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Geschrieben von mamaselio am 31.12.2005, 14:08 Uhr

an broeckchen wegen Hochachtung

Wieso muss man grundsaetzlich vor jedem Menschen Hochachtung haben? Achtung und Respekt ok, aber Hochachtung? Die habe ich nur ganz ganz selten.

Ich sage dir noch schnell weshalb ich das schrieb. Im Fall von Susanne O. hatten viele gesagt wie toll sie die Frau und ihr Engagement finden. Ich konnte und kann diese Ansicht nicht teilen, weil ich eben nicht grundsaetzlich jemanden hochachte, nur weil er sich engagiert.

Gruss und guten Rutsch an alle.

Christiane

 
3 Antworten:

Re: an broeckchen wegen Hochachtung + zu Profilneurotikern

Antwort von fiammetta am 31.12.2005, 18:46 Uhr

Hi,

muß mich Christiane anschließen. Achtung und Respekt als Vorschußlorbeeren gerne. Immerhin erwartet man das umgekehrt ja auch und fordert es ein, vorausgesetzt man ist selbstsicher genug und hegt auch für sich ausreichend Selbstachtung. Völlig normaler und korrekter Vorgang. Allerdings gibt es Menschen, die durch himmelschreiende Faulheit, Arroganz oder - so ist es nun einmal - Dummheit sowohl die Achtung wie auch den Respekt ihrer Mitmenschen gekonnt verspielen. Nachdem diese aber erwachsen sind und daher wissen sollten, daß die anderen auf diesem Erdball nicht zur Dekoration oder zu ihrer Belustigung da sind, ermangelt es mir da schwer an Mitleid. Hochachtung habe ich jedenfalls nur vor Menschen, die nicht auf Kosten anderer parasitär durch`s Leben gehen, wirklich intelligent sind und sich nicht nur dafür halten, diese Intelligenz auch ohne Arroganz in Leistungsbereitschaft, Disziplin, Zähigkeit und Menschlichkeit umsetzen. Dazu noch die Fähigkeit zur Selbstironie und -kritik und die Einsicht, daß man sich immer weiterentwickeln kann und muß. Außerdem die Eigenschaft, sich nicht selbst zu verbiegen, d.h. authentisch und konsequent zu sein.
Du kannst mir eines glauben: in meinem 37-jährigen Leben habe ich nur drei/vier Menschen getroffen, von denen ich heute sage, sie haben mir nicht nur Achtung, sondern wirkliche Hoch(!)achtung abgerungen. Alle drei/vier hatten mit einer Menge Widrigkeiten in ihrem Leben zu kämpfen gehabt, sie gelten oder galten mitunter als schwierig, aber sie waren alle echt und großzügig im Umgang mit ihren Mitmenschen.

Was das Ausgangsthema anbelangt, so ist meine Erfahrung, daß es zwar viele vielleicht gut meinen, tatsächlich aber von dem Heischen nach Bewunderung ob ihrer vorgeblichen Selbstlosigkeit angetrieben werden. Ob sie das selbst merken darf bezweifelt werden. Solange sie andere nicht zu dominieren versuchen, d.h. nicht glauben, weil sie jetzt ach so gut waren, hätten sie nun ein Mitbestimmungsrecht für das Leben des anderen, dann ist mir das ausgesprochen wurschd. Allerdings kenne ich fast nur das Prinzip "Ich schenke Dir etwas, ich höre Dir zu - und dafür bin ich entweder Dein ewiger Energievampir oder ich sage Dir, wie Dein Leben gefälligst zu verlaufen hat". Danke, aber auf solche Konsequenzen verzichte ich, d.h. meine Konsequenz lautet: Ich verlange nichts, freue mich über das, was ich unverhofft bekomme, ärgere nur die, die mich zuvor geärgert haben und versuche gleichzeitig anderen zu helfen ohne sie dafür unterjochen zu müssen. Macht hoffentlich ein gutes Karma.;-)

Ansonsten noch drei kleine Beispiele für Profilneurotiker im sozialen "Milieu".
1. Mein Schwager, der sein FH-Studium zum Soz.-Päd. nur mit Hängen und Würgen geschafft hat (reife Leistung, würde ich da sagen...), beweist tagtäglich, daß man auch mit Viertelbildung aus der "Zeit" maximal arrogant sein und sich für allwissend und hochgebildet halten kann. Kritikfähigkeit = Null. Er war noch zu dämlich, um die Pflege meines Schwiegervaters zu organisieren, was er in seinem Job in einer Behindertenwerkstatt eigentlich können sollte. Er schreckt auch nicht vor Gesetzesbrüchen zurück, d.h. er ist entweder zu dumm oder zu dreist, um sich über Rechtslagen zu informieren. Daheim ist er ein Würschtel, das seiner Gattin (sogenannter Hausfrau) den Haushalt schmeißen muß und sich von ihr den Sohn eines anderen hat unterjubeln lassen. Dafür schleimt er bei ihr und keift die Kinder nur an. Im Job präsentiert er sich als Mensch, der angeblich nur das Wohl der armen körperlich und geistig Behinderten im Sinne hat.*kotz* Tatsache ist, das sind alles Menschen, die zwangsläufig von ihm abhängig sind und deren Familie froh sind, daß sich hier jemand um sie kümmert. Tatsächlich wäre er in einem Job, in dem er mit Leuten konfrontiert wäre, die ihm eben nicht ausgeliefert und ihm nicht - hart ausgedrückt - unterlegen sind, entweder wieder nur ein lächerliches Würschtl oder ein Mobber der Extraklasse. Es geht also nur um gessellschaftliches Ansehen und um Macht.

