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Geschrieben von kikipt am 25.07.2011, 9:17 Uhr

Depressionen und wie geht man dagegen an

wenn man keinen vernuenftigen psychiater findet (verschreibt antidepressiva und kommen sie in 4 monaten wieder.. wuerg)
und keine psychotherapie in sicht ist? alles total ueberbucht.

was kann man als selbsthilfe machen
wie geht man damit um. wie kann die familie, freunde helfen?
was macht man wenn man nichtmal weiss wie man reden soll?

wenn man genau weiss dass man ohne kinder nicht mehr hier waere...
wenn man am ende angekommen ist und sich nur mehr von einem tag zum anderen zieht....

was macht man da bloss????

 
43 Antworten:

Re: Depressionen und wie geht man dagegen an

Antwort von HellsinkiLove am 25.07.2011, 9:23 Uhr

wenn es definitiv keine möglichkeit für einen termin bei einem psychologen gibt.
und auch das reden mit freunden udn familie absolut nicht geht .
es gibt in jeder stadt sowas wie eine seelische notfallambulanz.
telefonnummern sind schnell rauszubekommen.anrufen...die haben immer ein offenes ohr am telefon oder man kann auch zu denen hingehen.
die können einem weiterhelfen mit tips,eventuellen ärzten die weiterhelfen können oder einfach in dem sie zuhören

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Re: Depressionen und wie geht man dagegen an

Antwort von Fredda am 25.07.2011, 9:25 Uhr

Hey, das klingt schlimm.

Gibt es bei euch so was wie hier die Heilpraktiker für Psychotherapie? Da bekommt man schneller Termine, dafür zahlen die meisten Kassen es nicht.

Kirchliche Anlaufstellen?

Selbsthilfe. Lesen? z.B. Rüdiger Dahlke "Depression", Eckhard Tolle "Jetzt", Serge King "Dynamind Technik".
Musik: Mozart, Chants, Mantren, hören und selber singen
Kinesiologie: Brain Gym Übungen machen

Und täglich (mindestens) eine (noch so kleine) Freude finden und aufschreiben.

Viel Licht und Luft, Bewegung (und wenn es nur einmal ums Haus ist, stolz drauf sein), kleine Aufgaben erledigen (und auch da stolz auf sich selbt sein!!!).

Lg

Fredda

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Re: Depressionen und wie geht man dagegen an

Antwort von babyfelix am 25.07.2011, 9:32 Uhr

Ehrlich gesagt, ist dies ein (zumindest hier in deutschland) übliches Verfahren und würde für mich jetzt nicht bedeuten, dass der Psychotherapeut schlecht ist.
Diese sind hemmungslos überlaufen, und Wartezeitwen von 4-6 Monaten leider "normal".
Ich persönlich halte nach meinen eigenen erfahrungen eine Erstversorgung mit Medikamenten für die Zeit des wartens für eine recht vernünftige Lösung.
Ansonsten gibt es häufig auch kirchliche Stelllen, die Beratungen anbieten. Vielleicht hast du dort Glück?

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Re: Depressionen und wie geht man dagegen an

Antwort von shinead am 25.07.2011, 9:34 Uhr

In die nächste Psychiatrie fahren und stationär aufnehmen lassen.

Zumindest hier funktioniert das einwandfrei und ohne Wartezeit.

"wenn man genau weiss dass man ohne kinder nicht mehr hier waere...
wenn man am ende angekommen ist und sich nur mehr von einem tag zum anderen zieht...."
DAS klingt ist wirklich ernst!

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ich stimme shinead zu, bin gerade auch erschrocken bei dem satz...

Antwort von DecafLofat am 25.07.2011, 9:38 Uhr

...

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stationär aufnehmen lassen

Antwort von like am 25.07.2011, 9:57 Uhr

hätte ich jetzt auch gesagt. Zumindest, bis du medikamentös ordentlich eingestellt bist. Dort wird dann auch weitere Therapie ( Psycho-) betrieben.

