lukimami
War ein paar Tage nicht hier und habe mich eben durch eure Beiträge gelesen. Da ich im Geburtshaus entbunden habe möchte ich euch gerne mal berichten. In einem Geburtshaus gibt es ein notfallmanagement, das heißt die hebis gehen absolut kein Risiko ein verlegen ins kh wenn sich Risiken anbahnen. Im Krankenhaus ist meist auch nicht sofort ein Arzt zur Stelle. Bei uns sind es bis zum nächsten Krankenhaus keine 10min und wenn man Glück hat ist alles notwendige schon vorbereitet. In einer Klinik dauern entsprechende Vorbereitungen auch ihre zeit. Es sind auch immer zwei hebis vor Ort. Eine kümmert sich um die Mutter die andere ums Baby. Ihr habt vollkommen recht, während der Geburt interessieren weder wandfarben noch Musik etc. Aber ich wollte einfach nicht im Bett am ctg entbinden. Ich konnte ganz viele Positionen ausprobieren und entscheiden wie ich mich am wohlsten fühle. Außer in der heißen Phase, da hat die Hebi bestimmt. Aber so konnte sich Junior am besten durcharbeiten. Meine Hebi kniete irgendwo auf dem Boden und ich lag auf der Seite. Ich fühlte mich während der Geburt absolut sicher und super aufgehoben. Mir wurde was zu trinken gegeben und der schweiß mit nem kühlen Tuch von der Stirn gewischt. Bei uns wird ohne Schmerzmittel während der Geburt gearbeitet, sicher gibt es Medikamente im Haus. Auch mein Riss wurde ohne Betäubung genäht und ich habe kaum was gespürt, hätte aber was bekommen. Auch nach der Geburt wurde bei mir eine Blutung schnell gestoppt. Man darf auch nur unter der Voraussetzung ins Geburtshaus, wenn wirklich alles 100% ok ist. Ich habe die Entscheidung nicht bereut und werde wieder da entbinden. Wir haben eine Strecke von ca 30km ins Geburtshaus. Ich muss aber auch sagen, dass es beim großen mit leichten wehen gegen 21uhr begann. Im Geburtshaus sind wir kurz vor Mitternacht angekommen und richtig los ging es 1:30uhr. Also sind 90min Fahrzeit auch in Kauf zu nehmen. Wenn man wirklich dort entbinden möchte schafft man das auch. Aber eine Entscheidung muss jeder für sich treffen.
bin ja voll und ganz deiner meinung aber 90 minuten hätte ich nicht auto fahren können bei der ersten geburt
sitzen ging nämlich so gar nicht. sollte in die entspannungswanne aber selbst da hab ich sitzend eine vollmeise gekriegt.
Hab die damals 20min auch nur dank Sitzhaltung ertragen und war froh als ich aussteigen konnte. Aber wir sind ja auch nicht sofort gestartet. Hätte ich so einen weiten weg, würde ich wohl ziemlich schnell losfahren.
ich weiß ja nicht wie es "normal" gewesen wäre wenn es langsam losgeht. aber durch die einleitung war ja alles gleich von null auf hundert und ich war dankbar vor ort zu sein. normalerweise hätten wir ja auch etwa 30 minuten anfahrt gehabt. wenn mein mann noch hätte von der arbeit kommen müssen, wären es noch zwei stunden mehr gewesen ![]()
Ich habe am 18. einen Termin in einem Geburtshaus. Mein Sohn wurde in einem Krankenhaus geboren, weil ich übervorsichtig war wählte ich gleich eins mit einer säuglingsintensivstation(oder so ähnlich). Er hatte bei der Geburt Anpassungsschwierigkeiten und wurde sofort auf die intensiv verlegt. Erhielt keinerlei Therapie, wärmebett wurde noch gleichen Tag abgestellt, bekam nur Zuckerwasser um im Notfall einen Zugang zu haben. Er war also völlig grundlos von mir getrennt. Deshalb würde ich dieses mal gerne in einer ruhigeren Umgebung entbinden, in der nicht gleich nach medis gegriffen wird und alle gleich in Panik geraten (bei meinem Sohn war es eine 14 jährige Kinderärztin, so jung kam sie mir vor). Da vertraue ich mich doch lieber einer 60 jährigen Hebamme an. Ich bespreche mal alles mit der Hebamme und wenn während der ss alles glatt geht, werde ich auch im Geburtshaus entbinden.
