lilpumkin
puh, muss mir jetzt mal luft machen! Momentan kann ich meinen freund wirklich nicht mehr leiden... er unterstützt mich in keinster weise. ich bin seit tagen schon erkältet (nase zu, kopf- und halsschmerzen), gestern abend war unsere kleine ziemlich unruhig... und ich total platt und müde. er wusste, dass es mir wegen der erkältung nicht gut geht, da ich schon den ganzen tag üble kopfschmerzen hatte. statt dass er dann mal sagt, dass er sich bisschen um emilia kümmert, schaut er völlig ruhig sein fußball weiter... ich hab dann erst mal nix dazu gesagt, bis er fragt, was ich denn hätte???!!!! HALLO, gehts noch? oh man, da fällt mir nix mehr zu ein. naja, dann flogen natürlich wieder mal die fetzen. wir streiten uns momentan so oft, hab da langsam keine lust mehr zu. hab schon über trennung nachgedacht (mir der kleinen mach ich ja eh alles alleine...) weiß er aber noch nix von. hab ihm schon so oft gesagt, dass ich mir mehr unterstützung von ihm wünsche, das geht dann mal zwei tage, und schon verfällt er in sein altes schema...! er meint immer ich soll doch sagen wenn ich hilfe brauch, aber er kann doch wohl auch mal selbst sehen wenn es mir schlecht geht oder mir mal von sich aus die kleine abnehemen. will doch nicht immer bitten und betteln, dass er mir hilft - da bin ich auch gar nicht der typ für! bin sehr unglücklich mit der ganzen situation- hab mir das "Familie" sein irgendwie anders vorgestellt...?! Danke euch fürs zuhören! :) Wie ist das denn bei euch so?
ohje das tut mir echt leid für dich..ich würd an deiner stelle dann nochmal im ruhigen ton mit ihm reden...sag ihm was du denkst und was in dir vorgeht auch das du über eine trennung nachdenkst und warum es soweit gekommen ist das du diese gedanken hast...und am besten sagst du von ihm auch das du keinen streit möchtes sondern jetzt mal vernünftig über die situation reden willst (falls er es als streit sieht)
bei mir ist es garnicht so..ich werd nur sauer wenn ich müde bin die kleine aber nur bei mir ruhig is und er schön schlafend neben mir liegt ahh wenn man müde ist, ist das die schlimmste strafe jemanden beim schlafen zuzugucken.. sonst is er eher der, der "meckert" weil er die kleine zu wenig hat wenn er da ist (aber mit stillen und so gehts ja nicht anders) und wie traurig er war als sie sich nur von mir beruhigen lies..aber hab numal die besseren 2 argumente lach)
ich hoffe das ihr vll doch noch einen andern weg als eine trennung findet *dich umbekannterweise einfach mal drück
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Naja, wo ist denn das Problem, ihn in der konkreten Situation um Hilfe zu bitten, wenn du sie gerade brauchst? Das hat doch nichts mit "Betteln" zu tun. Dafür hat man doch einen Partner! Geht er arbeiten und du bist zuhause? Dann könnte er vielleicht die Einstellung haben, dass er seinen Job macht und das Baby eben dein Job ist. Nicht schön, könnte aber sein. Dann würde ich ihm erklären, dass es bei deinem Job leider keinen Feierabend gibt und dass du deshalb nach seinem Feierabend auf seine Unterstützung zählst. Dein Partner ist sicher nicht der einzige, der nicht automatisch sieht, wann und wo er helfen kann und das dann auch ohne Aufforderung macht (vor allem nicht, wenn gerade Fußball läuft...). Dazu kommt, dass die meisten Männer in Bezug auf Babys gelassener sind und nicht bei jedem Pieps das Baby betüddeln. Das macht sie aber nicht zu Egoisten oder zu