bin froh, dass sie dabei war.

lg max

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Re: Opa

Antwort von Rob am 18.12.2003, 13:02 Uhr

Hallo Salsa,
erstmal mein Beileid für Klein-Salsa'S Opa.
Als mein Vater, also Christophers Opa, gestorben war, habe ich ihn erklärt das Opa, der auch krank war, was er wusste, jetzt nicht mehr bei uns auf der Erde lebt, sondern gestorben ist und jetzt im Himmel wohnt. Ich habe ihn auch ur Beerdigung mitgenommen, er war übrigens damals auch 4. Ich hatte nie den Eindruck, das es ein Problem verursacht hat.
Kinder gehen vielleicht auch mit diesem Thema unbefangener um, den der Tod gehört zwangsläufig nun mal auch dazu...
Gruß, Rob

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Re: Opa

Antwort von Tami1980 am 18.12.2003, 20:09 Uhr

Hi,

also mein Dad starb auch vor 4 Wochen (wohne noch zu Hause), wir hatten den kleinen nicht mit auf der Beerdigung, aber er ist ja auch noch ein Säugling, habe ihn dann nur zum Leichentrunk mitgenommen. Ich denke mal, wenn du ihr erklärst, dass er nun im Himmel ist und auf sie aufpasst kommt es ihr schon komisch vor, wenn er in der Erde "verbuddelt" wird. Aber jedes Kind sieht das sicher anders.

Du machst das schon.

Liebe Grüße

Tamara, die dank Luca ganz gut klar kommt.

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Re: Opa

Antwort von hase67 am 19.12.2003, 12:08 Uhr

Hi, Salsera (c;!!!

Irgend jemand hat mal geschrieben: "Children are very concrete little thinkers" = "Kinder sind sehr konkret denkende kleine Wesen". Ich glaube, das trifft gerade in Bezug auf den Tod zu.

Als der Bruder meines Ex-Freundes vor einigen Jahren starb, entschloss sich die Familie dagegen, seine damals dreijährige Tochter auf die Beerdigung mitzunehmen. Man wollte nicht, dass sie die Vorstellung entwickelte, ihr Vater würde "in einer dunklen Kiste unter der Erde liegen und von den Würmern aufgefressen". Ich fand das völlig daneben und habe das damals auch schon so geäußert. Die Kleine durfte auch einige Jahre lang nicht mit auf den Friedhof, wenn das Grab des Vaters besucht wurde. Sie sollte lieber glauben, dass er im Himmel sitzt. Das Ende vom Lied war: Sie ist immer auf Waldspaziergängen etwas abseits in den Wald hinein gegangen, und wenn sie wiederkam, hat sie erzählt: Ich bin gerade zu meinem Himmelpapa gegangen und habe mit ihm gesprochen.

Ich denke, eine Beerdigung (und das erfahrbare Wissen darum, was mit dem toten Körper passiert) hat für Kinder eher etwas Tröstliches als etwas Erschreckendes. Und warum sollen sie nicht sehen, dass die anderen Gäste traurig sind? Abschied tut nun mal weh, das wissen Kinder in dem Alter ja auch schon sehr gut.

Bei der kleinen Nichte meines Ex fand ich, man hat ihr die Möglichkeit (oder die Stätte) genommen, um an ihren toten Vater zu denken oder mit ihm zu sprechen. Dadurch hat sie sich selbst eine Möglichkeit suchen müssen und war letztendlich in ihrer Trauer sehr einsam. Ich fand das um ein Vielfaches trauriger.

Also, auch wenn Klein-Salsa wahrscheinlich nicht so eine enge Bindung zu ihrem Opa hat: Ich würde sie zur Beerdigung auf jeden Fall mitnehmen, damit sie sieht, was mit dem toten Opa passiert. Dass seine Seele in den Himmel kommt, kann man ja zusätzlich noch erzählen, dieses Konzept begreifen sie aber m. E. erst später.

LG

Nicole

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