Janjuni
Letztens stellte ich eine Frage im Expertenforum für Ernährung (muss langsam zunehmen und wollte wissen ob der doc tipps hat was man da gut essen kann) und stellte dabei fest das da die reinste Panik herrscht! Bin ich als einzige so „unvorsichtig“? die Frauen haben angst vor KETCHUP! Was ist denn passiert in den letzten 50 Jahren das wir alle plötzlich Panik schieben und Angst haben vor allem und jedem? Meine Oma hat damals Mettbrötchen gegessen und da hat niemand was gesagt! Ich habe steak gegessen wie eine verrückte und meine tochter ist kerngesund. Aber seit der letzten Schwangerschaft ist es plötzlich nicht nur rohes fleisch sondern auch SALAT und WINDELN die scheinbar tötliche folgeb haben! Was hat sich denn geändert in der zwischenzeit? Gab es eine welle an frühgeborenen behinderten kindern die ich verpasst habe? Zika...das ist ein echtes großes Risiko! Aber salat? Kartoffeln? Eier?Was kann man denn dann überhaupt noch essen? Ist es nicht schädlicher wenn man dauerhaft unter angst leidet? Ich wünsche mir das die Frauen wieder anfangen sich selbst zu vertrauen und zu essen wenn sie hungrig sind und dass sie nicht vor allem Angst haben. Wie seht ihr das?
Hi,
Ich denke es macht schon Sinn, gewisse Dinge zu beachten. Ich bin Toxoplasmose negativ und daher wasche ich Obst und Gemüse gut, schaue dass Fleisch auch wirklich durch ist. Und ich esse natürlich keinen Rohmilchkäse etc
Tatsächlich finde ich es aber auch echt krass, wie sich manche werdende Mütter verhalten und welche Fragen im Forum gestellt werden.
Da gibt es manche, die kochen Fleisch und Gemüse ewig- bis auch definitiv alle Vitamine tot sind. Keine Ahnung, woher diese Angst kommt
Was ich an mir selbst beobachte ist, dass ich eine extreme Abneigung gegen manche Lebensmittel habe. Neulich war es zb Sellerie. Hab dann gegoogelt und man soll das tatsächlich nicht unbedingt essen in der Schwangerschaft.
Vielleicht sollte man einfach versuchen, mehr auf sein Bauchgefühl zu hören
Tja, was meinste woher es kommt, dass Obst und Gemüse Normen erfüllen muss? Warum Vitamin-pillen von Jahr zu Jahr mehr "boomen"?!
Wir haben auch so einen grandiosen Fall in der Familie und genauso furchtbar finde ich das Vorleben von Dingen die man selbst nicht mag und das Kind darf es auch nicht mögen. Da bekomme ich einen Anfall.
Ich selbst esse auch alles wo nach mir steht, Schlecke Kuchenteig, esse auch mal ein Salami Brot oder auch mal ein Leberwurstbrot.
Klar, ich habe diesmal auch so ein paar Dinge auf die ich dann doch achte.
Lakritze bzw. Süßholzwurzel soll nicht gut sein (Auswirkung auf die Gehirnentwicklung). Ich esse es doch schon manchmal aber schau schon drauf weitgehend drauf zu verzichten und es garnicht erst kaufe. Lakritze ist für mich, wie für andere Schokolade. Ich kann erst aufhören wenn leer ist.
Und bei Tees bin ich mal kurzfristig in Unbehagen gefallen. Manches sollte man da nicht unterschätzen, die Erfahrung hab ich schon selbst gemacht.
Naja, mittlerweile mache ich mir Tees wie ich Lust und Laune habe.
Aber das schlimmste finde ich, dass Nahrungsmittel verteufelt werden aber Alkohol total in Ordnung ist! Und ja, ich stehe dazu, ich bin ein Alkohol-Gegner!
Wenn ich so Sachen lese, wie : Bin heute Abend eingeladen, hab getestet ob ich was trinken kann. Und lauter so Sachen, da könnte ich platzen! Wenn ich Kinderwunsch habe, kann ich doch die Finger davon lassen!