schlechten Vätern, sie sind halt einfach naturgemäß anders als Frauen in mancher Hinsicht. Vielleicht ist er aber auch unsicher und weiß gar nicht so richtig, was er mit dem Baby anstellen kann, wie er es beruhigen kann usw. Und vielleicht traut er sich nicht, das zuzugeben. Ich hab mir direkt als wir aus dem Krankenhaus wieder zuhause waren meinen Mann geschnappt und gesagt "Komm, ich zeig dir, wie man die Kleine wickelt / wäscht / Temperatur misst / anzieht" usw. Ich hab ihn bei jeder Aktion einmal mitmachen lassen. Und danach hab ich ihm das Kind in den Arm gedrückt und gesagt "Jetzt bist du mal dran mit Popo frisch machen!" wenn es mal wieder gemacht werden musste. Und - ganz wichtig - ihn dann auch ALLEINE machen lassen. Das gleiche gilt für Dinge, die man so braucht - hab ihm gezeigt, welches Pflegezeug ich für die Kleine benutze und später dann nur noch gesagt "Bring mal Babytücher mit!" wenn er einkaufen gefahren ist. Und wenn er unsicher war, was genau er mitbringen soll, hat er nochmal nachgefragt oder vorher nachgesehen, welche das gleich nochmal waren. Was das Beruhigen / Trösten angeht, hat jeder von uns seine eigene Masche. Er tröstet die Kleine ganz anders als ich, aber es funktioniert, also ist es in Ordnung. Er ist der Vater und er hat seine eigene Beziehung zum Kind, die ruhig anders sein darf als meine. Wenn ich meinem Mann abends den Babydienst aufdrücke und die Kleine ruft und er geht nicht direkt hin, lasse ich das auch zu. Würde ich mich direkt einmischen und sagen "Jetzt kümmer dich gefälligst!", hätte er logischerweise bald keine Lust mehr auf Babydienst. Und zwar mit Recht. Und mit der Zeit hat er ein gutes Gespür bekommen, bei welchem Pieps die Kleine wirklich Hilfe braucht und bei welchem sie es schafft, sich schnell selbst zu beruhigen bzw. welcher Pieps einfach ein Pieps und kein Hilferuf ist. Und davon habe ICH auch profitiert und gelernt; ich kann es jetzt auch besser unterscheiden. Könnte ich nicht, wenn ich bei jedem Pieps Himmel und Hölle in Bewegung gesetzt hätte, wozu man als Mutter ja gerne neigt... Ich habe die Einstellung, dass er außer Stillen ALLES machen kann, was ich machen kann, und zwar genauso "gut" wie ich es kann, wenn auch manchmal anders. Und die hab ich ihn "spüren lassen" bzw. er hat sie einfach von selbst gespürt, weil ich entsprechend gehandelt habe. Und deshalb kann er auch alles genauso "gut" wie ich. Ich denke, dass es für die Männer wichtig ist, dass man sie machen lässt und ihnen somit zeigt, dass man darauf vertraut, dass sie alles richtig machen. Und ich denke, dass DAS in den meisten jungen Familien ein Problem bzw. die Wurzel vieler Probleme ist. Möglicherweise geht dem Mann am Anfang mal was schief (Windel läuft aus, weil sie zu locker ist oder so), aber das kann den Mamas am Anfang genauso passieren. Und WENN was schiefgeht, ist das auch kein Drama, dann wird das Baby halt frisch angezogen, wenn die Windel ausgelaufen ist. Und wenn er mal falsche Tücher angeschleppt hat, meine Güte, dann werden die halt genommen und geschaut, ob die Kleine sie verträgt. Manchmal ergeben sich dadurch sogar ganz neue Vorteile, wenn der Papa aus Versehen die "falschen" Dinge macht oder kauft und nachher stellt sich heraus, dass es aber besser funktioniert als das Etablierte... Ich habe jetzt vielleicht nicht ganz den Punkt getroffen, den du meintest, aber vielleicht kannst du ja trotzdem ein bisschen damit anfangen.
