Monatsforum Januar Mamis 2016

"Frühchen"erfahrung

"Frühchen"erfahrung

Mitglied inaktiv

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Hi Mädels, Unter euch gibt es doch ein paar, die schon vor 37+0 entbunden haben. Gestern hat mir meine Fa ja gesagt, dass unser Ziel die 36. Woche ist. Ich selbst will eigentlich unbedingt 37+0 erreichen, aber man muss sehen ob Blutdruck, Ödeme, etc mitmachen(ew und blutwerte sind noch gut-zum Glück!) und dann ist da ja auch noch meine sehr starke symphysenlockerung und meine Gbmh-halsprobleme...naja kurz und gut, ich wollte euch fragen wie das ist, wenn man vor 37+0 entbindet: Muss der kleine auf jedem Fall in den Brutkasten oder kommt das drauf an wie fit er ist?also wenn wirs bis 36. Woche schaffen, kann es sein dass er bei mir bleiben kann? Vielleicht kommt's ja gar nicht so schlimm, aber kann mir gar nix drunter vorstellen und wollte euch mal fragen. Danke Lg Caro


CuteLilly123

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Hallo carro, ich hatte ja schon in der letzten Ss mit Präeklampsie zu tun weswegen meine Kleine bald Große bei 31+4 per Notkaiserschnitt geholt werden musste. Sie wurde nach der Erstversorgung erstmal für eine Woche in den Inkubator gelegt danach war sie etwa 1 Woche im Wärmebettchen und dann im normalen Bettchen. Nach 3 Wochen durften wir mit knapp 2100 gr Kampfgewicht nach Hause. Die erste Zeit war sie zwar geschwächt weil sie noch ne Infektion dazubekommen hat und stillen klappte gar nicht (zu schwach aber sie hat zumindest die ersten 4 Lw abgepumpte Mumilch bekommen anfangs noch durch ne Magensonde) aber sie hat das alles super weggesteckt. Anhand meiner Kleinen siehst du das auch bei sehr kleinen Babys es dann schnell gehen kann und sie entlassen werden. Bei meiner letzten Ss war eine Zwillingsmama bei mir im Zimmer. Sie hat bei 35+0 auch per KS entbunden (die Kinder hatten beide um die 2900 gr). Die Beiden durften von Anfang an mit im Zimmer sein und tranken auch an der Brust. Wenn du wirklich bis 36 Ssw. kommst dann würde ich sagen wenn nix mit dem Baby ist und es ein gutes Gewicht hat, alleine trinkt würde nichts gegen ein sofortiges Rooming in sprechen. Zumal Kinder die heute bei 35+ geboren werden ja auch als Termingerecht gelten. Ansonsten kannst du ja nach einem Ks 5 Tage im Kh definitiv bleiben und bei uns ist das so das wenn man ein Kind auf der Neonathologie hat sogar nochmals 5 Tage extra gehen. Musst du mal mit deinem Entbindungskh reden wie die das machen. Die Neo ist auch so eingerichtet das du zu JEDER Zeit zu deinem Kind kannst. Ich bin sogar am letzten Tag im Kh kurz vor Entlassung noch mitten in der Nacht (war 3 Uhr nachts) aus Sehnsucht zu meinem Kind gegangen. Und die Schwestern kamen und haben mir die Kleine auf die Brust gelegt und mich kuscheln lassen. Natürlich kann ich dir keine Garantie geben das es in deinem Kh auch so ist aber fragen kannst du ja mal. Ansonsten würde ich drauf achten (weil du ja weißt das dein Kind eventuell zu früh kommt) das deine Klinik auch wirklich eine Neo im Haus hat. Es ist für ein Neugeborenes nämlich anstrengend und gefährlich erstmal von A nach B transportiert zu werden. Am besten sollte eine optimale Klinik einen Neozugang direkt am Op-Saal haben. Aber das weißt du ja sicher und hast dich schon damit auseinander gesetzt. LG und alles Gute! Lilly