2. Die Ex-Gattin meines Mannes arbeitet als Erzieherin in einem Heilpädagogischen Zentrum. Sie opfert sich dort wirklich für die Kinder und Jugendlichen auf - terrorisiert aber im Ausgleich dazu ihre restliche Umgebung. Scheidungsgründe waren damals ihre Alkoholsucht und ihre Freunde am Fremdgehen (macht sich auf dem Land besonders gut...). Acht Jahre nach der Scheidung sind wir zusammengekommen, was für mich kein Problem gewesen wäre, hätte sie dann nicht das Stalking für sich entdeckt. Das Ganze endete erst, als wir ihr nach Jahren vom Anwalt schriftlich androhen ließen, wir würden sie nicht nur anzeigen und gegen ihre Belästigungen, Verleumdungen, etc. prozessieren. Ich ließ ihr dann noch ausrichten, daß ich die gesamte Geschichte gerne `mal ihrem AG erzählen würde - bei der Kirche nicht gerade karrierefördernd... Dann gab`s noch ein Annulationsverfahren der Ehe bei der Katholischen Kirche, das zugunsten meines Mannes ausfiel. Gegrillt habe aber tatsächlich ich sie, weil ich die Schnauze gestrichen voll hatte von ihrem Dauerterror und wer Krieg will, kann Krieg haben. Seither herrscht himmlische Ruhe. Auch hier nur primitive Machtspielchen.

3. Eine ehemalige Kursteilnehmerin von mir, ebenfalls Soz.Päd. (FH), betreut die Eltern und Angehörigen von behindertren Menschen. Echte Güte? Naja, sie hat endlich die ultimative Begründung dafür gefunden, mit einem 12-Stunden/Woche-Job die Show der dauerhaft überlasteten Karrierefrau mit ungefähr 800 Arbeitsstunden pro Woche + Haushalt (tatsächlich hat sie eine Putzfrau) und zwei Kindern (um die sich ihre Mutter kümmert), die sich für andere aufopfert, abzuspulen. Wann immer man sie trifft, und das ist grundsätzlich in irgendeinem Supermarkt mit etwa zwei Teilen im Einkaufswagen oder in einem bestimmten Café, in dem sie "wohnt" beim gemütlichen Ratschen, textet sie etwas von "Projekten" (*gähn*), die sie ja sooo stressen und die sie in Dauerhetze versetzen. Um was geht es der Dame wohl tatsächlich?*ironietrief*

Ich kann noch eine Latte von Beispielen aus der Katholischen Kirche und aus dem medizinischen Bereich bringen, besser wird`s auch dort nicht - trotz der vorgeblichen Ansprüche, die sie dort jeweils vertreten.

Meines Erachtens nach wäre allen mehr damit geholfen, diese Leute würden ihren Job machen und zwar so gut wie möglich. Punkt. So geht es nur um den Heiligenschein, der bei näherer Betrachtung ganz gewaltig bröckelig ist und um die Möglichkeit, Schwächere zu dominieren. Mehr als eine Grundachtung bringe ich für keinen davon auf, weil jeder nur eine ach so liebliche Maske vor sich herträgt, als ganzer Mensch aber nicht im Geringsten hält, was diese Maske verspricht.

LG,

Fiammetta

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Re: an fiammetta

Antwort von JoVi66 am 31.12.2005, 19:09 Uhr

...darf ich weitermachen?
4. Da wäre noch die treusorgende Ehefrau und Gattin ( unsere Nachbarin), die den Schlaganfall ihres Mannes als "ihr Schicksal und die Bürde des lieben Gottes für sie selber " betrachtet ( ihre Worte- die Dame ist sehr fromm :-)) und auch ehrenamtlich bei der Caritas ) und den ARMEN Mann zu Hause pflegt. Damit sie das Pflegegeld einstreichen kann. Den "Alten" schikaniert sie bis auf´s Bein ( krigt aber leider nur meine Mutter mit, die es ab und zu vom Fenster her hört, auch schon mal gesehen hat, dass sie ihn im Rollstuhl der am Balkon stand geschlagen hat- der Mann kann seit dem Schlaganfall nicht mehr sprechen!), der ganzen Welt aber erzählt wie sie sich aufopfert. Wichtig zu erwähnen ist noch, der Mann ist 20 Jahre älter als sie und sie hatte ihn seines Geldes wegeg geheiratet. Die Kinder hat sie vergrault . Ich komme gelegentlich wenn ich zu Hause bin mit einer seiner Töchter zusammen. Die will nun allerdings gegen sie vorgehen, da sie beim letzten Besuch viele blaie Flecken am Vater entdeckte. Mir hat sie erzählt, dass er nur noch am Heulen ist, wenn sie da ist. Allen anderen Dorfklatschweibern erzählt sie ´wie aufopfernd sie ihre Jugend gibt´ - die gute ist 65 J. Dabei hätten die wirklich genug Geld , den Vater in ein Pflegeheim zu geben, bzw. eines der Kinder ( meine Bekannte will ihn nun zu sich holen und eine Pflegerin engagieren, da sie selber Vollzeit arbeitet ( Kinder sind schon aus dem Haus). Nun liegt sie mit der Stiefmutter schwer im Clinch und sie muss prozessieren.
Gruß Johanna

P.S. nichtsdestotrotz : Einen Guten Rutsch dir und deiner Familie

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Re: an Johanna

Antwort von fiammetta am 31.12.2005, 19:31 Uhr

Hi,

Dir und Deiner Familie auch einen guten Rutsch! Danke!

LG,

Fiammetta

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