Ich bin auch manchmal unzufrieden. Hab aber inzwischen festgestellt, dass er da eigentlich nicht sooo die Schuld hat. Denn wenn ich ihn bitte, dann tut er auch. Ich hätte halt gerne, dass er mehr von selber sieht und denke immer, das muss der doch sehen, um Himmels Willen. Dann sieht ers nicht und ich werde immer angefressener deswegen und irgendwann rumst es dann. Immer das gleiche Schema. Ist auch nicht so, dass ich lange bitteln und betteln müsste, er macht ja, nur in irgend einer anderen zeitlichen Dimension als ich das gerne hätte, was mich aufregt, dann regts ihn auf, dass mich das aufregt und es schaukelt sich dann manchmal ziemlich hoch. Er will dann gleich wieder lieb sein, aber ich kann noch stundenlang bockig sein, obwohl ich es gar nicht so meine. Stiere halt. Naja, jedenfalls rumst es regelmäßig und dann ist aber auch ziemlich zügig wieder alles gut.
Ich unterschreibe meinen Vorpost mal und füge noch hinzu, dass es so ein typisches Frauending ist, so lange nichts zu sagen, bis man ausrastet und sich Luft machen kann, weil der Partner ja nichts gesehen hat. Wenn man aber sieht, dass der Andere nichts sieht, dann kann man nicht erwarten, dass sich das auf einmal von alleine ändert, während man nichts sagt und dann sauer sein, wenn alles bleibt, wie es ist. Das kann ja nicht funktionieren. Wenn du also möchtest, dass sich etwas ändert, musst du etwas dafür tun. Und damit sind wir wieder beim Vorpost :-)
Und mein Vorpost war eigentlich Bombalurina, als ich anfing zu schreiben ;-)
Ist aber nicht soo unterschiedlich die Thematik.
Stümmt :-)
Oh ja, ich kann mich anschließen. Mein Freund und ich rasseln in letzter Zeit auch immer mal wieder an einander und es geht eigentlich immer um das Thema, das hier beschrieben wurde. Wir sind jetzt auch so verblieben, dass wir über Dinge, die ich meine, die er tun soll, rechtzeitig sprechen und ich nicht darauf warte, dass er das jetzt von sich aus "entdeckt"... Und er betüddelt die Kleine halt auf seine Art - und es klappt auch... :-) Insgesamt ist dies ja generell das Männer-Frauen-Ding, dass wir nicht so gleich ticken... ;-) Und wenn es trotzdem mal zum "Eklat" kommt, dann wird wieder drüber gesprochen und dann ist's auch bald wieder gut... :-) Wer hätte gedacht, dass die kleinen Mäuse unser Leben SOOOOO sehr durcheinander würfeln... :-) LG, Yvonne.
Ich nicht, da bin ich ganz ehrlich ;-) Hab mir eigentlich überhaupt keinen Kopf vorher gemacht, nur, ob es finanziell hinhaut und ob wir Platz haben und ob ich mir jetzt wirklich vorstellen kann, ein Kind zu haben. Hab dabei aber immer so ein Dreijähriges im Kopf gehabt, mit dem wir durch den Zoo spaziert sind und Eis gegessen haben. ;-) Aber das schaffen wir auch noch! Achja und diese Männer-Frauen-Differenzen hatten wir früher auch schon, die sind jetzt nicht erst mit dem Baby aufgetaucht. Bin halt jetzt noch empfindlicher, weil mir mein Nachtschlaf so fehlt und mein Leben irgendwie nicht mehr nur von mir bestimmt wird. Muss man mit 35 ja erstmal damit klarkommen, dass man nicht mehr sein eigener Herr ist ;-)
Ich meine, statistisch gesehen finden die meisten Trennungen im ersten Lebensjahr des ersten Kindes statt^^
Ich kann mich hier mehr oder weniger nur anschließen.
Das erste Jahr ist nicht einfach schon gar nicht beim 1.Kind und es ist nicht nur eine Bereicherung sondern auch eine Belastung nämlich für eine Partnerschaft.