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Re: Depressionen und wie geht man dagegen an

Antwort von yellow_sky am 25.07.2011, 10:13 Uhr

"Und täglich (mindestens) eine (noch so kleine) Freude finden und aufschreiben."

ja genau, den jede kleine freude die man findet, lässt einen negativen gedanken zumindest kurz verschwinden....

was mir auch gut hilft: äthersche öle

kuck einfach mal in den link rein :-)

http://www.aetherische-oele.net/aetherische-oele/vanille.htm

lg

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Re: Depressionen und wie geht man dagegen an

Antwort von wassermann63 am 25.07.2011, 10:28 Uhr

Was mir vor langer Zeit bei akuten Anfällen (Herzrasen etc.) gut geholfen hat, war Autogenes Training. Kann man sich im Selbststudium aneignen, die Technik ist recht simpel.

Jahre später ist mir ein Buch in die Hände gefallen, sozusagen, das ich wirklich von Herzen empfehlen kann: "Die Kraft einer Frau" (so heißt es - glaube ich - in der deutschen Übersetzung. Ich hatte das Buch damals in Italienisch gelesen), von Louise Hay. Auch die anderen Bücher von ihr sind ausnahmslos zu empfehlen, im BEsonderen: "Heile deinen Körper", "Du kannst es" oder so ähnlich.

BEsonders erfreulich, weil auf andere GEdanken bringend, sind auch sämtliche Mondtraktate von Johanna Paungger. Es ist einfach vergnüglich, die in ihren Büchern vermittelten Kenntnisse zu doublechecken und anzuwenden.

LG
JAcky

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Re: Depressionen und wie geht man dagegen an

Antwort von Fredda am 25.07.2011, 10:30 Uhr

Bloß kein autogenes Training im Selbstversuch bei Depression!!! Das ist sogar gefährlich. Lieber andere Entspannung und dann mit fachkundiger Anleitung.

Louise L. Hay ist natürlich ein Klassiker - man muss die Affirmationen aber mögen.

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Re: Depressionen und wie geht man dagegen an

Antwort von wassermann63 am 25.07.2011, 10:37 Uhr

DAs stimmt schon. Das autogene Training hatte ich vorher schon gelernt und dann zu gegebener Zeit angewendet.

Das Werk von L. Hay hingegen besteht nicht nur aus Affirmationen. Diese sind lediglich ein Instrument. Es geht vielmehr das Finden einer bejahenden Einstellung zu sich selbst und die Erkenntnis, dass den eigenen GEdanken eine konstruktive Kraft innewohnt.

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Ich kann die Hay flöten :-)

Antwort von Fredda am 25.07.2011, 10:40 Uhr

aber es sind echt viele Affirmationen, es ist recht amerikanisch und man muss ihre Art mögen (was für alle Autoren gilt).

Die Erkenntnis stammt ja nicht von ihr, die ist echt alt und in tausenden von Werken zu finden.

Byron Katie ist auch toll.

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Re: Depressionen und wie geht man dagegen an

Antwort von babyfelix am 25.07.2011, 10:58 Uhr

Also autogenes Training bei Depressionen? Weiß nicht, aber ich glaub, das hätte mir in der Wurzel nicht geholfen... Um Gottes Willen, sich noch mehr in sich selbst vertiefen, ne, bloß nicht!
Ich denke, wenn es ein richtiger akuter Schub ist, und danach hört es sich an, auch wenn so Ferndiagnosen durch Laien ja problematisch sind, dann sind Medikamente wichtig. Alles andere dann später.

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Autogenes Training und ätherische Öle gegen Depressionen???

Antwort von shinead am 25.07.2011, 11:13 Uhr

Depression ist eine potentiell tödliche Krankheit! Würdet ihr auch bei Krebs ätherische Öle empfehlen???

Autogenes Training treibt die Betroffenen wohl eher tiefer in die Depressionen rein. Hoffnung kann ein Betroffener auch nicht aus dem notieren von "positiven Dingen" erhalten. *kopfschüttel* Meist wird ein Betroffener gar nicht die Kraft aufbringen können um sich solchen Tätigkeiten zu widmen...

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Re: Autogenes Training und ätherische Öle gegen Depressionen???

