Mausi1
Hallo, ich hatte eigentlich immer einen guten Rhytmus mit dem Kleinen mann. Er ist nun 8 Monate. Er hat abends ca. 20 Uhr Brei bekommen und dann hab ich ihn gewaschen und umgezogen und habe ihn gegen 21 Uhr ins Bett gelegt. Spieluhr an, hab mich kurz dazu gelegt und dann ist er in ca. 10 Minuten ruhig eingeschlafen. Nun ist er total quengelig und der Rhytmus ist weg. Er mächte auch abends nichts mehr essen, das heißt, er kommt wieder nachts um 3 oder 4 und hat Hunger und ich muss wieder aufstehen. Wie kann ich dem Kleinen wieder den schönen Rhytmus angewöhnen? Mann sagt ja, dass man Babys nicht schreien lassen soll. Das mache ich auch nicht. Ich nehme ihn sofort in den Arm wenn er brüllt. Andere sagen, mann soll die kleinen nicht sofort auf den Arm nehmen. Ich habe auch schn versucht, ihn im Bettchen zu lassen und ihm gut zuzureden, iich singe ihm was vor, mache die Spieluhr an etc. nichts hilft. Er schläft erst dann ein, wenn ich ihn im KiWa in der Wohnung spazieren fahre. Inzwischen ist es auch so, dass ich ihn tagsüber in der Wohnung rumfahre (oder draußen). Wie kann man so ein kleines Baby "erziehen"? Geht das überhaupt? Vielen Dank für eure hilfe
Hallo,
also ich richte mich im Allgemeinen nach dem Rhythmus, den mir mein Baby vorgibt und fahre damit ganz gut.
Der Rhythmus ändert sich ja immer wieder und ich habe festgestellt, dass es wesentlich stressfreier ist, sich darauf einzulassen, als am "alten" Rhythmus festzuhalten. Solange ich zu Hause bin, sehe ich darin auch kein Problem. Wenn die Krippenzeit beginnt, dann ist es unabdingbar sich auf einen festen Rhythmus einzulassen.
Ich muss aber sagen wir stillen noch voll und das auch nachts mehrfach.
Gestern Abend jedoch ist er schreiend aufgewacht und ließ sich nur durch tragen beruhigen. Ich bin dann gleich mit ihm im Bett geblieben, weil er ganz viel Mama brauchte. Ich mache halt immer das, was mir den wenigsten Stress und den meisten Schlaf beschert.
Ich glaub mit Erziehung fang ich später an....lach.
Schließe mich an - richte Dich ganz nach Deinem Baby - einen Rythmus einhalten oder erzeugen, bringt nur unnötigen Stress auf beiden Seiten - Bedürfnisse haben nichts mit erziehen zu tun - schreibe dazu später mehr - vorab erst nochmal dieser schöne Artikel: http://kinderverstehen.de/images/Schlaf_Renz-Polster_290909.pdf
Hallo nochmal, dass der Schlaf im zweiten Lebenhalbjahr unruhiger wird ist ganz typisch und die Ursachen sind vielfältig: motorische Entwicklung, viele Reize zu verarbeiten, Zahnungsbeschwerden, Infekte etc. Wenn der Kleine bisher nachts durchgeschlafen hat, kannst Du Dich freuen und hast vielleicht mehr Kraftreserven Mütter von Babys, die seit Geburt nachts häufig aufwachen. Solche Phasen sind ganz normal und kommen immer wieder vor. Eigentlich reicht sich bei Kindern eine Phase an die nächste. Sprich sie gehen zwar von selbst vorüber, aber oft nur um von der nächsten abgelöst zu werden. Wenn er schon so ein prima Schlafverhalten hatte, stehen die Chancen nicht schlecht, dass er von selbst wieder dahin zurück findet. Mit Erziehung hat das alles nichts zu tun. Schlafen ist ein Reifungsprozess und um gut zu schlafen, müssen Kleine wie Große entspannt sein. Sprich schreien lassen, hinhalten etc. sind kontraproduktiv und auch ungünstig für eure Bindung (was soll er denken, wenn er weint und weiß, dass Du es hörst, aber nichts tust?). Und auch klassischen Erziehungsfeldern ist weniger meist mehr - denn Kinder lernen vor allem durch gute Vorbilder und nicht durch Verbote & Co. Dass der Rythmus von essen und schlafen sich bei Babys immer wieder mal ändert ist ganz normal, durch die Entwicklung bedingt und völlig ok ebenso wie nächtlicher Hunger. Hier geht es ja um Bedürfnisse - sowohl bei Hunger, Durst, Nähe, Geborgenheit, Körperkontakt etc. Am stressfreisten ist es wie gesagt für alle, wenn man sich da flexibel dem Kind anpasst. Selbst wir Erwachsenen schlafen und essen ja nicht immer zur gleichen Zeit, gleich viel/lange etc. Wenn Du weißt, was als Einschlafhilfe bei euch momentan am besten, dann mach euch das zunutze - so bekommen alle am schnellsten und am meisten Schlaf. Früher hat man das natürlich alles ganz anders gesehen und gehandhabt. Trotzdem würde ich mich von solchen Kommentaren nicht verunsichern lassen - auch wenn das oft nicht einfach ist. Hier noch ein paar weitere interessante Links zum Thema: http://www.rund-ums-baby.de/entwicklung/stichwortsuche.htm?stichwort=einschlafprobleme-beim-saeugling http://www.rund-ums-baby.de/entwicklung/stichwortsuche.htm?stichwort=schlafprobleme-gemeinsames-schlafen http://www.rabeneltern.org/index.php/ammenmaerchen/schlafen-ammenmaerchen http://www.rabeneltern.org/index.php/wissenswertes/schlafen-wissenswertes http://kinderverstehen.de/images/verwoehnung.pdf http://kinderverstehen.de/images/Unabhaengigkeit_080510.pdf http://www.zeit.de/2010/09/Jesper-Juul http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/bei-jesper-juul-meine-erziehung-zum-elternsein-12727704.html http://kraetzae.de/erziehung/erziehen_ist_gemein/ LG, ganz viel Kraft & alles Gute