Beikost so in Ordnung?

 Doris Plath Frage an Doris Plath Ernährungsberaterin

Frage: Beikost so in Ordnung?

Hallo, meine Tochter ist jetzt 7 Monate alt und wurde bis 6 Monate und 9 tage voll gestillt. Habe dann angefangen ihr mittags Kürbisbrei zu geben und dann als nächstes Kürbis Kartoffel, das klappt ganz gut und ich habe jetzt auch Kürbis Kartoffel Erbsen fenchelbrei ausprobiert der schmeckt ihr auch....sie kommt auf 100 gramm...anschließend gebe ich ihr 5-6 Löffelchen Apfelbrei ( das mag sie nicht so- schüttelt sich - auch wenn ich ihn separat unabhängig vom Mittagessen gebe ) so 30 min danach stille ich sie ( so stillt sie ihren Durst- manchmal gebe ich ihr auch abgekochtes wasser aber das mag sie nicht so ) Ich würde jetzt ab nächster Woche ein Brei mit Fleisch geben...ich selbst ernähre mich vegetarisch und es fällt mir schwer ihr fleisch zu geben aber ich mache es da sie ja genug eisen benötigt....reicht denn zwei mal die Woche aus wenn ich ihr noch ein obstbrei mit Hirse oder Hafer anbiete? Wie geht es denn jetzt weiter? Ich stille sehr gerne und möchte das auch weiter tun- nachts trinkt sie nicht da sie durchschläft....wie ist das jetzt mit weiteren Mahlzeiten usw? Vielen Dank für Ihre Hilfe

von schnuffeline2012 am 16.09.2014, 21:59



Antwort auf: Beikost so in Ordnung?

Liebe „schnuffeline2012“, Sie beide machen das ganz wunderbar! Da diese ersten Schritte so gut geklappt haben und Ihre Kleine sich an verschiedene Gemüse gewöhnen konnte, ist es nun richtig das Gemüse zum Menü zu erweitern. Denn „nur“ Gemüse würde auf Dauer nicht satt machen und auch nicht die ausreichende Nährstoffversorgung gewährleisten. Kinder bis zum ersten Geburtstag, haben aufgrund ihres schnellen Wachstums einen höheren Eisen- und Eiweißbedarf als in jeder späteren Entwicklungsphase. Fleisch ist die beste Eisenquelle, denn Fleisch liefert Eisen, das der kleine Kinderkörper besonders leicht verwerten kann. Der Nährstoff Eisen wird für die Blutbildung und den Sauerstofftransport im Blut benötigt, damit alle Organe – auch das Gehirn – bestens versorgt werden. Während das Baby in den ersten Lebensmonaten noch von seinen Eisenvorräten zehren kann, die es im Mutterleib angelegt hat, ist es nach dem 4. – 6. Monat auf die Eisenzufuhr mit der Nahrung angewiesen. Wissenschaftliche Gremien raten möglichst regelmäßig zu einer fleischhaltigen Mahlzeit. Als Vorschlag gelten 5 mal pro Woche einen Brei mit Fleisch, 1 mal mit Fisch und/oder 1 mal Vegetarisch. So wird Ihre Kleine gut mit Eisen und Zink bzw. Jod und essentiellen Fettsäuren versorgt. Sie können dafür unsrer fertigen Menüs verwenden oder auch die HiPP Bio-Fleischzubereitungen mit Gemüsebreien mischen. Wenn Sie Ihrem Schatz weniger oft Fleisch geben aber dennoch gut mit Eisen versorgen möchten, dann stehen Ihnen unsere vegetarischen Menüs zur Verfügung. Diese Menüs sind vollwertige Mahlzeiten und enthalten Eisen allein aus pflanzlichen Quellen. Es gibt nun bei HiPP für jede Altersstufe ein vegetarisches Menü mit Amaranth als Eisenquelle. Nur Gemüse ist auf jeden Fall auf Dauer nicht ratsam. Sie sollten dann den Gemüsegläschen eine kleine Menge eisenhaltiges Getreide (z.B. Hafer, Hirse) untermischen. So könnten Sie einen vegetarischen Mittagsbrei aus verschiedenen Zutaten selbst herstellen. Dazu werden z.B. HiPP Gemüse mit den HiPP Bio-Getreideflocken „Feine Hirse“ oder auch „7-Korn“ gemischt und etwas Wasser sowie Rapsöl hinzugefügt. Das Rezept mit HiPP Produkten lautet: 150g Gemüsegläschen (am besten mit Kartoffel oder Reis) 10g Getreide (HiPP Feine Hirse oder HiPP 7-Korn) 30g Fruchtsaft oder Wasser – bei zu fester Konsistenz mehr Wasser hinzufügen 1 TL Rapsöl wie HiPP Beikostöl Falls kein Saft im Menü verwendet wurde, empfehlen wir zum Nachtisch ein paar Löffelchen (ca. 50g) Vitamin C reiche Früchte. Das Vitamin C verbessert die Aufnahme von Eisen aus Getreide und Gemüse. Sie sehen, es gibt viele Möglichkeiten Ihre Tochter ausreichend mit allen nötigen Nährstoffen, auch dem Eisen, zu versorgen. Lassen Sie doch jetzt noch das Obst weg. Das braucht Ihr Schatz noch nicht. Führen Sie erst einmal das Menü am Mittag ein. Wenn Ihr Mädchen in etwa eine Portion Menü schafft, ist die Milch ersetzt. Hat sich das Mittagsmenü gefestigt, sind ein paar Löffelchen Früchte als Dessert ideal. Früchte als Nachtisch runden die Mahlzeit ab und können durch das Vitamin C in den Früchten die Eisenaufnahme aus dem Gemüse zusätzlich fördern. Hat sich Ihre Kleine gut an das Mittagessen gewöhnt, dürfen Sie ebenfalls am Abend zum Löffeln übergehen. Damit sich Ihr Mädchen behutsam an den Abendbrei gewöhnen kann, starten Sie zunächst (2-3 Tage) mit einer Teilportion Milchbrei plus Milch zum satt trinken. So kann sich das Bäuchlein gut daran gewöhnen. Verträgt Ihr Schatz das gut, steigern Sie die Breimenge beliebig. Isst Ihre Tochter vom Milchbrei etwa eine Portion (200-250 g) braucht sie keine Milch mehr. Etwas Wasser oder Babytee gegen den Durst sind dann geeignet. Viel Spaß beim Löffeln wünscht Doris Plath

von Doris Plath am 17.09.2014



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