Es ist wichtig daß man lernt damit umzugehen und Aufgaben aufteilt.
Marlon ist mein 2.Kind aber hier herrscht mehr Eiszeit als alles andere aber schon seit Mitte der SS...aber egal...möcht hier nicht in Einzelteile gehen...
Mach Deinem Mann eine klare Ansage, Männer brauchen das, nicht bitten sondern "befehlen" und sag dazu daß Du auch Trennungsgedanken hast.
Männer sehen nicht was getan werden muss, die muss man drauf hinweisen! Mein Mann lebt seit 15 Jahren mit mir zusammen und dem muss ich nur sagen was zu tun ist... Und ich kenne viele solcher Exemplare ![]()
Mein Freund macht ab August 3 Monate Elternzeit. Das wird auch nochmal eine gefährliche Zeit.
Oh ja das kann ich mir gut vorstellen... Vorallem weil man dann permanent aufeinander hängt...wichtig ist daß Du ihn wenn er sich umOli kümmert auch machen lässt auch wenn Du manchmal denkst Oh mein Gott... Nix ist schlimmer als wenn man daneben steht Du musst das aber so und so machen..oder ich mach das so und so....und dazu neigen viele Mütter weil sie routinierter sind mit den Kindern...
bei meinem mann und mir hats bei der geburt unseres ersten kindes auch ordentlich gekracht, sehr regelmäßig und mitunter auch sehr heftig (schon am ende der schwangerschaft). wir habens irgendwie durchgestanden. das einzige was niemals zur diskussion stand war ob wir uns lieben - das hat geholfen. auch im streit zweifeln wir das niemals gegenseitig an (sätze wie "du liebst mich nicht mehr"sind absolut tötlich), bei allem was wir uns sonst so hässliches an den kopf geworfen haben (beide) haben wir beide einmal abgemacht, dass wir soetwas niemals im streit sagen werden. (wir haben aber auch abgesteckt, wenn jemand meint seine liebe wäre verschwunden, dass er das dann (ohne streit) deutlich anspricht, aus fairness dem anderen gegenüber) das erste jahr war wirklich hart, ich hab mich oft gefühlt als sei ich alleinerziehend von zwei kindern - im zweiten jahr haben wir eine vernünftige streitkultur entwickelt (ganz bewusst daran gearbeitet "richtig" zu streiten) ... im dritten jahr haben wir dann geheiratet und im nächsten zyklus unser zweites kind gezeugt ^^ was ich auf jeden fall lernen musste war mir gebetsmühlenartig vorzusagen, dass er mir nur VOR den kopf guggen kann, nicht IN den kopf. wenn ich was will muss ich was sagen. dann kann er immernoch nein sagen. aber erwarten, dass er genau das was ich gerade will und brauche von alleine macht - das darf ich nicht, sonst gehts schief.
Erstmal vielen Dank für eure antworten... es ist einfach verhext, ich liebe ihn noch, das ganz klar. aber momentan mag ich einfach nicht... ich kann einfach nicht verstehen, dass es für manche männer so schwer ist, zu sehen dass man helfen könnte. aber gut, werd ich mich wohl mit abfinden müssen und müsen dann definitiv an unserer kommunikation arbeiten. ich kann komplett nachvollziehen, dass die meisten trennungen im ersten jahr nach der geburt passieren. es ist auch so vieles neues und mir gehts da auch wie foxi, man erwartet ein gut gelauntes kind, welches einen den ganzen tag anlächelt... hab mir da im vorfeld viel zu wenig gedanken gemacht. jetzt fällt es mir dann doch manchmal schwer mich in der rolle der 24 std. mama wiederzufinden. nicht falsch verstehen, ich liebe meine kleine über alles, aber es ist schon schwer, sich selbst hinten an zu stellen... euch noch einen schönen tag, wir zwei damen fahren jetzt erst mal shoppen und geben papas geld aus... so, das hat er jetzt davon :)