No1.2012
Sagt mal, habt Ihr eigentlich ein Testament gemacht? Ich überlege gerade ernsthaft, ob es nicht das beste wäre, ich würde eins machen.
Nein, ich bin nicht krank und mit meinem vorzeitigen Ableben ist nicht zu rechnen. Aber ich mache mir viele Gedanken darum, was aus meiner Tochter wird, wenn ich morgen sterben würde. Dass das passieren kann, habe ich leider im erweiterten Bekanntenkreis schon erfahren. Manchmal hat man eben richtig Pech - und wird bei grün beim Straße überqueren überfahren
Da ich alleinerziehend bin und der Vater des Kindes inklusive seiner Familie keine Verantwortung übernehmen kann (andere Geschichte) treibt mich dieses Szenario echt um.
Ich denke, ich werde ein Testament machen und hoffentlich kommt es nicht zum Einsatz in den nächsten 18 Jahren! Werde dann dort reinschreiben, wer der Vormund für mein Kind werden soll (zumindest, wen ich mir wünsche) und wie das ganze Finanzielle abgewickelt werden soll.
Aber irgendwie fühlt sich das merkwürdig an - einerseits will ich es zu Papier bringen, um Klarheit zu schaffen, andererseits schrecke ich davor zurück.
Wie handhabt Ihr das? Oder macht Ihr es wie die meisten Menschen (und ich kann das sehr gut verstehen) und denkt bloß nicht darüber nach?
also ich hab ehrlich gesagt auch noch nie darüber nachgedacht.... aber ich hab ja auch Roland.... und sollte mir wirklich je was passieren bin ich mir sicher dass er sich ganz alleine um unserer Jungs super kümmern wird! wie es wäre wenn ich keinen Partner hätte....hm keine Ahnung... hast du denn Eltern auch keine? und was ist wenn du doch noch jemanden kennen lernst und der die Vaterrolle für dein Kind übernimmt.....dann wäre dein Testament ja nicht mehr aktuell oder?
Meine Eltern sind zu alt, um sich um meine Tochter zu kümmern. Es wäre einfach zu anstrengend für sie, das Tag für Tag zu tun. Klar, es kann passieren, dass ich einen neuen Partner finde. Dann kann ich das Testament natürlich ändern. Ich gehe auch davon aus, dass das im Laufe der nächsten 20 Jahre mehrmals passieren wird (dass ich das Testament aus unterschiedlichen Gründen ändere, meine ich). Das Leben ändert sich ja auch.
So unüblich ist dieses Thema nicht und man sollte sich schon damit auseinandersetzen.
1)Wir schließen demnächst neben unseren Lebensversicherungen auch noch ne Risikolebensversicherung ab.
2) passen wir unsere Patientenverfügungen derart an, dass nicht nur wir uns gegenseitig drin stehen haben, sondern auch noch megaenge Freunde, die dann auch die Vormundschaft übernehmen sollen (werden wohl auch die taufpaten sein und waren unsere Trauzeugen)
3) werden wir unsere Unterlagen derart sortieren und mit ins bankschließfach tun und die oben genannten freunde darüber infomieren, wo sie im Zweifel was finden und welche "Versciherungen".... Bankgeschäfte... "Zahlungen"... etc pp im Falle des Falles fällig werden.
Das alles wollen wir dann einmal jährlich "überarbeiten/aktuallisieren und nach relevanz prüfen..
Wir werden bevor das alles (aktualliserte PV, plus RV plus Vormundschaftsvollmacht) gemacht wird mit unseren Freunden sprechen, wie wir uns was vorstellen und ob sie sich selbst dieses "Amt" zu übernehmen überhaupt vorstellen können. wenn alles gut geht wird das eh nie zum tragen kommen. Aber wenn uns was passiert soll es Johann an nix fehlen.
LG Trisch ![]()
Wir haben jeweils eine Vorsorgevollmacht gemacht das wenn einem was passiert, der andere bestimmt was mit ihm passiert. Ich habe auch noch ne Patientenverfügung hier liegen, die muß ich mal mit meinem Doc endlich ausfüllen, denn es ist kompliziert genaus das da hin zu schreiben, was man auch will. Ein Testament sollten wir auch mal machen. Aber das greift ja nur wenn uns allen 3en was passiert. Passiert meinem Mann und mir was, erbt alles Lea. Es stimmt aber, man sollte sich nochmal damit befassen