Antwort von Fredda am 25.07.2011, 11:19 Uhr

Zum AT hab ich ja schon geschrieben. Medikamente werden ja schon genommen, warum soll nicht die Stimmungsaufhellung, die durch ätherische Öle erfolgen kann, genutzt werden? genauso wie die durch bewegung (übrigens gibt es Studien, dass Bewegung genausoviel bringt wie AD - allerdings ist dann auch eine Anleitung, Motivation etc., also eine therapeutische Begleitung, erforderlich und genau die fehlt hier ja).

Und NATÜRLICH würde ich auch bei krebs alles an Zusätzlichem, Alternativem etc. empfehlen, was das Wohlbefinden steigert.

Schüttel du fein den Kopf, man findet erst durchs Ausprobieren raus, was einem hilft, und oft sind es kleine Dinge und vor allem Dinge, die man SELBST tun kann, statt zu warten, dass einen einer von außen repariert.

lg

Fredda
(meine shift-Taste klemmt, Groß- und Kleinschreibung deshalb auch)

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Re: Depressionen und wie geht man dagegen an

Antwort von cosma am 25.07.2011, 11:22 Uhr

Huhu,

es kommt wirklich darauf an, wie schwer die Depression ist.

Leider ist es wirklich oft so, daß niedergelassene Psychiater zu wenig Zeit für eine wirkliche Begleitung haben.

Wenn Suizidgedanken akut sind, wenn jeder Tag eine Qual ist ... würde ich auch eine Auszeit ala stationäre Aufnahme in Erwägung ziehen.
Da ist die Betreuung und Begleitung eine ganz andere.

Wenns nicht ganz so schlimm ist:
Auszeiten im Alltag nehmen. Für die Trauer und das Traurigsein feste Zeiten einplanen - also es sich erlauben zu weinen, wenns geht, nur in die Luft zu starren, in den Wald zu gehen und zu schreien, schwarze Bilder zu malen, sich zu verkriechen usw. Sich erlauben traurig zu sein.
Sich sagen, daß man eben ein sensibler Mensch ist, der vielleicht gerade nicht fröhlich funktionieren kann, daß das Ganze aber auch positive Seiten hat. Die Welt braucht auch empfindsame Menschen, die nicht nur Strahlen.
Gerade heute, wo alles toller,schneller,perfekter sein muß ist es eine Qualität, die ich persönlich beachtenswert finde.
Trauerphasen, ohnmächtige Phasen auszuhalten, eine Weile anzunehmen und dann wieder loszulassen erfordert viel Kraft, aber auch viel Mut und meistens sind es sehr starke, sensible Menschen, die aus irgendeinem Grund diesen Weg für sich gehen müssen ...

Ein nettes, vielleicht nicht für die ganz ganz tiefen depressiven Phasen, aber auf jeden Fall gegen das Funktionieren-müssen, Buch ist "Fuck it!" von John C. Parkin

Sanft mit sich sein, und so gut es eben geht zu sich selbst sein: gut essen !! Wenn es irgendwie geht sich Morgens schön anziehen, Lieblingssachen tragen.

Seine Seele streicheln ... so gut es eben geht.

Und wie gesagt: wenn gar nichts mehr geht: Thema ganz abgeben und in die Klinik gehen.

...

Lg

Cosma

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klinik ?

Antwort von iriselle am 25.07.2011, 12:13 Uhr

hallo,

bei einer " echten " depression kann man sich weder selbst noch können einem andere helfen- zumindest nicht in der akutphase.
da kann es sehr sinnvoll sein, einige zeit eine psychiatrische klinik zu gehen, um sowohl medikamentös ( es geht in der regel nicht ohne ) eingestellt, als auch psychologisch betreut zu werden.
eine depression ist eine sehr ernste erkankung, die nicht selten im suizid endet. außerdem ist sie für den betroffenen extrem quälend, für die umgebung oft nicht zu verstehen- professionelle hilfe ist ein muß !

vg,iris

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Re: Autogenes Training und ätherische Öle gegen Depressionen???

Antwort von yellow_sky am 25.07.2011, 12:29 Uhr

"Depression ist eine potentiell tödliche Krankheit! Würdet ihr auch bei Krebs ätherische Öle empfehlen??? "

sorry, aber das ist ein ziemlich doofer vergleich....

