Monatsforum Februar Mamis 2012

Soooooo traurig :'(

Soooooo traurig :'(

nici280483

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Berlin – Dies ist die Geschichte von Julius Felix Bohg, der zwei Stunden nach seiner Geburt gestorben ist. Und es ist die Geschichte seiner Mama und seines Papas: Obwohl sie wussten, dass ihr Sohn schwerbehindert ist und nicht überleben wird, beschlossen sie, ihn auszutragen und in Frieden sterben zu lassen. Tibor (36) und Constanze Bohg (33) aus Berlin haben um diese Entscheidung viereinhalb Wochen gekämpft – und über ihre Geschichte ein Buch geschrieben.* „Dieses Ringen ist so krass“, beschreibt Constanze Bohg den Prozess. Denn als die Ärzte in der 14. Schwangerschaftswoche erkennen, dass Gehirn und Rückenmark des Embryos zum Teil außerhalb liegen, steht eine Abtreibung sofort im Raum. Constanze und ihr Mann wollen in Ruhe und absoluter Ehrlichkeit entscheiden. Würden sie eine Abtreibung ertragen? Und wenn nicht – was, wenn ihr Baby tot geboren wird? Was, wenn es schwerstbehindert lebt? Trotz des Schicksals Vorfreude. Sie erfahren, dass es kaum Erfahrungen mit Überlebenden gibt, weil fast alle Babys mit der Diagnose „occipitale Encephalocele“ abgetrieben werden. Dass ein Überleben unwahrscheinlich ist. Und dass es eine „palliative Entbindung“ gibt: eine Geburt, nach der das Kind ohne lebenserhaltende Maßnahmen beim Sterben begleitet wird. Das Ehepaar nimmt Kontakt zum Sankt Joseph-Krankenhaus in Tempelhof auf. Gynäkologie-Chefarzt Dr. Michael Abou-Dakn (50): „Betroffenen Paaren geht es oft so, dass die Gesellschaft bei so einer schweren Krankheit wenig Verständnis für die Entscheidung gegen eine Abtreibung hat.“ * Constanze Bohg: „Viereinhalb Wochen“, Pottloch Verlag, 19,99 Euro Constanze und Tibor Bohg entscheiden sich gegen die Abtreibung. Und sie freuen sich in all der Trostlosigkeit auf ihr Baby. Sie nennen es zärtlich „Erdbeere“, weil seine Mama Heißhunger auf Erdbeeren hat. Als in der 27. Woche die Wehen einsetzen, überkommt sie plötzlich die Verzweiflung: Die Geburt wird auch der Abschied sein. Wird Julius sie überhaupt überleben? Und wie lange? 23. August 2011, kurz nach Mitternacht. Julius ist da. 32 Zentimeter groß, 800 Gramm schwer. Zarte schwarze Haare säumen sein Gesicht. Er weint nicht, öffnet nicht die Augen. Aber sein winziges Herz schlägt. Er lebt zwei Stunden lang. In den Armen seiner Eltern schläft er friedlich ein. Auf Seite 166 schreibt Constanze Bohg: „Das war das Erdenleben unseres ersten Sohns. Gott hatte ihm 27 Wochen in meinem Bauch gegeben und zwei Stunden unter dem friedlichen Himmel einer lauen Berliner Sommernacht.“ (uh) * Constanze Bohg: „Viereinhalb Wochen“, Pattloch Verlag, 19,99 Euro Mehr aktuelle News aus Berlin und Umgebung lesen Sie hier auf berlin.bild.de


Clara01

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Antwort auf Beitrag von nici280483

Das ist eine ganz, ganz furchtbare Geschichte :( Jeder Mami blutet bei sowas das Herz... Und dennoch muß ich die Entscheidung als fragwürdig ansehen - wer weiß, wie Julius gelitten hat :(( Ich hätte meinem Kind so etwas nie antun können. Aber um eine Grundsatzdiskussion zu vermeiden: das kann und muß jeder ganz für sich alleine entscheiden - verurteilen würde ich niemanden für seine Entscheidung.


Annett23

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Antwort auf Beitrag von nici280483

das ist sehr traurig. aber ich denke unter diesen umständen hätte ich mich wahrscheinlich anders entschieden als die 2. zu wissen das dass kind nicht überleben wird und es trotzdem aus zu tragen, das hätte ich glaube ich nicht gemacht. das kind dann sterben zu sehen, das ist nicht schön. mein kleiner ist damals zu hause gestorben und ich hatte ihn noch lange im arm. als ich mich dann im kh von ihm verabschiedet hab, war er schon kalt und es war sehr sehr schwer für mich. lg annett


Kristin_D

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Antwort auf Beitrag von nici280483

och gott ist das traurig.....schrecklich