Niky89

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Hi, ich hab sogar gelesen, dass es bereits Kliniken mit Neonatlogie den Eltern ein Rooming-In ermöglichen. In Leibzig und Essen ist das schon so. Ich hab da ein Film über Extrem Frühchen gesehen und die beiden Kliniken haben mit der zusätzlichen Elternversorgung gute Erfahrungen gemacht. Du kannst sicher, fals es soweit kommt, mit der Klinik und deiner Krankenkasse über die Möglichkeit sprechen.


glitzer77

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Hi, meine 1. Schwangerschaft endete in einer schweren Präeklampsie. Mein Kurzer wurde bei 36+0 geholt. Er hatte sich ca. 2 Wochen nicht weiterentwickelt und hatte somit den Stand von SSW 34+. Es war einfach besser ihn zu holen und stationär zu behandeln, damit er sich weiter entwickeln konnte. In meinem Bauch hätte er es nicht mehr getan. Er kam für 2 Wochen in ein Wärmebett und wurde per Flasche und Magensonde ernährt. Ich wurde in dem selben Krankenhaus stationär behandelt und durfte jederzeit zu ihm. Nach den 2 Wochen bin ich als Begleitperson auf die Kinderstation gewechselt. Dort durfte er, als er das Wärmebett nicht mehr brauchte, auf mein Zimmer. Dann wurde auch der Schritt zum Stillen gemacht und es klappte sehr gut (und auch für viele Monate). Das Wärmebett brauchte er nur, weil er zu schnell ausgekühlt wäre, wenn er in einem normalen Bett gewesen wäre. Ich durfte ihn aber unter Anleitung herausnehmen, kuscheln usw. Na ja, er war halt an einige Messonden (Herz, Wärme,...) angeschlossen Mittlerweile ist er 3,5 Jahre alt und hat in der Entwicklung und auch im Körperbau alles aufgeholt.


claire

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Antwort auf Beitrag von glitzer77

Hey. Ich hab noch eine frage. Woher weiß man in der 36.0 Woche, dass sich das Kind nicht mehr weiter entwickelt hat? Ich meine, es wird doch nur noch ein Ultraschall in der ca. 30. Woche gemacht. Das ist immer meine Angst, dass ich das nicht mitbekomme, dass bei dem kleinen in den letzten Wochen etwas nicht stimmt..


PuK07

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Hi meine liebe. Bin aus dem März Bus aber ich bin kinderkrankenschwester. Wenn du die 36 ssw erreichst sieht es schon wirklich gut aus für deinen Krümmel. Du wirst ihn wohl nicht direkt mit nach Hause nehmen. Bei den kleinen muss man immer erst schauen das sie gut trinken, an Gewicht zunehmen. Manche sind so fit und haben damit kein Problem, manche sind dann noch etwas zu schwach dafür. Je nach dem in welcher Klinik du bist wird dann mit einer Flasche oder mit einer Magensonde gefüttert. Es wird sicherlich auch drauf geschaut wie der Gelbsucht Wert ist. Die wahrscheinlichkeit das dein kleiner unter die Fototherapie muss steht recht hoch, aus dem einfachen Grund das bei den Frühchen die ToleranzGrenzen nicht so hoch sind. Das tut deinem Kind aber nicht weh. Es ist zwar für die Eltern blöd mit anzusehen aber dem Kind geht es dann schnell wieder besser. Oftmals trinken die "faulen" Kandidaten auch danach Besser, weil ein zu hoher Gelbsucht Wert die kleinen Müde macht. Also unterm Strich wird dein kleiner bestimmt ne Woche oder so da sein aber es kommt halt immer auf sein Gewicht und Verhalten an. Mal dauert der Aufenthalt länger mal kürzer. Ich hoffe ich konnte dir etwas die Angst nehmen und dich etwas vorbereiten. Kannst mir auch gerne eine PN senden wenn du noch fragen hast. Lg PuK07