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danke aber

Antwort von kikipt am 25.07.2011, 13:12 Uhr

die medikamente habe ich ohne die begleitende psychologische betreuung abgelehnt. finde das das dann total sinnlos ist. vielleicht liege ich falsch. ich hab hier in den letzten tagen xmal das posting begonnen und nie abgesendet.
gestern war ich wieder mal so weit mir selber zu sagen dass es ohne meine kinder sicher der letze tag gewesen waere.. das erschreckt mich selber.

da mein serotoninwert sowieso sehr hoch ist (keiner weiss warum) habe ich umsomehr angst die AD zu nehmen.
wege erledigen geht kaum bis gar nicht. haushalt geht nur das noetigste. bin froh dass meine maedels tatkraeftig helfen.
papierkrieg der zu suchen ist geht gar nicht. bleibt liegen.
etliche termin schon in den wind geschossen... und ich schaffe es nicht das ganze organisiert zu bekommen.

ja ich weiss ich schreibe schon wieder zu viel ueber mich... ist mir momentan egal. es muss raus. ich kann nicht mehr.
zwischen heulanfallen und sinnlosem nichtstun passiert nicht mehr sehr viel.
mann viel unterwegs zu "sinnlosen" vorstellungsgespraechen. also auch wenig da ist. und teilweise selber etwas down weil einfach keine arbeit zu finden ist. mit 50 ist man einfach zu "alt"... anscheinend.

erledigungen fuer die kinder ziehe ich irgendwie noch durch.. da kommt die glucke wieder durch. bin aber dann so dermassen platt dass ich ins bett gehe und 2-.3h schlafe.

einweisen unmoeglich. habe eine so dermassen grosse kh phobie dass alleine der gedanke im kh zu sein panik ausloest. deswegen sind auch ops die anstehen derzeit auf die seite geschoben worden

nervenbiopsie ist gemacht. nun ist der linke fuss ganz taub. auch wo vorher noch was zu fuehlen war.. scheisse
ergebnis... august. auch das zerrt an den nerven.
irgendwie fehlt mir wer, der mich an die "hand nimmt" und einfach da ist.
meine beste freundin ist in brasilien. die andere selber mit MS derzeit relativ ans haus gefesselt.
ja, ich habe wenig sozialkontakte. ich bin nicht der typ der dauernd unterwegs ist und 100.000 menschen kennt. bin immer schon auch zu teenie zeiten der einzelgaenger gewesen. nun zeig sich halt dass halt keiner da ist weil man ja nie wen gebraucht hat.

fuehle mich alleine in dieser verdammten welt. auch wenns vielleicht keiner versteht...
so, bin mal off. die traenen laufen schon wieder. ich verzieh mich

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psychotherapeutisch ausgerichteter Heilpraktiker????

Antwort von Steffi528 am 25.07.2011, 13:22 Uhr

Ist das eine Möglichkeit?

Ich habe jetzt nicht alles durch gelesen, aber man hat mir mal egsagt, das man auch wenn man keinen zeitnahen Psychotherapieplatz bekommt, auch über einen dementsprechenden Heilpraktiker gehen kann. Kannst Du da Deine Krankenkasse fragen..

Ansonsten: Sich selbst einweisen, Tagesklinik etc.

Gute Besserung, ja,d as kann man trotzdem sagen.

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Wenn Du magst, sehe ich in meinen Beratungsführer nach

Antwort von Steffi528 am 25.07.2011, 13:24 Uhr

bei uns gibt es noch den verein Seele e.V.

Ich habe den Bratungsführer hier im Haus für Nord und westdeutschland.

PN mit PLZ.

Grüße

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du musst die Medis nehmen

Antwort von like am 25.07.2011, 13:24 Uhr

die wirken und machen auch Sinn OHNE psychotherapeutische Begleitung. Dauert oft allerdings auch ein bisschen, bis sie anschlagen. Auch hier in D sind Psychotherapeutentermine schlecht zu kriegen und oft in riesigen Abständen - aber die Medis muss man TROTZDEM oder vielleicht auch gerade deswegen nehmen. Da kann dich aber auch jeder Hausarzt unterstützen, dem du jeweils schildern kannst, wie es gerade wirkt und der dann entscheidet, was verändert werden muss an der Medikation oder eben nicht.
Und: du wirst SICHER die Medis dann auch irgendwann wieder los, wenn es dir besser geht - das haben schon viele andere auch geschafft - auch wenn natürlich gewisse "Entzugs"nebenwirkungen auftreten können - aber die sind ja gar nichts im Vergleich zu einer echten Depression.
Wäre eine Tagesklinik eine tragbare Alternative für dich? Wo du nachts heim darfst?

