marisol31180
Mein Mann und ich arbeiten in der gleichen Firma und zur Geburt haben alle Kollegen fleißig gesammelt und uns unter anderem einen 400 Euro h & m Gutschein geschenkt. Fanden wir toll, also hat Emil sich heute mit einem essen bedankt. Es waren ca 50 Kollegen da und natürlich wollte ihn jeder sehen und anfassen. Besonders die Frauen waren ganz begeistert und es gab viele ooohs und aaaahs. Der kleine Mann hat tapfer alles über sich ergehen lassen, hat viel gelächelt am Anfang, aber nach einer Weile sah man richtig, wie unsicher er war, erst recht als die Assistentin meines Mannes ihn unbedingt halten wollte. Nun gut, man will ja niemandem vor den Kopf stoßen, also hab ich ihn ihr gegeben. War auch alles ok, aber im Auto fing er fürchterlich an zu weinen und ich konnte ihn noch nicht mal sofort trösten, weil ich auf der landstraße fuhr und es keine Gelegenheit zum anhalten gab. Der arme kleine Kerl schrie auch zuhause ne ganze Weile lang auf meinem arm, ließ sich erst nach einer gefühlten Ewigkeit durch streicheln und leise reden beruhigen. Puuh... Das war eindeutig zu viel für den Knirps.
Ohje der arme Kleine! Na so Situationen gibts eben leider manchmal. Ist bei uns auch schon gewesen. Bei meiner Nichte war es ganz schlimm, als sie ein Baby war. Da durfte meine Schwester nicht mal in den Edeka um die Ecke gehen, da schrie die schon los wie am Spieß. Auch später hat sie extrem gefremdelt und sie hatte unglaubliche Angst vor Männern. Sogar vorm eigenen Opa, den sie oft gesehen hat. Jedenfalls blieb meine Schwester dann sehr, sehr viel daheim mit ihr und es wurde noch schlimmer. Dann hat sie wieder angefangen zu arbeiten und hat die Kleine einmal die Woche zu meiner Mutter gebracht (Oma). Jetzt mit fast 2 Jahren ist sie total anders. Meine Mutter ist viel mit ihr raus auf den Spielplatz und hat sie so Stück für Stück an Menschen gewohnt. Inzwischen ist es wirklich kein Vergleich mehr mit früher!