Vitamin D - besonders in der dunklen Jahreszeit wichtig

Vitamin D - besonders in der dunklen Jahreszeit wichtig

© fotolia, Claudia Paulussen

Ausreden gelten nicht - Kinder sollten auch im Herbst, wenn die Tage kürzer werden, täglich an die frische Luft. Einerseits macht Bewegung im Freien gute Laune, andererseits bildet der Körper rund 80% des wichtigen Vitamin D unter dem Einfluss von UV-Strahlung.

Nur zu einem kleinen Teil wird Vitamin D über die Nahrung zugeführt, denn nur wenige Nahrungsmittel enthalten eine größere Menge davon. Zwar kann der Körper Vitamin D im Muskel- und Fettgewebe speichern, aber die Reserven, welche im Frühjahr und Sommer angelegt werden, sind in der dunklen Jahreszeit schon nach wenigen Monaten aufgebraucht.

Regelmäßiger Aufenthalt im Freien - für das Bilden von Vitamin D

Deshalb empfehlen wir Kinderärzte eine regelmäßige und maßvolle Sonnenbestrahlung. Es genügt schon, wenn sich das Kind täglich 10 bis 15 Minuten im Freien aufhält und dabei Gesicht, Hände und Unterarme dem Sonnenlicht ausgesetzt sind. Wichtig: Dabei sollte kein Sonnenschutzmittel aufgetragen werden. Denn die Bildung von Vitamin D wird durch eine Sonnencreme mit Lichtschutzfaktor 15 unterbunden.

Zusätzlich füllen verschiedene Lebensmittel die Reserven im Körper auf. Für die gesamte Familie sollte deshalb immer wieder fettreicher Fisch, wie Lachs, Hering, Thunfisch oder Makrele, Avocados, Champignons und Milch auf dem Speiseplan stehen, hier ist Vitamin D in größerer Menge enthalten.

Seine Aufgabe im Körper

Vitamin D reguliert Stoffwechselvorgänge: Es sorgt in erster Linie dafür, dass sich ein gesundes, stabiles Knochengerüst und eine kräftige Muskulatur entwickeln. Außerdem stärkt es das Immunsystem, senkt den Blutdruck, schützt vor Infektions- und Autoimmunerkrankungen, wie Diabetes oder Multipler Sklerose und hat insgesamt einen positiven Einfluss auf das Herz-Kreislaufsystem.

Ein länger währender Mangel kann weitreichende Folgen haben. Wird bereits im Babyalter zu wenig Vitamin D gebildet, besteht die Gefahr einer Rachitis, bei der die gesunde Entwicklung des Knochenaufbaus gestört ist. Auch bei einem Mangel im späteren Alter kann es zu einer Entkalkung der Knochen oder zu Wachstumsstörungen kommen.

Laut Robert Koch-Institut (RKI) werden Muskelschwäche oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen begünstigt. Außerdem wird das Immunsystem durch einen Vitamin-D-Mangel geschwächt. Das Institut hat nach verschiedenen Untersuchungen festgestellt, dass viele Kinder ungenügend versorgt sind und dadurch bedingt eher zu Allergien oder Bluthochdruck neigen. Oft sind sie nicht lange genug im Freien oder der umfassende UV-Schutz blockiert die ausreichende Bildung von Vitamin D.

Zusätzliche Vitamin D - Gabe in den ersten Lebensjahren

Generell sollten Babys zusätzliches Vitamin D erhalten, um einer Rachitis vorzubeugen. Diese Prophylaxe für das gesunde Knochenwachstum kann selbst im zweiten Lebensjahr des Kindes noch sinnvoll sein, vor allem jetzt in den kommenden Herbst- und Wintermonaten.


Nach den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendheilkunde (DGKJ) sollten Eltern ab dem Ende der ersten Lebenswoche bis zum Ende des ersten Lebensjahrestäglich eine Vitamin-D-Tablette mit 500 Einheiten verabreichen. Spätestens, wenn der erste Zahn durchbricht, ist die Kombi-Tablette mit Fluorid zu empfehlen. Wie schon gesagt, kann es sinnvoll sein, diese Vorsorge auch in den dunklen Monaten des 2.Lebensjahres fortzusetzen. Erst nach dem vollendeten zweiten Lebensjahr wird eine Vitamin-D-Gabe derzeit nicht mehr für notwendig erachtet.

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