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Nimm die Medikamente!

Antwort von shinead am 25.07.2011, 13:46 Uhr

Nimm die Medis. Du wirst sehen, das sich der graue/dunkle Schleier zumindest ein wenig lüftet, Du Dein Leben wieder besser organisieren kannst und die Zeit bis zum Arzttermin besser zu ertragen ist!

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Re: Autogenes Training und ätherische Öle gegen Depressionen???

Antwort von shinead am 25.07.2011, 13:47 Uhr

Die AP beschreibt eine akute Selbstmordgefährdung.
Da schüttele ich tatsächlich den Kopf wenn ätherische Öle ins Spiel kommen. Tut mir leid.

Nein - ich korrigiere, es tut mir nicht leid.

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Re: Autogenes Training und ätherische Öle gegen Depressionen???

Antwort von shinead am 25.07.2011, 13:48 Uhr

Du kannst gerne einen besseren Finden - mir ist keiner Eingefallen, die AP spricht davon, dass sie ihr Leben beendet hätte wenn sie keine Kinder hätte.

Bin offen für andere Vergleiche.

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Re: danke aber

Antwort von babyfelix am 25.07.2011, 13:54 Uhr

So, jetzt erzähl ich dir von mir (auch wenn mir das hier so öffentlich schwer fällt).
Ich hatte auch so eine Phase. Habe nur noch vor die Wand gestarrt und geheult. Mich weniger gepflegt, meinen Haushalt, die Arbeit, Freunde... alles vernachlässigt. Ich schwöre dir: das Gras war weniger grün, der Himmel weniger blau. Ich habe von meinem Balkon der 5. Etage nach unten geschaut und gedacht: "Reicht das wohl?"
Es gab bei mir Vordergründig keinen Anlass, das Dunkle kam einfach über mich.
Ich weiß nicht, wieso, aber es war so.
Ich habe zum Glück geschafft, zu meinem Hausarzt zu gehen. Das war gut!
Ich hatte Glück, dieser kannte sich gut aus, hat mich sofort sehr ernst genommen.
Eine Depression ist anders als "schlecht drauf". Man merkt: jetzt passiert hier was mit mir, das ist so groß und so stark, dass ich Angst um mein Leben haben muss.
Ich habe sofort eine Injektion mit Fluspilen bekommen, das Mittel hieß Imap.
Diese habe ich über einen Zeitraum von 6 Wochen wöchentlich bekommen.
Schon am Abend der ersten Injektion ging es etwas besser. Alles war wieder leichter. Irgendwie kam Ordnung in den Kopf. Ich konnte keine Luftsprünge machen, und ich war körperlich sehr erschöpft. Aber irgendwie haben die Zahnräder wieder gegriffen und sich nicht nur im Kreis gedreht.
Medikamente helfen unbedingt, auch erst einmal ohne Psychotherapie. Natürlich macht es häufig Sinn, diese noch zu machen. Aber auch das andere ist wichtig, häufig ist anders auch gar keine Psychotherapie möglich. Dein Kopf kann jetzt noch gar nicht ohne Unterstützung "weitermachen". Bitte: nimm die Medikamente.
Antidepressiva wirken weniger schnell als das, was ich bekommen habe. Aber sie werden helfen.
Bitte, geh und nimm es an! Es ist humbug, was man oft liest. Leute, die so etwas sagen, wissen wenig vom Wesen der Depression. Du brauchst jetzt Hilfe. Nimm sie an!
Fand es auch mit der Idee der Klinik nicht verkehrt. Zumindest, wenn der gedanke des Suizid sehr präsent bei dir ist.

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Re: Autogenes Training und ätherische Öle gegen Depressionen???

