Monatsforum Mai Mamis 2012

geht es jemanden ähnlich???

geht es jemanden ähnlich???

janmar156

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hallo ihr lieben, vielleicht geht es irgendjemanden von euch auch so und / oder ihr könnt mir ein paar ratschläge geben. Mein entbindungstermin ist der 13. Mai 2012. Ich habe also noch ordentlich paar Wochen vor mir. Bin jetzt schon eine ganze weile daheim, da ich noch ein Haufen Urlaub hatte und Überstunden absetzen musste. Das Proble ist, dass ich noch nie in meinem Leben so "hilflos" daheim gesessen habe. Ich habe immer gearbeitet nebenbei studiert und und und. Ich war immer in Aktion und hatte eigentlich nie so die Zeit wie ich sie jetzt habe. Am Anfang war es ja alles total entspannend und ich konnte schon langsam alles für das Baby vorbereite und die Wohnung mal wieder ordentlich von oben bis unten putzen. Jedoch ist dies jetzt auch alles ausgeschöpft. Das Baby war nicht geplant von uns. Eigentlich wollten wir noch eine Weile damit warten. Doch dann ist es passiert. Seit ein paar Tagen komme ich jedoch mit der ganzen Situation nicht mehr klar. Mir wächst die Sache total über den Kopf. Immer dieses daheim gesitze, putzen, essen kochen oder zu Freunden gehen. Jeden Tag kann mein Mann mir erzählen wie toll es für ihn auf Arbeit war und ich? Was kann ich erzählen? Ja toll ich hab geputzt. Ich komm mit der Situation nicht mehr klar. Ich fühl mich so gefangen daheim. Am liebsten würde ich einen mega Partyurlaub mache oder einfach in der Sonne rumliegen. Einfach was machen was mir Spaß macht. Ich habe Angst vor der Verantwortung die auf mich zu kommt. Ich mein wieso muss sich bei mir alles verändern und mein Mann kann sein Leben so weiterführen? Das ist so ungerecht und ich fühle mich so ungebraucht. habt ihr eine Idee was los ist und was ich tun kann. Ich mein immerhin habe ich mich ja die ganze Zeit auf das Baby gefreut und nun? Nun fängt alles an mir über den Kopf zu wachsen. Lg und danke fürs zuhören....


Mitglied inaktiv

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Antwort auf Beitrag von janmar156

Ich denke nun wird es für alle von uns immer realer. Vor allem wenn es das erste Kind ist. Vielleicht brauchst du für die Zeit bis zur Geburt noch eine Aufgabe, denn wenn du jetzt schon alles fürs Baby fertig hast sitzt du nur zu Hause und hast nicht wirklich was zu tun. Mir gehts genau so. Ich habe mir im ebay einen Sprachkurs auf CD bestellt und lerne jetzt fleißig. Vielleicht findest du etwas ähnliches was dich ablenkt und dir ein erfolgserlebnis gibt. Mach dir jetzt noch nicht so einen Kopf und lass alles langsam auf dich zukommen. LG bibi