das sehe ich nun als fachfrau aber auch anders....wenn ein neugeborenes anpassungsschwierigkeiten hat, gehört es sofort medizinisch überwacht. es gibt für diesen fall immer zwei möglichkeiten: 1. kind bekommt es allein geregelt, alles gut. weiterführende therapie unnötig. 2. kind kriegt die kurve nicht, dann kann es schnell zur schlimmen dekompensation kommen. tritt fall 2 ein, hat man eigentlich nicht mehr viel zeit. die kleinen haben ja keine reserven. also ich habe schon einige fälle erlebt wo das nach hinten losgegangen ist, von daher finde ich das absolut korrekt und würde mir für mein kind kein anderes verhalten der ärzte wünschen! zumal das wärmebett auch eine therapie ist und die zuckerlösung ihm letztenendes auch kalorien gespendet hat.
Hi, du als Fachfrau interessierst dich vielleicht auch für fachbezogene studien zur risikobewertung ausserklinischen geburten. http://www.gkv-spitzenverband.de/presse/pressemitteilungen_und_statements/pressemitteilung_2019.jsp
Hört sich ja alles wunderbar an. Aber willst du wirklich beim zweiten Kind 90 Minuten Fahrt auf dich nehmen. Die Zweiten kommen ja oft schneller. Für mich persönlich kommt kein Entbindungsort in Frage, der weiter als 30 Minuten weg ist. Ich drücke aber die Daumen für dich, dass es so klappt, wie du es dir vorstellst.
Ich glaube sie meinte nicht, dass sie 90 min bräuchte. Würde mich schwer wundern, wenn man für 30 km 90 min braucht. Da müsste ja schon hin radeln. Vll bezog sich das auf einen Beitrag weiter unten, dass jemand das als Grund nimmt nicht in einem Geburtshaus zu entbinden.
jupp, bezog sich auf meine posting ![]()
Ich glaube auch, dass im Geburtshaus kein Risiko eingegangen wird und auch schnell eine Verlegung angeordnet wird. Aber ist das nicht furchtbar unangenehm, sich etwas überziehen und in den Krankenwagen geschafft werden zu müssen, ganz zu schweigen von der Fahrt? Vor allem bei einer Komplikation? Ich sollte bei meiner Geburt nur auf die Toilette. .. das war der härteste Gang meines Lebens. Und es ging nur einen Raum weiter.
Ich hatte ja das Glück im Geburtshaus bleiben zu dürfen. Aber ich habe auch eine Mutti kennengelernt, die musste verlegt werden. Die Hebammen sind aber so toll, dass sie eienen ständig motivieren und das selbst beim Gang zum Krankenwagen. Man wird auch von den Hebammen bis in die Klinik begleitet. M.E. wäre für mich der Moment am schlimmsten wo mich die Hebammen in der Klinik an das Team übergeben. Allerdings ist der Prozentsatz der Verlegung so gering, dass ich mir persönlich darüber keine Gedanken mache. Mein Problem ist einfach, dass ich wahnsinnig "Horror" vor einer Entbindung in der Klinik habe. Kann das aber schwer beschreiben...
ja ich glaube man sollte mehr Horror vor einem unnötigen ks haben. die Rate ist wesentlich höher als das eine Verlegung aus dem geburtshaus.
ein Großteil der Geburten findet in Kliniken ohne kinderklinik statt. wenn da was ist, muss das kinderärztliche team auch erst anrücken. ist also genauso risikoreich wie eine hausgeburt. da ist aber Gang und Gäbe das die Mutter nicht mit verlegt wird sondern nur das Kind. mag für die Mutter in dem Moment gemütlicher sein aber eigentlich wollen ja alle Mütter lieber beim Kind bleiben.
Ups, das hab ich dann wohl falsch verstanden. Sorry. :-)
ich finde die vorstellung vom geburtshaus auch echt schön,bei uns ists auch direkt neben dem krankenhaus mit intensiv.aber da mein 1.ein frühche n war und die wahrscheinlichkeit erhöht ist das es wieder so wird, kommts für mich nicht in frage.da war auch eine super hebamme,ich hatte eine super geburt!ich nehm dieses mal nur ein einzelzimmer für danach.