Antwort von yellow_sky am 25.07.2011, 14:00 Uhr

Hä?

warum sollte ich hier irgendwas vergleichen? du vergleichst da depression mit krebs, und ich meine eben das man das so nicht vergleichen kann.

ich mag überhaupt gar nix vergleichen

und, kikipt schreibt aber auch "was kann man als selbsthilfe machen"
und sie hat tipps bekommen zur selbsthilfe....

ich weiß übrigens auch das kikipt eine super starke frau ist, auch wenn es ihr gerade nicht so gut geht. aber die schafft das, die hat schon so viel geschafft.....

lg

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Dich erschrecken deine Suizid-Gedanken, aber...

Antwort von Minimonster am 25.07.2011, 14:15 Uhr

... deine Medikamente/AD, die du bereits im Haus hast, willst du nicht nehmen?! Warum hast du eine solche Scheu davor???
Heutzutage sind AD doch keine pot. Suchtmittel o.ä., sondern sollen - so war es bei mir zumindest - erstmal "stabilisierend" wirken, und dann evtl. auch stimmungsaufhellend etc. Das ist doch kein Zeichen von Schwäche, sich davon helfen zu lassen. Dass eine Therapie hinzu kommen muss/wird, ist natürlich wichtig. Aber für's Erste, für's akute Weiter-Durchhalten können die schadlos hilfreich sein.

Bitte, bitte, nimm sie doch erstmal!!!!!!!!!!!!!!!

Als ich merkte, es geht so nicht weiter, musste ich auch auf einen Therapeuten warten, aber die Einnahme der AD hat mir beim Warten eher gut getan, denn ich wusste, ich tu' schon was.
Ich habe sie letztendlich ca. 2 Jahre genommen, natürlich begleitend dazu eine Therapie gemacht, aber dann ging/geht es auch gut wieder ohne.

LG, M.

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Das hat doch nix mit "stark sein" zu tun...

Antwort von shinead am 25.07.2011, 14:19 Uhr

Depression ist eine Krankheit die jeden treffen.

Ab einer gewissen Ausprägung (und wer über Suizid nachdenkt hat diese garantiert!) braucht man Hilfe von außen. Da hilft keine Selbsthilfe mehr.

Wenn sie meine Freundin wäre, hätte ich sie schon in die Klinik gefahren oder abholen lassen.

Mein Mann (auch ein echt "starker" Mann) wäre beinahe an Depressionen drauf gegeangen. Vorher habe ich das auch nicht sonderlich ernst genommen. Wer aber weiß, was eine Depression ausmacht, der reagiert.

Ich hoffe, dass jemand von Ihrer Familie das liest, und sie einliefern lässt...

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hast pn

Antwort von Fredda am 25.07.2011, 14:32 Uhr

.

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Re: Nimm die Medikamente!

Antwort von Fredda am 25.07.2011, 14:35 Uhr

Die Zeit (z.T. mehrere Wochen), bis die Medikamente wirken, sollte aber wirklich auch therapeutisch begleitet werden.

Warum bist du so aggressiv, was alternative und ergänzende Therapien angeht? Warum soll man nicht eine medikamentöse (niemand hier hat ihr von den Medis abgeraten) Therapie mit Duft, Licht, Bewegung und Psychotherapie (extrem wichtig, und da gehören auch solche für dich albernen Sachen wie ein "Freudentagebuch" dazu) unterstützen? Egal, welche grunderkrankung vorliegt. Dann wirkt sie auch besser.

Und wenn jemand sagt, er will keine Medikamente, sondern einen anderen Weg gehen, musst du ihn auch lassen und nicht nicht befehlen "Nimm dies und nimm das!"