Lolle1982

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Guten Morgen! Ich arbeite als Kinderkrankenschwester auf der Frühchenstation in einer Level 1 Klinik. Man kann nie pauschal sagen, wie es einem Kind in der Woche xy geht. Meist ist es aber tatsächlich so, je reifer sie sind, desto besser ihr Zustand (aber auch ein 36+ Kind kann besonders schlecht sein oder ein 32+ Kind besonders fit). Ob sie in den Inku kommen, hängt vom Geburtsgewicht ab und, wie intensivmedizinisch sie versorgt werden müssen. Beatmung usw ist häufig über den Inku einfacher, als im Wärmebett. Bei uns kommen nur Kinder mit zu der Mutter auf die Wochenbettstation, die absolut fit sind von allen Vitalzeichen und ihre Temperatur gut selber halten können. Bei uns können Eltern auch erst kurz vor Entlassung mit ihrem Kind in das Mutter-Kind-Zimmer ziehen und das liegt daran, dass man dir Kinder einfach besser beobachten kann und im Notfall schneller hantieren kann, als wenn dort noch Elternbett usw stehen... Man macht sich immer Gedanken, aber aus meiner persönlichen Erfahrung ist mein eigenes Ziel die 32. SSW zu erreichen. Dann kann man meist zuversichtlich sein. Ich wünsche dir, dass du ganz weit kommst und du dir nicht zu viele Sorgen machst!


Mitglied inaktiv

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Danke ihr lieben! Ihr habt mich echt beruhigt! Klar dass man immer sehen muss wies läuft und wie es dem kleinen geht...aber es ist schonmal echt beruhigend zu wissen, dass nicht auf jedem Fall alle Kinder in dem Bereich noch wochenlang versorgt werden müssen...danke!! Lg


kaycee

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Huhu, Ich kann dir von 3 frühchen berichten, 2 wurden in der 32 Woche geboren, 1 wurde bei 35+6 (wird als sehr spätes frühchen bezeichnet ) geboren. Meiner Erfahrung nach ist das Gewicht ein großer Faktor, wie es dem Kind geht. Je mehr Gewicht es hat, desto besser geht's ihm meistens. Mein Sohn war mit 1,8 kg der leichteste von den dreien und lag (vor 10 Jahren allerdings) gute 8 Wochen im kkh. Im brutkasten war er davon 7 Wochen ungefähr. Meine schwerste Tochter (35+6) war mit 2,3 Kilo auch noch nicht richtig reif, hat sich aber von der Entwicklung nicht viel von einem reifen Kind unterschieden. Sie durfte ganz normal nach den 3 Tagen (Kaiserschnitt) mit nach Hause. Sie hat getrunken und ganz normale reifchen Werte gehabt. Meine zweite war zwar im Start etwas komplizierter (Beatmung, irgendwie kaum Lebenszeichen u.ä.), hat aber als 32. Ssw- frühchen mit 1,9 kg nur 4 Wochen gebraucht, um dann mit nach Hause zu dürfen. Fakt ist: wenn das Kind die erste abnehm - Phase überstanden hat, es trinkt, gut zunimmt und die Temperatur halten kann (und natürlich selbstständig atmet und keine Abfälle von irgendwas da ist), ist das eigentlich so gut, dass ihr nach hause dürft. Das sind die punkte, an denen sich "gesunde frühchen" orientieren. Natürlich gibt es immer ausnahmen, wenn ein Kind operiert wurde, wenn Probleme auftauchen wie Gelbsucht (aber auch nur hier, wenn der billirubin zu hoch ist), oder andere Probleme auftauchen werden die Ärzte das erst beheben wollen, bevor man nach hause darf. Mach dir bitte bitte nicht zu viele sorgen, es wird alles gut gehen. Du musst jetzt darauf vertrauen dass dein Baby sich so lange festhält, bis es bereit ist diese Welt zu betreten. Ich denke an dich.