Diana2008

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huhu, ich kann dich sehr gut verstehen. in meiner ersten schwangerschaft (und sie war geplant) kam ich auch ins schleudern. meine gefühle spielten verrückt. meine idee war, wenn mein baby 6monate alt ist gehe ich wieder arbeiten. der gedanke alles richtig zu machen, das es dann 24h bei mir ist....war alles so luft abschnürend. ich hatte angst vor dem was kam. mein mann ging arbeiten und alles war gut. dein mann wird es erst spüren, wen euer baby da ist. vorher ist es leider so. er hat keine körperliche veränderungen. hast du eine hebamme? rufe sie an, rede mit ihr über deine ängste. das ist wirklich wichtig und irgnoriere deine ängste nicht, lass sie von niemanden belächeln. es ist wichtig, dass du ernst genommen wirst. ich kann dir nur sagen, als mein nico auf die welt kam, kann ich heute noch nicht mal vom jubel reden. die geburt, die körperliche veränderung, das stillen, die wachen nächte, mein mann der arbeiten ging und der meinung war, ich hätte urlaub , hat mich fertig gemacht. ich war nicht glücklich. ich sah den kleinen an und weinte. er konnte nichts dafür. irgendwie hatte ich auch niemanden mit dem ich reden konnte. tag ein und aus das gleiche. UND DANN ging ich zum rückbildungskurs, dort lernte ich mädels kennen. wir verabredeten uns für den nächsten kurs pekip. seit dem habe ich eine ganz liebe freundin dazu gewonnen. sie war in ihrem tun so selbstsicher und zog mich aus den vier wänden.... es war ein wirklich tolles elternjahr! ich vertraute mir, ich liebte meinen burschen abgöttisch und war kurzzeitig so gar sicher, ich würde es auch alleine schaffen (krise mit dem mann). diese sicherheit brachte uns alle drei weiter. in der zeit ist unser sohn nun schon fast vier, wir sind im august in unser eigenes haus gezogen und bekommen nummer zwei. und auch jetzt überkommt mich die angst, schaffen wir das, hoffe meinen kleinen nico immer gerecht zu werden, alles nochmal von vorne...arzttermine, durchwachte nächte, krankheiten und auch unsere beziehung. also du bist nicht alleine. vielleicht suchst du dir einige kurse, wo du dich jetzt mal hinbewegst. schwangerenschwimme oder -yoga...dort lernst du andere mütter kennen. lg diana


wüstenkugel

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Heyhey, ich hatte gestern einen großen Durchhänger, den ersten, seit ich wieder in Deutschland bin. Ich habe gerade das Gefühl, dass ich nichts gebacken kriege, wenig Motivation, alles ein Zuviel etc etc etc. Und dann war gestern so ein Tag zwischen Kinderkrippenanmeldung, Krankenhausanschauen und Hebammenabsage. So - kinderzentriert, ohne, dass eins da ist. Ich hab mir nun vorgenommen, jede Woche was zu tun, was mir Spaß macht. Am Sonntag war ich auf einer Alm, morgen schwimmen, Donnerstag und Samstag wieder Berge etc. Ein Wellnessprogramm von mir für mich. Und dazwischen back ich mir einen Kuchen. Mach doch, was Dir Spaß macht. Und wenn es nicht der mega Partyurlaub ist, vielleicht ein Ausflug in eine andere Stadt? Oder an einen frühlingshaften See? Oder ein Wochenende mit Deinem Partner - irgendwo, noch einmal zu zweit? Und - was schon gesagt wurde, vielleicht suchst Du Dir eine Gruppe oder Einzelne (aus dem Geburtsvorbereitungskurs?) oder Deine Hebamme, um einerseits rauszukommen und um andererseits auf Verständnis und offene Ohren zu stoßen. Gleichzeitig würde ich das auch Deinem Partner erklären, damit sich das nicht als stummer Vorwurf manifestiert, sondern dass er Dich auch verstehen oder Deine Situation nachvollziehen kann. Und dass ihr Euch gemeinsam über die Verantwortung austauscht, die auf Euch beide zukommt. Wir haben uns vor Kurzem auch "Strategien" überlegt, wie man trotz Kind noch gemeinsam oder jeder auch mal für sich "frei" haben kann etc. Kann sein, dass das alles nicht klappt, tut aber gut, sich solche Perspektiven wenigstens mal zu überlegen. Wie es dann sein wird, weiß man vorher nicht. Du bist alles andere als "ungebraucht", gerade oder auch nach der Geburt. Das musst Du auch wissen. Es sind nur die Schubladen, die einen neuen Titel kriegen. Alles Gute und hab: FRÜHLING!


Nanana

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Hallo, ich kann dich sehr gut verstehen. Ich brauche auch einen geregelten Alltag mit sinnvollen Aufgaben und Herausforderungen. "Mama sein" allein hat mir nicht gereicht, Ich habe mich deshalb zu Beginn der zweiten SS für einen Master an der Fernuni eingeschrieben. Das ist eine tolle Abwechslung und sinnvoll auch noch :)