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Einmisch

Antwort von babyfelix am 25.07.2011, 14:43 Uhr

Unterstützend ist das sicher alles gut und schön, und wenn es einem gut tut, sollte man es unbedingt versuchen. Gerade Bewegung finde ich wichtig.
Aber jemanden zu raten, dies statt der Medikamente zu nehmen, halte ich für fahrlässig.
Und es ist nun einmal so: eine therapeutische Unterstützung bekommt man auch in Deutschland frühestens nach 4 Monaten. Finde das auch Mist, aber es ist nicht zu ändern, so akut.
Als ich in meiner depressiven Phase war, hätte in meinem Freudentagebuch kein einziges Wort gestanden.
Wenn man tief drin ist, gibt es gar keine Freude mehr.
Außerdem verstehe ich es nicht so, dass kikip die medikamentöse Therapie grundsätzlich ablehnt. Sie hält sie nur für "sinnlos". Und das ist sie nicht.

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Die Starken sind am gefährdetsten

Antwort von Strudelteigteilchen am 25.07.2011, 15:05 Uhr

Weil sie vor lauter Stärke selten um Hilfe bitten und sie, wenn sie denn kommt, auch schlecht annehmen können. Das sind dann die, die tot in der Badewanne liegen und alle sagen: "Von DER hätte ich das ja GAR NICHT gedacht!"

@ Kiki:
Nimm die Medis. Sie helfen, daß Du "bei der Stange bleibst", bis Du endlich eine Therapie anfangen kannst. Deine Überlegung ist falsch. Auch bei einer Therapie sollen die Medis vor allem helfen, bis die Therapie anschlägt. (Und weil sonst die Hälfte aller Kranken nie bei der Therapie aufkreuzen würde vor lauter Antriebslosigkeit.) Manche müssen auch erst medikamentös eingestellt werden, damit sie die überhaupt erst einen Therapeuten suchen und sich dann durch die Bürokratie für die Genehmigung wühlen können.

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Re: Nimm die Medikamente!

Antwort von shinead am 25.07.2011, 15:47 Uhr

Aggressiv? Ich weiß nicht. Vielleicht. Ich nehme diese Krankheit verdammt ernst!

Mein Mann wäre heute nicht mehr hier, wenn nicht sein bester Kumpel (waren da noch nicht zusammen) ihn geschnappt hätte und in die Psychiatrie gefahren hätte.
Er saß schon mit Schlinge um den Hals auf dem Baum und mit Schußwaffe im Mund auf dem Bett.

Da hilft nunmal keine Aromatherpie mehr! Wenn die Medis wirken und die Welt nicht mehr ganz so dunkel ist, kann man ggf. damit arbeiten. Aber jetzt geht es m.E. darum ein Leben zu retten! Sie deutet an, dass sie schon häufiger an Selbstmord gedacht hat, das sie antriebslos und momentan organisatorisch im Leben überfordert ist. Das ist mittendrin statt nur dabei.

Ganz ehrlich: Mir stellen sich vor Angst die Nackenhaare hoch.
Ja, da kann ich nicht wirklich auf Öle...

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"Da hilft nunmal keine Aromatherpie mehr! "

Antwort von like am 25.07.2011, 15:53 Uhr

das seh ich auch so. Und bei Kikipt klingt es nun nicht grad nach depressiver Verstimmung, die jeden mal trifft und mit Bewegungstherapie, viel Licht und Naturheilkunde ala Johanniskraut etc. ganz gut in den Griff zu bekommen ist, sondern nach einer ausgewachsenen Depression mit Selbstmordgedanken.

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Ich bin da komplett bei Dir!

Antwort von Strudelteigteilchen am 25.07.2011, 15:59 Uhr

Bei meinem Cousin hat die Eso-Mutter mit viel Gebeten, Engelsbotschaften, Ölen, Massagen und Durchhalteparolen hantiert - bis er tot im Wald gefunden wurde.

Sie hätte ja gerne ihr Eso-Gedöns an den Mann bringen können - solange er parallel Medis bekommen hätte. Dann hätte er nämlich sagen können, was ihm hilft und was nicht - und genug Antrieb gehabt, sich die Hilfe zu suchen, die FÜR IHN gepaßt hätte.

Und gestern erfuhr ich, daß meine Cousine - gleiche Eltern wie der tote Cousin, es lebe der genetische Anteil an dieser STOFFWECHSELSTÖRUNG - derzeit auch mitten in einer Depression sitzt und sich gegen Medis wehrt. Sie befindet sich derzeit in einem Kloster, damit die Nonnen sie gesundbeten. Ich hoffe zu Gott (sic!!), daß die Nonnen sie zu einem Arzt schleppen.

