BV-Zwerg
Guten Morgen Mädels. Ich muss mich jetzt auch mal ausheulen. Mein Oma (73j.) wurde gestern operiert. Ihr musste die linke Nebenniere und die angrenzende Milz entfernt werden. Da dort eine Art "Schatten" zu sehen war, welches sich vergrößert hatte. Durch eine Biopsie konnte man feststellen das es wohl eine Art Tumor wäre, ob gut oder böse konnte man bisher nicht sagen. Der arzt meinte, das es dort nicht hingehört und entfernt werden muss um schlimmeres zu verhindern. Habe dann gestern Nachmittag im KH angerufen und mich erkundigt wie die OP verlief, ob alles gut gegangen ist und wie es ihr geht. Man sagte mir, das es ihr den Umständen entsprechend geht, sie müde und schläfrig sei, was nach so einem großen Eingriff auch normal ist, auch wegen der Narkose. Die OP sei gut verlaufen, so wie es geplant war. Abgemacht mit meiner Oma war, das ich sie morgen besuchen komme, da sie auf der Intensivstation liegt und ich keinen hab der mal auf Luca aufpassen könne. Morgen ist mein Freund eher von der arbeit da, er hätte da aufgepasst. Ich muss dazu sagen, das meine Mum im Oktober 2009 an Krebs gestorben ist. Meine Schwester (lebt in bayern) und ich sind die einzigen die meine Oma noch hat. Ihre Geschwister und ihre Tochter (meine Mum) leben alle nicht mehr. Gerade eben bekam ich einen Anruf aus dem KH. Ein Pfleger war dran. Er lässt mich schön von meiner Oma grüßen, sie liegt immernoch auf der ITS und ich soll noch heute vorbei kommen sie besuchen. Mir kommt grad alles wieder hoch, wie es damals mit meiner Mum war. Da sagte man mir sie hätte noch 6-8wochen zu leben und 2tage später war sie nicht mehr da! Hab grad so Angst um meine Oma, das es ihr vllt doch nicht so gut geht, wie man mir sagte. Das vllt doch irgendwas ist oder man ihr was gesagt hat was uns alle 3 nicht erfreuen wird. Ich mein, sie ist so wirklich die Einzige aus der familie die ich noch habe. Mein Vater meldet sich wie ihm der Schnabel gewachsen ist und der Kontakt zu meiner Schwester ist auch total eingeschlafen. Sie meldet sich nicht bei mir und mault rum, wenn ich mich mal nicht melde. Ich informier sie schon ständig über alles was unsere Oma betrifft. was anderes scheint sie eh nicht zu interessieren. mädels, Ich bin grad so fertig und hoffe das wirklich alles ok ist. Aber ich hab soooooo Angst!!! Sie ist ja nun auch nicht mehr die Jüngste. Ich bin ja nicht gläubisch, aber ich bete das sie wieder auf die beine kommt, es ihr gut geht und sie noch einige Jahre ein schönes Leben führen kann!!! Zumal wir sie ja erst zur Uroma gemacht haben. Das erste Urenkel und sie ist mächtig stolz!! LG, Michaela die sich grad verzweifelt am strohhalm festklammert und dann Luca mit ins KH nehmen muss (die Pfleger passen dann auf ihn auf)
Lass Dich mal gaaaaaaanz fest drücken
Mensch, da hast Du ja auch wirklich schon viel durch und steckst noch mittendrin. Das ist alles so `ne riesen Schei**e mit dem Krebs.
Ich arbeite in der Strahlentherapie und habe jeden Tag damit zu tun.
Im letzten Jahr dann hat mein Papa (54 Jahre) die Diagnose Nierentumor bekommen. Er hatte immer Schmerzen im Rückn etc.- wurde Pontius zu Pilatus geschickt.Hatte ihm dann einen MR Termin gemacht und sie haben einen 1,2kg schweren Tumor kurze Zeit später rausoperiert. Er bekam Chemo ambulant in Tablettenform. Seit Dezember wissen wir das er eine Leber sowie eine Wirbelsäulenmetastase hat.Bekommt wieder andere Chemo. Hat doofe Nebenwirkungen und seine Psyche ist leider nicht die Beste- was aber sehr wichtig wäre.
Ich würde Dir gern sagen hab keine Angst jedoch kann ich das nicht. Die Krankheit kommt wann sie will und geht wann sie will.Man kann mit dieser Diagnose jedoch ein paar Jahre leben.
Wenn Dun Fragen oder sonst. hast meld Dich bei mir. Hab viel Informationszeug etc.
Kopf hoch
Michaela, leider fehlen mir dazu immer die Worte und ich muß selbst mit Tränen kämpfen. Ich nehme dich einfach in den Arm, drücke dich und schau dich an und sag....es wird alles gut, lass uns gemeinsam beten. LG von Ute
Das blöde ist... die Ärzte reden ja nicht deutsch mit einem. Hab mir einiges anlesen müssen, da die das so mies erklären. Die Rede war ja nicht von Krebs bei meiner oma, das war bei meiner Mum so. Zuerst war es bei meiner oma "nur" ein Schatten, dann munkelte man das es ein Tumor sein könnte. Dann hieß es es gehört nicht da hin und muss raus, bevor was passiert was keiner will. Das ganze fing an, als sie mit einem Blutdruck von 226/111 fast umgekippt is. hatte damals den krankenwagen gerufen und dann ging das alles los, mit ursachenforschung. dann kam das eben heraus, wo man dann abklären musste, ob das schuld an dem hohen blutdruck is. scheinbar schon. Vllt will sie aber auch einfach nicht allein sein. Ich weiß es nicht. Fragen über Fragen. Ja ich steck noch mittendrin, bzw wieder. Da denkt man, man hat das schlimmste schon überstanden und dann fängt die gleiche scheiße von vorn wieder an. Die Angst, die Ungewissheit. Sie hat auch schon versucht mir die Schuldgefühle zu nehmen. Ich sagte ihr das ich mich schuldig fühle das sie jetzt soviel durchmachen muss, da ich damals den krankenwagen gerufen hab. sie meinte es war richtig, sonst hätte man das dort nicht gefunden und könne es behandeln. Oh mann, dennoch ist es noch so lange bis ich sie besuchen kann. darf erst 16.30uhr, da dann erst die besuchszeit ist. und das auch nur 30min.