Oder meckern wenn jemand raucht (draussen) aber sich vor Kindern besaufen.
Oder übertriebene Hygiene ist auch so ein Thema...
Aber Schlussendlich will ich niemand bekehren, aber meine Meinung sag ich halt trotzdem
Nachtrag von meiner Seite
Beim Großen hatte ich mit dem Internet nicht viel am Hut und das war und ist gut so.
Internet Fluch und Segen zu gleich
Da geb ich dir Recht, schön sich informieren zu können. Führt aber eben auch zu noch mehr Unsicherheiten.
Ja, diese Panik ist mir auch schon aufgefallen. Ich glaube, dass viel Halbwissen dazu beiträgt.
Viele googlen einfach jeden Mist und finden tut man immer was, egal wonach man sucht.
Wenn es danach ginge, dürfte man wirklich fast nichts mehr essen.
Natürlich sollte man schon bewusst essen, aber das meiste sagt einem doch auch der normale Menschenverstand würde ich mal sagen.
Ich bin jetzt in der zweiten Schwangerschaft auch viel entspannter als in der ersten, da habe ich zugegebenermaßen auch vieles gegoogelt, aber man muss halt auch mal n Punkt machen und seinem Körper vertrauen.
So sehe ich das
Ist mir auch aufgefallen, und manchmal wusste ich nicht ob ich bei einer Frage bei Dr.Bluni lachen oder heulen soll. Ich war schon vor 12 Jahren in diesem Forum aktiv und ich kann mich nicht erinnern dass dermaßen komische Fragen gestellt wurden. Natürlich finde ich es wichtig das gewissen Dinge in einer Schwangerschaft beachtet werden wie z.B kein rohes Fleisch essen. Aber manche übertreiben nur noch. Ich bewundere auch mittlerweile die Geduld von Dr.Bluni und manchmal finde ich es schade das durch gewissen Fragen einfach die "wirklich" wichtigen Fragen untergehen. Mir ist bewusst das jeder seine gestellte Frage für wichtig empfindet. Ich persönlich finde diese Entwicklung nur noch traurig. Und denke auch das das viele google teilweise daran schuld ist. LG Mareike
Ist mir auch aufgefallen. Wenn Dr. Bluni schon antwortet mit: Bei ihren Ängsten sollten sie sich anderweitige Hilfe suchen... Ohmann, da schüttel ich nur noch den Kopf. Ich verzichte auf rohe Sachen und rohmilchkäse. Das wars aber auch schon. Sonst mach ich nichts anders. Gemüse/Obst wäscht man doch generell, oder?!
Oh ja, da stimme ich auch zu.
Wenn man dort quer liest - oh Wei. Da weiß ich manchmal auch nicht ob lachen oder heulen angebracht ist. Aber auf alle Fälle kopfschütteln.
Meine Großen sind schon 16 und 14,die Kleine 2,ich war sehr erstaunt was manche heute für eine Panik vor allem haben,die Experten tun mir manchmal schon leid. Vor allem finde ich erschreckend wie viele dann auch nur halb informiert sind(machen z.b.eine riesen Welle weil sie Mozarella gegessen haben, dabei ist an den Packungen ersichtlich daß es häufig gar kein Rohmilch Käse ist). Klar ist sowas wie Toxoplasmose ein Thema,aber warum,wenn ich negativ bin seit 39Jahren sollte ich es mir ausgerechnet in der Schwangerschaft holen(sofern man sich an Hygiene und Ernährungshinweise hält) Ich denke das ist frühes Helikoptern,gepaart mit einerseits zuviel Information, andererseits aber eben diese noch Fehler oder lückenhaft behalten. Ich fand aber auch von ärztlicher Seite den Umgang dieses Mal viel Angstmachender,der Pränataldiagnostiker hatte für unser zu kleines Kind eigentlich nur die Erklärung auf keinen Fall Lebensfähig (zusammen mit meiner Anamnese dass ich bisher nur kleine Kinder hatte,und selber klein bin eben wieder ein völliger Trugschluss)