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wenn du es nicht mehr aushälst...

Antwort von Einstein-Mama am 25.07.2011, 16:54 Uhr

dann begeb dich in eine stationäre therapie, die werden dich mit deinen gedanken an den freitod sicher nicht abweisen.

es gibt dinge die man beim arzt auch SAGEN muß, dann schickt er einen auch nicht weg.

es ist nunmal so, dass solche praxen einen run haben und die nicht alleine bist mit deiner depression.

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Re: Dich erschrecken deine Suizid-Gedanken, aber...

Antwort von essi3 am 25.07.2011, 16:58 Uhr

Cris,
melde dich!Ich habe eben dein posting gelesen, warum hast du keinen Msn zugang mehr?

Nimm bitte deine medikamente, mir ging es im herbst 2010 auch so, ohne die antidepressiva wuesste ich nicht wo ich heute waere..

es kam so ploetzlich, ich habe mich ueber den schulwechsel meiner zwillinge gesorgt. mir wochenlang einen kopf gemacht und 2 tage nach dem schulwechsel lag ich in dem tiefen loch ...ohne medis geht es nicht, vielleicht brauchst du ja keine hohe dosis,helfen tut es auf jeden fall.ich nehme sie immer noch.

bitte melde dich, wir koennen reden so lange du willst.
drueck dich,
essi

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Es hat hier doch niemand von den Medikamenten abgeraten, oder?

Antwort von Fredda am 25.07.2011, 18:25 Uhr

Dass es eine sehr ernstzunehmende Krankheit ist, ist klar. Und dass jemand, der nach Selbsthilfe fragt, Tipps aus dem Selbsthilfebereich bekommt, auch.

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Re: Es hat hier doch niemand von den Medikamenten abgeraten, oder?

Antwort von vallie am 25.07.2011, 18:46 Uhr

wenn es so ernst ist, wie kikipt es beschreibt und davon gehe ich aus, dann gibt es aber keine selbsthilfe.

sorry fredda, einmal nicht agree.

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Re: Es hat hier doch niemand von den Medikamenten abgeraten, oder?

Antwort von babyfelix am 25.07.2011, 19:14 Uhr

Nein, hast du nicht. Ich hab es noch einmal nachgelesen.

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Re: Es hat hier doch niemand von den Medikamenten abgeraten, oder?

Antwort von Fredda am 25.07.2011, 19:59 Uhr

Weißt du, sie schrieb ja, dass sie Medikamente verschrieben bekommen hat. Also dachte ich erst, sie nimmt sie auch. Ich kann verstehen, dass sie sich ohne Begleitung nicht traut, sie zu nehmen. Mangelnde Compliance gehört auch irgendwie dazu... Selbsthilfe gibt es immer. Nicht immer reicht sie aus.

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Re: Es hat hier doch niemand von den Medikamenten abgeraten, oder?

Antwort von Strudelteigteilchen am 25.07.2011, 20:03 Uhr

Wenn es so schlimm ist, wie sie schreibt - und ich gehe erstmal davon aus, denn ich weiß nichts anderes - dann ist sie jenseits von Selbsthilfe. Und ich finde es wichtig, das auch so zu sagen, anstatt den Eindruck zu erwecken, daß man da mit bissi Aromadingens, Autogenem Training und Selbstsuggestion irgendwas erreichen kann.

Wenn es sich um eine Depression handelt und nicht nur um eine depressive Verstimmung, dann handelt es sich um eine schwere Stoffwechselerkrankung um Gehirn. Wenn jemand zuckerkrank ist und meint, er wolle mit dem Insulin dann doch lieber noch warten, dann sagt man ihm ja auch nicht: "Ach, dann ißt Du halt bissi weniger Kuchen und zündest ein Räucherstäbchen an während Du wartest, daß der Arzt Zeit für Dich hat." Nein, man sagt: "Nimm verdammt noch mal endlich das Insulin und/oder gehe ins Krankenhaus, und zwar pronto!"

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@Strudelteigteilchen: /signed (owt)

Antwort von shinead am 25.07.2011, 21:12 Uhr

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