Cherrybomb
Hallo zusammen, gerne nehme ich Anregungen entgegen, wie ich unsere sehr mobile Powermaus beschäftigt bekomme. Sie ist jetzt 7,5 Monate alt. Krabbelt flott, steht mit einhändigem Festhalten schon ziemlich sicher. Am liebsten ist sie überall dabei. Das ist ja schön, aber so kommt man zu gar nichts. Bin ich auch nur außer Sichtweite, wird gejammert und mich gesucht. Sie weint nur dann nicht, wenn man bei ihr hockt. Seit Wochen verbringe ich meine Tage nun mit ihr auf der Krabbelmatte. Lasse mich als Klettergerüst benutzen. Sie zieht sich an mir hoch, legt sich über mich, spielt Abrollen auf meinen Beinen. Wir hatten einen Laufstall. Nach 5 Tagen wegen akuten Geschreis abgebaut. Zu langweilig und keiner mit drin. Trage will ich nicht mehr wirklich. Wir nähern uns den 8kg und ich hab nicht den besten Rücken. Spielzeug interessiert sie nicht. Eigentlich interessiert sie außer andauernder Bewegung gar nichts. Ich bin allmählich erschöpft. Die Wohnung sieht furchtbar aus. Langsam fühle ich mich hier nicht mehr so wohl. Hat jemand Tipps, Ideen für einen aktiven Alltag?
Hallo,
Meine Tochter ist auch mobil und ich nehme Sie in jeden Raum mit. Wenn ich z.B das Bad putze, kommt Sie mit. In der Küche mache ich die Tupperdose Schublade auf oder Sie zieht sich am Lernturm ihrer großer Schwester hoch. Wenn ich das Kinderzimmer meiner großen Tochter putze, ist die Rutsche der absolute Hit. Sie rutscht natürlich nicht, aber hochziehen macht Spaß.
Ich mache dann aber alles im Schnellen Tempo und am Wochenende Großputz.
Es gab auch schon mal eine Beule, aber im Großen und Ganzen klappt es gut.
Am Nachmittag ist ihre Große Schwester (3 Jahre) da und Sie "spielen" zusammen. Ich mache dann die Wäsche oder kochen Essen oder erledige noch etwas im Haushalt. Sie sind dann aber mit im selben Raum oder direkt neben an mit Türen auf.
Was ich nicht schaffe wird abends erledigt oder es bleibt liegen.
Es gibt auch Tage da klappt es nicht so gut, aber überwiegend klappt es.
Ich passe natürlich auf, dass Sie sich beim hochziehen nicht verletzt und gefährliche Gegenstände nicht in der Nähe sind.
Ich weiß aber natürlich nicht, ob es bei euch klappt. Bei uns klappt es gut, außer Sie hat einen schlechten Tag
Liebe Grüße
So Phasen, in denen man kaum was schafft gibt es bei jedem Baby mal. Nehm dir für jeden Tag 1-2 Räume zum putzen vor. Küche machst du die Oberflächen, spühlmaschine oder Abwasch immer, wenn du eh in der Küche bist. Spielzeug wird immer gleich wenn ihr fertig mit spielen seid weggeräumt. So lernt dein Kind gleich, das aufräumen zum spielen dazu gehört. (Also zumindest funktioniert es bei meiner großen mit 2,5 Jahren noch) Ein bis zweimal in der Woche brauchst du dann etwas mehr Zeit zum durchsaugen und nass wischen. So beschränkt sich das tägliche putzen auf vielleicht 10-15 Minuten und das kann das Baby im selben Raum gut aushalten. Und wenn es nicht am Stück passt teilst du es auf. Vorm Frühstück Kleidung wegräumen. Nach dem Frühstück abstauben ... Ansonsten halt auch spaziergänge und Erledigungen einplanen. Mal die Verwandtschaft das Baby bespasen lassen Ich sag mit auch ganz bewusst, das ich wenn die Kinder im Bett liegen keine Hausarbeit mehr mache.
Hey, ich schleich mich mal ein. Meine Große hat sich auch für Spielzeug nie interessiert und war sehr mamafixiert, war aber von der ruhigen Sorte. Die konnte ich einfach mitnehmen und sie saß/turnte dann eben im (rausfallsicheren) Bett, in der Badewanne, in einem großen Wäschekorb etc. Zum Kochen kam sie in die Trage oder kurz in den Hochstuhl zum Zugucken, hat sich aber auch mit Töpfen, Kochlöffeln, Geschirrtüchern etc. zufrieden gegeben. Meine Kleine ist viel aktiver und muss alles erkunden und anfassen, da ist an Kochen oder Putzen nicht zu denken, die ist ein 24/7-Baby und lebt größtenteils an/auf mir, tags wie nachts. Ist sie doch mal kurz allein beschäftigt, kann ich gar nicht so schnell gucken, wie die auf der Jagd nach meinen Füßen mir zwischen selbigen herumkrabbelt oder von irgendwo weg abgelenkt werden muss. Eine Zeit lang funktioniert für sie die Spielzeugkiste (ausräumen, umdrehen, auf den Boden hämmern, dran hochziehen). Wenn ich kurz was erledigen muss, wobei ich sie sicher "verwahrt" wissen möchte, hält sie es auch ein paar Minuten festgeschnallt in der Wippe aus. So sind aber keine größeren Erledigungen drin. Wäsche mache ich zB nur, wenn mein Mann da ist oder die Oma sie kurz hält. Mount Washmore nimmt täglich zu, ist halt gerade so. Diese Ideen für aktive Babys hätte ich noch: Schaukel im Türrahmen, große Softbausteine zum Klettern, Krabbelparcours aus Polstern/Kissen, große Kartons, Bällebad, Pikler-Dreieck oder -Bogen mit Rutsche, Babyspielplätze zum Auspowern an der frischen Luft, Musik, Krabbeltunnel. Alles Liebe für euch und gutes Durchhalten - bald können unsere Kleinen laufen, dann wird es wieder anders schön und anders anstrengend.